13. August 2019 / 12:32 Uhr

Eckernförder SV lässt in Reinfeld die Mentalität vermissen

Eckernförder SV lässt in Reinfeld die Mentalität vermissen

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Auch Melwin Horstmann (ESV/li.) war weit von seiner Bestform entfernt und wurde in der 61. Minute ausgewechselt.
Auch Melwin Horstmann (ESV/li.) war weit von seiner Bestform entfernt und wurde in der 61. Minute ausgewechselt. © Wolfgang Mahnkopf
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Aller guten Dinge sind drei – eigentlich. Es sollte das Motto des Eckernförder SV am Wochenende werden. Am dritten Spieltag der Fußball-Oberliga sollten für den Aufsteiger die ersten Punkte der Saison her. Doch der SV Preußen Reinfeld durchkreuzte die Pläne der Schwarz-Weißen und siegte vor heimischem Publikum mit 1:0.

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Eine Niederlage, die unnötig war für den Eckernförder SV. Die Art und Weise, wie die dritte Pleite in Folge zustande kam, ärgerte vor allem den Trainer. „Es lag komplett an uns, das war in 90 Minuten zu wenig von uns. Wir hatten einfach keinen guten Tag. Wir haben verloren, das kann passieren. Aber wir fahren mit dem Gefühl nach Hause: Eigentlich hätten wir mehr machen müssen“, haderte ESV-Coach Maik Haberlag nach dem Schlusspfiff.

Dabei hatte die Partie gegen Preußen Reinfeld, ebenfalls Aufsteiger aus der Landesliga, aus Eckernförder Sicht nicht schlecht begonnen. Der ESV hatte viel Ballbesitz und wollte die Freiräume nutzen – so lautete jedenfalls der Plan. „Doch diejenigen, die den Ball hatten, hatten keinen guten Fuß. Diejenigen ohne Ball haben sich dagegen nicht gut bewegt. Entweder war der Pass falsch oder der Laufweg“, ärgerte sich Haberlag. Das Problem des ESV: Zu mutloses Auftreten, eine zu statische Spielweise, zu viele Fehler. Soll es für die Schwarz-Weißen in der Oberliga für Punkte reichen, müssen diese Punkte schleunigst verbessert werden.

Haberlag: „Die Mentalität, die in diesem Spiel so wichtig gewesen wäre, hatten wir nicht."

Doch noch ein weiterer reizte den Trainer gewaltig – die fehlende Mentalität. „Wir müssen in jedem Spiel Teamgeist und die nötige Mentalität ausstrahlen“, hatte Haberlag noch vor dem Saisonstart gefordert. Etwas, was den Eckernförder SV vor allem in der vergangenen Aufstiegssaison ausgezeichnet hatte – jedoch nicht im Spiel gegen Reinfeld. „Die Mentalität, die in diesem Spiel so wichtig gewesen wäre, hatten wir nicht. Das ärgert mich am meisten“, sagte der sportliche Boss der Schwarz-Weißen.

Dabei gab es während der 90 Minuten viele Szenen, die den ESV hätten kitzeln können. Thorben Christensen parierte beim Stand von 0:0 einen Elfmeter. „Das war eine von vielen Situationen, die uns hätte pushen können. Aber das tat sie nicht“, monierte der ESV-Coach. Auch nicht das Reinfelder 1:0 durch Preußen-Stürmer Vjekoslav Taritas.

Nun heißt es am Eckernförder Bystedtredder: aufstehen, neu sortieren, wieder angreifen. „Wir sind froh, dass wir mal eine komplette Trainingswoche haben“, erklärte Haberlag: „Jetzt können wir alles, was am Wochenende falsch gelaufen ist, in Ruhe aufarbeiten.“ Neben einer Videoanalyse stehen auch Gespräche mit der Mannschaft und einzelnen Spielern an. Denn eines ist sicher: So einen emotionslosen Auftritt seines Teams will der ESV-Coach nicht noch einmal sehen. Die nächste Chance auf Wiedergutmachung besteht am kommenden Sonntag (15 Uhr) vor heimischem Publikum gegen den SV Eichede. Wie lautet dann das Motto des Eckernförder SV: Aller guten Dinge sind vier?

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