18. Dezember 2019 / 12:43 Uhr

Edda Hsu lässt Tanzkleider-Träume wahr werden

Edda Hsu lässt Tanzkleider-Träume wahr werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Edda Hsu (r.) in ihrem Atelier.
Edda Hsu (r.) in ihrem Atelier. © R
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Ein Traum in Tüll: In Delmenhorst bei Edda Hsu sind die neuen Tanzkleider der Göttinger Standardformation entstanden. Es ist ein langer Weg von der ersten Idee bis zum passenden Kleid für jede Tänzerin.

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Kleider machen Leute. Erst recht die wunderschönen Tanzkleider als ein ästhetischer und künstlerischer Ausdruck, die aus einem Auftritt zur Musik ein Feuerwerk der Sinne machen. Was auch in mehr als 25 Jahren Formationsgeschichte in Göttingen deutlich zum Ausdruck kommt. So auch „mit vielen Eindrücken wie damaliger Musik und Mode“, wie die ehemalige Tänzerin Anke Poppinga-Hahne, die Göttinger Trainerin der ersten Stunde, zu erzählen weiß.

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Im Vergleich zu den Anfängen ist alles um das Tanzsportteam professioneller geworden, auch die „Dance Couture“, die maßgeschneiderten Kreationen aus dem berühmten Hause Edda Hsu in Delmenhorst, zu dem seit gut drei Jahrzehnten ein mittlerweile mehr als rein geschäftliches Verhältnis besteht.

Freundschaftliche Beziehungen

Edda Hsu und ihr Mann William sind schließlich Meister ihres Faches. Sie haben sich sowohl bei den Amateuren als auch bei den Professionals bis an die Spitze getanzt. In Delmenhorst hat dann das Paar später die passenden Räumlichkeiten für eine Tanzschule und das Geschäft für Edda Hsu gefunden. „Vor etwa 30 Jahren hat das ehemalige Tanzpaar Anke Poppinga und Markus Zimmermann angefangen bei uns zu trainiert“, erinnert sich William Hsu noch allzu gut. „Anke hat sich damals die Tanzkleider von Edda anfertigen lassen. Seit dieser Zeit kennen sie sich, und es war immer eine freundschaftliche Beziehung“, geben die beiden Bremer Erfolgstänzer einen tieferen Einblick in ihre Kiste der Erinnerungen. „Wir wissen noch, dass sich Markus und Anke eines Tages bei uns zu der Idee, eine Tanzschule in Göttingen zu übernehmen, erkundigt haben.“



Tanzsportteam Göttingen: neue Kleider

Das Tanzsportteam startet mit seiner neuen Choreografie „Happy together“ in neuen Kleidern erfolgreich durch Zur Galerie
Das Tanzsportteam startet mit seiner neuen Choreografie „Happy together“ in neuen Kleidern erfolgreich durch ©

Bereits seit 2001 werden die Tanzkleider für die Göttinger Formation im Hause Hsu angefertigt: „Der Entwurf wird gemeinsam besprochen und es wird ein Musterkleid komplett fertig gestellt“, erzählt Edda Hsu. „Die restlichen Kleider werden von den Tänzerinnen dann durch Fleiß und Einsatz mit Strass selbst fertig beklebt.“

Tanzkleider-Paradies

Aber der Reihe nach: Mit dem ersten Entwurf im Gepäck reist – wie auch in diesem Jahr im August – Cheftrainer Markus Zimmermann mit drei Tänzerinnen aus dem Team zu Edda Hsu nach Delmenhorst. „Rein kommt man über einen Flur in Eddas Atelier – oder sollte man besser sagen Näh- und Tanzkleider-Paradies“, fragt sich die Lynn Jessen aus dem Göttinger Meisterteam. „Die eine Wand ist voll mit Stoffen: Lycra, Satin oder Georgette in den unterschiedlichsten Farben“, sind die Göttinger Tänzerinnen vollkommen überwältigt. „Dort hängen auch die fertigen Kleider von Edda Hsu, durch die wir Mädels, wenn wir gerade nicht zum Maßnehmen gebraucht werden, ein bisschen stöbern dürfen“, ist Lynn Jessen überwältigt. „Edda selbst in eine umwerfend nette und taffe Frau, die für uns quasi alles möglich macht“, schwärmt die 25-jährige Medizinstudentin.

Kaum eine Woche später sind schon einige Tänzerinnen für die erste Anprobe da, weitere folgen etwa 14 Tage später. Das Grundgerüst steht, nur der Rock fehlt noch. Bis alles sitzt werden die jungen Damen begleitet von Edda Hsu, „die mit ihrer erfahrenen ruhigen Hand mit unserer Aufregung ob der neuen Kleider ganz gut umzugehen weiß“, fühlen sich die jungen Tänzerinnen um Teamsprecherin Sarah Günther gut aufgehoben. „Raus gekommen sind dann nach all der Arbeit unsere wunderschönen neuen pinken Kleider, mit denen wir im November Deutscher Meister in Hamburg geworden sind und ab 11. Januar 2020 den Bundesliga-Titel verteidigen wollen“, gibt sich Sannah Burkhardt in ihrer zweiten Haut schon wieder recht angriffslustig.

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Von Ferdinand Jacksch

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