02. Februar 2020 / 18:02 Uhr

Schwere Vorwürfe im Transfer-Streit um Edinson Cavani: Atlético-Präsident spricht von "Schande"

Schwere Vorwürfe im Transfer-Streit um Edinson Cavani: Atlético-Präsident spricht von "Schande"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Edinson Cavani sollte eigentlich in diesem Winter von Paris Saint-Germain zu Atlético Madrid wechseln. Doch der Transfer kam nicht zustande.
Edinson Cavani sollte eigentlich in diesem Winter von Paris Saint-Germain zu Atlético Madrid wechseln. Doch der Transfer kam nicht zustande. © imago images/Le Pictorium
Anzeige

Nach dem geplatzten Transfer von Edinson Cavani zu Atlético Madrid hagelt es gegenseitige Schuldzuweisungen. Atlético-Präsident Enrique Cerezo attackiert Cavani-Berater und Bruder Walter Guglielmone, der seinerseits über den Klubchef herzieht.

Anzeige
Anzeige

Der Transfer galt von Vereinsseite bereits als beschlossen - doch Edinson Cavani tauschte Frankreich am Ende des Deadline Day doch nicht gegen Spanien ein. Statt wie erwartet von Paris Saint-Germain zu Atlético Madrid zu wechseln, blieb der Stürmerstar bei PSG, spielte sogar beim klaren 5:0-Erfolg gegen HSC Montpellier am Samstag. Ausgestanden ist der gescheiterte Wechsel damit allerdings noch nicht - jetzt hagelt es gegenseitige Schuldzuweisungen mit schweren Vorwürfen von beiden Seiten.

Mehr vom SPORTBUZZER

In einem TV-Interview mit Movistar Plus eröffnete Enrique Cerezo den Streit um die Deutungshoheit des geplanten und dann spektakulär in den Sand gesetzten Transfers des 32-jährigen Stürmerstars, dessen Vertrag in Paris noch bis Saisonende läuft. Der Präsident von Atlético attackierte nicht etwa PSG (denn mit den Franzosen gab es wohl eine Einigung), sondern das direkte Umfeld von Cavani selbst. "Es ist eine Schande", zeterte der 71-Jährige und verwies nebulös auf "die Situation einiger Spieler mit ihren Vertretern und Familienangehörigen".

Cavani-Bruder: "Wenn es ums Geld gegangen wäre, wäre er nach England gegangen"

Der Vorwurf, der dahinter steckt, ist dabei recht klar: Laut Cerezo hätte die Familie versucht, sich mit dem Wechsel Cavanis die Taschen voll zu machen. Cerezo: "Wir lassen uns davon nicht verlocken." Cavanis Berater, sein eigener Bruder Walter Guglielmone, habe im Rahmen der Verhandlungen plötzlich zusätzliche finanzielle Forderungen erhoben, die Atlético nicht erfüllen wollte - oder konnte. Der so getroffene meldete sich in einer Radio-Sendung zu Wort und lästerte über Klubboss Cerezo.

Diesen kenne er gar nicht, sagte Guglielmone bei Cadena Ser: "Ich habe ihn letzten Monat bei den Verhandlungen nicht gesehen und weiß nicht, welche Funktion er überhaupt hat." Seine Lesart: der Transfer sei an den Forderungen von PSG gescheitert, Cavani selbst wollte demnach unbedingt ins Wanda Metropolitano wechseln. Guglielmone: "Glauben Sie, dass Edi fast einen Monat nicht gespielt hat, damit ich den Wechsel wegen einer Provision platzen lasse und sein Traum, für Atlético zu spielen, nicht erfüllt wird? (...) Wenn es ums Geld gegangen wäre, wäre Edi nach England, zu Manchester United oder Chelsea, gegangen."

PSG und die Champions League: Chronologie des Scheiterns

Niemand scheitert in der Champions League so spektakulär wie PSG - das musste auch Thomas Tuchel schmerzlich erfahren. Zur Galerie
Niemand scheitert in der Champions League so spektakulär wie PSG - das musste auch Thomas Tuchel schmerzlich erfahren. ©
Anzeige

Edinson Cavani: Sommer-Transfer zu Inter Miami?

Auch die Schwergewichte der Premier League waren am Stürmerstar interessiert, der am 14. Februar 33 Jahre alt wird. Cavani spielt seit 2013 für PSG und schoss in seinen 294 Spielen für die Franzosen bisher überragende 198 Tore. Zuvor war er für Palermo und den SSC Neapel aktiv. Für einen dann ablösefreien Sommertransfer wird Cavani bei der neuen MLS-Franchise Inter Miami von Eigentümer David Beckham gehandelt, der früher selbst für PSG aktiv war.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Tipp: In der werbefreien und kostenlosen App UFFL News zu Deinem Fußballverein lesen und schreiben.

Anzeige
Sport aus aller Welt