22. November 2021 / 13:00 Uhr

Edeljoker Riesel! SG Wentorf-S./Schönberg bezwingt SV Steinhorst/Labenz im Abstiegsderby

Edeljoker Riesel! SG Wentorf-S./Schönberg bezwingt SV Steinhorst/Labenz im Abstiegsderby

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Niclas Riesel von der SG Wentorf-S./Schönberg spielte am Sonntag nur 20 Minuten, traf gegen den SV Steinhorst/Labenz aber doppelt.
Niclas Riesel von der SG Wentorf-S./Schönberg spielte am Sonntag nur 20 Minuten, traf gegen den SV Steinhorst/Labenz aber doppelt. © SG Wentorf-S./Schönberg
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Für Wentorf sind es drei extrem wichtige Punkte gegen den Tabellenletzten aus Steinhorst. Während die FSG Südstormarn ihren vierten Sieg in Serie feiert, geht es für die S.I.G. Elmenhorst weiter bergab. Drei Kopfballtore vom VfR Todendorf, doch Ole Machnik rettet dem TSV Berkenthin das Unentschieden. Der TSV Trittau lässt gegen den SSC Hagen Ahrensburg II überhaupt nichts anbrennen.

SV Steinhorst/Labenz geht gegen SG Wentorf-S./Schönberg erst spät k.o.

SG Wentorf-S./Schönberg - SV Steinhorst/Labenz 4:1

Drei echte Big Points konnte die SG Wentorf-S./Schönberg am Sonntag in der Kreisliga Süd einfahren. Im absoluten Kellerduell gegen den SV Steinhorst/Labenz feierte die Truppe von Christian Hinze einen 4:1-Heimsieg. Die Gäste, die nur zwei Ersatzspieler aufbieten konnten, gingen zunächst nach elf Minuten per Kopfball von Nick Meier in Führung. Auf der Gegenseite verpasste Lucas Molter nach starker Einzelaktion nur knapp. In der 40. Minute klingelte es dann erstmalig im Kasten des SVSL, als Philipp Seidler einen strammen Schuss aus rund 20 Metern flach ins Netz setzte. In einer Phase, in der Steinhorst eigentlich mehr vom Spiel hatte, schlug die SG in Person von Lennart Krüger (69.) eiskalt zu. Sein abgefälschter Freistoß landete im Tor. Wenige Augenblicke zückte Hinze mit Stürmer Niclas Riesel einen echten Joker. Nachdem Jérome Stärker mit einem Kopfball an Gästegoalie Yannick Allner scheiterte (82.), knipste Riesel gleich zwei Mal und sorgte mit seinen Toren in der 87. und 92. Minute für die Entscheidung. Durch diesen wichtigen Erfolg springt Wentorf auf Platz Acht und hat nun zehn Punkte, vier mehr als Steinhorst/Labenz, das weiterhin Schlusslicht bleibt.

Christian Hinze (Wentorf): "Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung holen wir drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt."

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Henrik Wöhl (Steinhorst): "Wir zeigten in der ersten Halbzeit eine engagierte Leistung. Wir gingen in Führung und bekamen nach einer starken Druckphase den Ausgleich kurz vor der Pause. Für uns natürlich ein unglücklicher Zeitpunkt, wie auch das 2:1 für die Wentorfer durch einen abgefälschten Freistoß. Wir konnten spielerisch danach nochmal Akzente setzen, wurden dann aber mit erhöhtem Risiko ausgekontert. Wir verlieren verdient, aber definitiv zu hoch."

S.I.G. Elmenhorst muss den Blick allmählich nach unten richten

FSG Südstormarn - S.I.G. Elmenhorst 3:0

Die FSG Südstormarn bleibt nach einem souveränen Heimdreier gegen Elmenhorst weiterhin auf Tabellenplatz Drei. Die S.I.G. muss die dritte Niederlage hintereinander verkraften und steht in dieser engen Liga jetzt nur noch vier Punkte vor einem Abstiegsplatz. Ein Traumtor von Thorben Richter nach genau einer halben Stunde brachte die FSG in Lütjensee nach vorne. Das Heimteam hätte vor der Halbzeit durchaus schon für klare Verhältnisse sorgen können. Obwohl Elmenhorst etwas besser in die Spur fand, waren konkrete Torchancen doch Mangelware. Kam doch mal was durch, war Torhüter Markus Stralla auf dem Posten. Als die Gäste hinten aufmachten und ihre Defensivbemühungen at acta legten, sorgten der eingewechselte Dennis Ziercke (80.) und Fabian Kagens nur eine Minute später für die Entscheidung.


Martin Krüger (Südstormarn): "Unspektakulärer, aber souveräner Auftritt von uns. Das 1:0 von Thorben war aus der Kategorie Traumtor. Danach haben wir noch einige Möglichkeiten, die Führung vor der Halbzeit auszubauen, spielen es aber nicht gut zu Ende. In einer recht ereignisarmen zweiten Halbzeit kommt Elmenhorst zwar besser ins Spiel, allerdings ohne richtig zwingend zu werden. Über 90 Minuten haben wir bis auf einen abgefälschten Distanzschuss, den Markus Stralla klasse hält, wenig zugelassen. Unser Doppelpack durch Dennis und Fabian hat dann den Sack zugemacht. Danke auch an das heute sehr gute Schirigespann."

Bernd Reinke (Elmenhorst): "Bei einem 3:0 muss ein Trainer nichts beschönigen. Das Spiel fing eher vorsichtig an. Gute Ansätze beidseitig, aber nichts klares. Ein Sonntagsschuss am Sonntag belohnte dann die Südstormarner für eine sehr abgezockte Leistung. Obwohl wir mit ein wenig Glück in der Folgezeit sicherlich den Ausgleich hätten erzielen können. Aber bei zwei guten Abschlüssen parierte der Torwart sehr gut. Südstormarn wartete ab, bis wir halt unser Spiel öffneten. Mit zwei Kontern wurde dann auf 3:0 gestellt. Relativ humorlos, eben effektiv. Ein Sieg, der so in Ordnung geht. Dennoch waren wir nicht drei Tore schlechter."

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Ole Machnik trifft in der Nachspielzeit zum 4:4

TSV Berkenthin - VfR Todendorf 4:4

Ein starkes Comeback der Berkenthiner an der heimischen Bahnhofstraße! Dem Vierten aus Todendorf konnte man ein Unentschieden abknüpfen. Doch der Reihe nach: Gerade mal sieben Minuten waren um, da musste Todendorfs Keeper Leon Wulf schon verletzt raus und wurde durch Alexander Völtzer ersetzt. Nach Vorlage von Spielertrainer Mirco Trautmann erzielte Kevin Fellner (20.) das 1:0. Wenig später hielt TSV-Torwart Johannes Rohrbacher einen Strafstoß. Unmittelbar vor dem Halbzeitgetränk köpfte Matthias Möller einen Ball zum 1:1 ins Netz. Nachdem Trautmann eine gute Chance ausließ, drehte der VfR mit zwei weiteren Kopfballtreffern von Maximilian Mennicke (54.) und Pascal Moses (57.) auf. Doch der TSV steckte niemals auf, kam durch Johannes Kollenbrandt, der per Elfmeter-Nachschuss traf (71.), zum 2:3. Groß war die Freude bei Berkenthin, denn nicht mal eine Minute nach dem 2:3 gelang Sturmtank Ole Machnik das 3:3. Als Christoph Möller (89.) Todendorf abermals in Führung brachte, roch es ganz stark nach Auswärtssieg für den VfR, doch in der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte wieder Ole Machnik für das umjubelte 4:4. Ein gefühlter Sieg des TSV nach tollem Comeback. Berkenthin bleibt mit neun Punkten Neunter, ist mit dem SSV Großensee, der direkt dahinter steht, punktgleich. Todendorf steht immer noch auf Rang Vier.

Nico Gamon (Berkenthin): "In einem umkämpften und intensiven Kreisligaspiel holen wir einen verdienten Punkt. Wir gehen in der ersten Hälfte nach einem guten Umschaltspiel durch Fellner in Führung, kassieren jedoch in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer. In der zweiten Hälfte spielten beide Mannschaften mit offenem Visier und wollten jeweils den Sieg. Als alle schon glaubten, dass der VfR Todendorf den Platz als Sieger verlässt, erzielt Machnik in der Schlussminute den umjubelten Ausgleich. Die Mannschaft hat heute eine tolle Moral bewiesen und ist trotz zweimaligem Rückstand zurückgekommen. Sie haben immer an sich geglaubt. Ein großes Lob an die Jungs."

Sebastian Olk (Todendorf): "Gegen eine kämpferisch starke Heimmannschaft entwickelte sich schnell eine Partie auf überschaubarem Niveau. Nach einem Konter gelang dem TSV die Führung, die wir aber direkt vor der Pause durch einen Kopfball von Matthias Möller ausgleichen konnten. Wir starteten besser in die zweite Hälfte und konnten durch weitere Kopfbälle von Max Mennicke und Pascal Moses in Führung gehen. Danach fühlten wir uns zu sicher, doch durch Einwechselungen ging leider die notwendige Stabilität bei uns in der Defensive verloren. Dies nutzte Berkenthin und glich durch einen Doppelschlag aus. Als sich alle schon mit dem 3:3 abgefunden hatten, traf Christoph Möller mit einem starken Schuss zu unserer erneuten Führung. Die Freude währte aber nur kurz, da Berkenthin sich nicht aufgab und erneut in der Nachspielzeit ausgleichen konnte. Letztendlich geht das Unentschieden leider in Ordnung, das Spiel hatte keinen Sieger verdient."

Starker TSV Trittau gewinnt "nur" 3:0 gegen SSC Hagen Ahrensburg II

TSV Trittau - SSC Hagen Ahrensburg II 3:0

Einmal mehr ein sehr dominanter Auftritt des TSV Trittau, der beweist, dass das Team eigentlich zu stark für die Kreisliga ist. Wäre da nicht die empfindliche Niederlage gegen den Ratzeburger SV (2:3) gewesen, der ähnlich stark auftritt und Stand jetzt die besseren Chancen auf den Aufstieg hat. Auf dem Kunstrasenplatz an der Großenseer Straße war die Elf von Matthias Räck über die gesamte Distanz klar tonangebend. Am Ende hätte sich der SSC Hagen über eine noch höhere Auswärtsniederlage mit Sicherheit nicht beschweren dürfen. Für den TSV schlossen Max Johnsen (23.), Niklas Sondershausen (58.) sowie Tim Kenning (65.) erfolgreich ab. Für die Ahrensburger läuft es derzeit nicht wirklich rund, was auch an der schwierigen Personallage liegt. Vier der letzten fünf Partien gingen verloren, sodass man sich - wie auch die S.I.G. Elmenhorst - eher nach unten als nach oben orientieren sollte. Zwischen Platz Fünf und dem letzten Rang liegen momentan gerade einmal sieben Punkte. In der Kreisliga Süd, die total von Ratzeburg und Trittau dominiert wird, ist weiterhin alles offen, was die Abstiegszone angeht.

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Michal Ratajczak (Ahrensburg): "Leider war heute für uns nichts zu holen gegen Trittau. Aktuell haben wir zu große Ausfälle, die wir nicht kompensieren können. Trittau hat heute völlig verdient gewonnen. Die Höhe ist auch völlig in Ordnung und hätte sogar noch höher ausfallen können. Wir hatten in der gesamten Spielzeit nicht eine Torchance, da wir zu einfache und zu schnelle Ballverluste hatten. Glückwunsch an Trittau."

Die besten Torschützen der Kreisliga Süd:

1.Darijo Kramer (TSV Trittau): 10
2. Robin Waidikat (S.I.G. Elmenhorst): 9
3. Matthias Möller (VfR Todendorf): 8

Die Paarungen am kommenden Wochenende:

Samstag, 27. November:

TSV Gudow - SSV Großensee (14.00 Uhr)

Sonntag, 28. November:

FSG Südstormarn - VfR Todendorf (14.00 Uhr)
S.I.G. Elmenhorst - Ratzeburger SV (14.00 Uhr)