07. November 2021 / 21:53 Uhr

Beste Saisonleistung: Indians geben Vollgas und besiegen den Spitzenreiter

Beste Saisonleistung: Indians geben Vollgas und besiegen den Spitzenreiter

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Neuzugang Sebastian Christmann wird für einen Indians-Treffer gefeiert.
Neuzugang Sebastian Christmann wird für einen Indians-Treffer gefeiert. © Florian Petrow
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Mit der bis dato besten Leistung in dieser Saison haben die Hannover Indians den Spitzenreiter besiegt. Das Team von Lenny Soccio bezwang die Saale Bulls Halle mit 6:4. "Die Jungs wollten das Spiel unbedingt gewinnen", freute sich der Coach. Und die Fans sangen: "Oh, wie ist das schön!"

Bevor es auf die Ehrenrunde ging, drang „Oh wie ist das schön!“ aus den Kehlen der 1917 Zuschauer am Pferdeturm – soweit sie Anhänger der Hannover Indians waren, die an diesem Abend ohnehin einen Lärm wie 3000 Fans erzeugten. Der 6:4 (2:2, 2:1, 2:1)-Sieg in der Oberliga gegen die Saale Bulls war nicht nur schön, sondern auch die beste Saisonleistung des ECH.

Der erste Abschnitt der Partie – ein Drittel, das Vollgas-Eishockey und den ganzen Reiz dieser Sportart bot. Zunächst waren die Indians am Drücker, wenn auch begünstigt durch drei Überzahlspiele in den ersten sieben Minuten. Die zweite Situation nutzte Parker Bowles zum 1:0 (5.). Beim dritten Powerplay lag das 2:0 in der Luft, doch Joe Kiss schoss aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbei.

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Indians und Saale Bulls Halle

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Indians und Saale Bulls Halle Zur Galerie
Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Indians und Saale Bulls Halle © Florian Petrow

Ab Mitte des Abschnitts zeigte sich auch der Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt, gab in der 14. Minute seinen ersten Torschuss ab, ECH-Keeper Jan Dalgic fischte einen Schuss von Niklas Hildebrand mit dem Handschuh weg. Es war das Startsignal für die Gäste. Zunächst glich Joonas Niemelä (15.) aus.

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Dass sich ein Spitzenteam nicht lange bitten lässt, zeigten die Hallenser bei ihrem ersten Powerplay des Abends: Niemelä gelang das 1:2 (17.) und damit die Wende. Für den krönenden Abschluss eines hochklassigen Drittels sorgte Sebastian Christmann: Wie er sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und die Scheibe im Fallen zum 2:2 ins Netz bugsierte (19.) – dafür wurde der Begriff „durchtanken“ erfunden.

Die Gäste schlagen erneut zurück

Der Mittelabschnitt begann verhaltener – die Indians hatten die Partie nun aber im Griff und wurden sukzessive stärker. Joe Kiss holte zuvor Versäumtes nach (30.), Robin Palka (35.) traf zum 4:2. Roman Pfennings verkürzte (37.). Im Schlussdrittel verteidigten die Indians mit hoher Leidenschaft den knappen Vorsprung, hätten aber bei Konterchancen durch Mike Mieszkowski, Jayden Schubert und Kyle Gibbons die Partie längst entscheiden können.

Erneut schlug Halle zurück: Hildebrand (54.) traf zum 4:4. Nach starker Vorarbeit von Gibbons sorgte Branislav Pohanka (56.) für das 5:4, Robin Palka (60.) machte den Deckel drauf. „Die Jungs wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Der Sieg war verdient“, sagte Indians-Trainer Lenny Soccio.