25. November 2022 / 18:56 Uhr

Ecuador verpasst Sensation gegen die Niederlande nur knapp – Gastgeber Katar ausgeschieden

Ecuador verpasst Sensation gegen die Niederlande nur knapp – Gastgeber Katar ausgeschieden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ecuador zeigte gegen die Niederlande eine couragierte Vorstellung. Gastgeber Katar kann das Aus nicht mehr abwenden.
Ecuador zeigte gegen die Niederlande eine couragierte Vorstellung. Gastgeber Katar kann das Aus nicht mehr abwenden. © IMAGO/Shutterstock/MB Media Solutions (Montage)
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Beinahe die nächste WM-Sensation: Ecuador hat die Niederlande am Freitagabend an den Rande einer Niederlage gebracht. Das Team um Torjäger Enner Valencia hatte zahlreiche Sieg-Chancen, musste sich letztlich aber mit einem Remis zufrieden geben. Das Ergebnis bedeutet auch: Gastgeber Katar ist ausgeschieden.

Die nächste große Sensation bei der Weltmeisterschaft ist ausgeblieben – wenn auch nur knapp. Ecuador hat die Niederlande in Gruppe A am Freitagabend an den Rande einer Niederlage gebracht. "La Tri" konterte eine Führung vom niederländischen Shooting-Star Cody Gakpo (6. Spielminute) durch den bisher besten WM-Torschützen Enner Valencia (49.) und hatte in der Folge gute Chancen auf den Sieg. Letztlich zitterte sich "Oranje" allerdings zum 1:1 (1:0). Das Ergebnis bedeutet auch: Gastgeber Katar ist schon vor dem letzten Spieltag ausgeschieden. Die Mannschaft hatte am Freitagnachmittag gegen den Senegal verloren (1:3) und hat keine Chancen mehr auf das Weiterkommen. Den Niederlanden reicht als Tabellenführer in Gruppe A am letzten Spieltag schon ein Unentschieden für das Achtelfinale. Auch Ecuador hätte mit einem Remis gegen den Senegal die K.o.-Runde erreicht, wäre bei einer Niederlage aber sicher ausgeschieden.

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Bondscoach Louis van Gaal zog Konsequenzen aus der überschaubaren Leistung gegen den Senegal. Innenverteidiger Matthijs de Ligt vom FC Bayern, der gegen die Afrikaner nicht immer sattelfest gewirkt hatte, musste auf die Bank. Für ihn rückte Ajax-Youngster Jurrien Timber in die Dreierkette neben Kapitän Virgil van Dijk und Nathan Aké. Auch Teun Koopmeiners und der Ex-Bremer Davy Klaassen begannen. Bei Routinier Memphis Depay reichte es noch nicht für die Startelf. Bei Ecuador wurde der Matchwinner des Eröffnungsspiels gegen Katar (2:0), Kapitän Valencia, nach Knöchelproblemen rechtzeitig fit.

Oranje erwischte den Traumstart und wie schon gegen den Senegal eröffnete Shooting-Star Gakpo das Toreschießen: Nach Pass von Klaassen fasste sich der 23-Jährige von der PSV Eindhoven am linken Strafraumrand ein Herz und traf mit einem sehenswerten Distanzschuss (6.). Die Mannschaft von van Gaal bekam durch die Führung allerdings kaum Auftrieb. Die Niederländer wirkten passiv, Ecuador bemühte sich um den Ausgleich. Lange blieb "La Tri" dabei zu wenig zielführend. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ Pervis Estupinan die Südamerikaner dann vermeintlich doch jubeln. Bei seinem Treffer nach einer Ecke behinderte Jackson Porozo allerdings im Abseits stehend das Sichtfeld von Oranje-Torwart Andries Noppert, das Tor zählte nicht (45.+3).

Zur zweiten Halbzeit brachte Van Gaal dann Depay in die Partie. Doch es stach der Routinier auf der Gegenseite: Nach einem Schuss von Estupinan konnte der bis dahin erneut herausragende Noppert nur vor die Beine von Valencia abprallen lassen. Der 33-Jährige schob zum Ausgleich ein (49.) und zeichnet damit für die letzten sechs WM-Tore Ecuadors verantwortlich. Sechs WM-Tore am Stück für ein Land waren laut Datendienstleister Opta zuvor nur Portugals Eusébio 1966, Italiens Paolo Rossi 1982 und dem Russen Oleg Salenko 1994 gelungen. Außenseiter Ecuador blieb nach dem Tor brandgefährlich: Ein Schlenzer von Gonzalo Plata landete am Lattenkreuz (59.). Aké konnte Michael Estrada nach Valencia-Vorlage gerade noch aufhalten (63.). Das Torschussverhältnis zu diesem Zeitpunkt: 10:1 zugunsten von "La Tri".

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Von den Niederlanden kam beinahe gar nichts mehr. Auch Lichtblick Gakpo biss sich bei einem Solo die Zähne an der ecuadorianischen Defensive aus – und stand ohnehin im Abseits (73.). Allerdings ebbte auch die Angriffswelle der Südamerikaner etwas ab. Wenn es schon spielerisch nicht gehen sollte, setzte van Gaal nun offenbar auf den Lucky Punch und brachte im früheren Wolfsburger Wout Weghorst einen Stoßstürmer in die Partie. Ecuador musste sich auf der Zielgeraden dann noch große Sorgen machen: Valencia musste offenbar schwer angeschlagen ausgewechselt werden (90.). Auf dem Feld blieb es bei der Punkteteilung.

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