01. Mai 2020 / 17:31 Uhr

Wasbüttels Fröhlich wäre fast eSport-Profi beim VfL Wolfsburg geworden

Wasbüttels Fröhlich wäre fast eSport-Profi beim VfL Wolfsburg geworden

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hatte die Chance, eSport-Profi beim VfL Wolfsburg zu werden: Philipp Fröhlich vom MTV Wasbüttel.
Hatte die Chance, eSport-Profi beim VfL Wolfsburg zu werden: Philipp Fröhlich vom MTV Wasbüttel. © VfL Wolfsburg E-Sport.
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Die Teilnehmer der eFootball-Finalrunde im Kreis Gifhorn zeichnen sich ab, der MTV Wasbüttel und die JSG Gifhorn Nord hoffen noch auf den Sprung auf Rang zwei. In Wolfsburg steht das Halbfinale an - der Sieger darf gegen einen eSport-Profi des VfL Wolfsburg ran. Philipp Fröhlich vom MTV Wasbüttel wäre das fast geworden.

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Der Sieger der eFootball-League im Kreis Wolfsburg darf gegen einen eSport-Profi des VfL Wolfsburg an der Konsole antreten. Philipp Fröhlich vom MTV Wasbüttel wäre beinahe selbst in die E-Academy des Fußball-Bundesligisten aufgenommen worden. Talente konnten über ein Qulifikationsturnier an einem Event der Wolfsburger teilnehmen - einer von ihnen war Fröhlich.

Er schloss die Gruppe als Fünfter ab, nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz scheiterte er am Einzug in die nächste Runde. "Hätte ich gewusst, wobei es da wirklich geht, dann hätte ich auch ein bisschen ernster gespielt. Ich sage nicht, dass ich Profi geworden wäre, aber nicht viele haben diese Chance", sagt Fröhlich. Der heutige VfL-Profi Benedikt "Bene-CR7x" Bauer und E-Academy-Spieler Riad Fazlija wurden nach dem Turnier von den Wolfsburgern verpflichtet.

Drei Spieltage stehen noch in Gifhorn an

Drei Spieltage stehen in der eFootball-Kreisliga Gifhorn noch an, bevor es in die Finalrunde geht. Kreismeister 1. FC Wedelheine führt die Tabelle der Gruppe A an, der vorherige Titelträger VfR Wilsche/Neubokel belegt den anderen Qualifikationsplatz. In der Gruppe B scheint der VfL Rötgesbüttel als klarer Gruppensieger festzustehen, dahinter kämpfen die JSG Gifhorn Nord, Wasbüttel und der VfL Knesebeck darum, den FC Brome noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen.

Die Chancen für Wasbüttel stehen gut, gegen Brome holten Fröhlich und Kevin Loos ein Remis, gegen Rötgesbüttel konnte das Duo bei der 3:9-Niederlage zumindest ein paar Punkte auf der Habenseite verbuchen. Das Turnier waren Fröhlich und Loos von Beginn an locker angegangen. "Wir hatten gar kein richtiges Ziel, sondern haben einfach angefangen und wollten gucken, wie gut wir mithalten können", sagt Fröhlich. Vom zweiten bis zum vierten Spieltag blieben Fröhlich und Loos die direkten Verfolger von Rötgesbüttel, die Duelle gegen die wohl stärksten Konkurrenten hat das MTV-Duo bereits hinter sich.

Für den 24 Jahre alten Fröhlich und seinen Teamkollegen steht der Spaß bei der eFootball-Kreisliga Gifhorn im Vordergrund. Anfangs wollte Fröhlich sich ausschließlich auf sein eigenes Spiel fokussieren, im Laufe des Turniers hat er sich aber auch während der Duelle mit den Gegenspielern in sogenannten Partys - das sind Chat-Räume, in denen die Teilnehmer über Sprach- oder Textnachrichten kommunizieren können - unterhalten. "Wir machen da Scherze, gönnen dem Gegner auch mal ein Tor oder ärgern uns gegenseitig. Sich mit den Leuten zu unterhalten und auch mal Späße zu machen, darum geht es ja auch irgendwo", sagt Fröhlich.

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Drittes Aufeinandertreffen: Fischer Favorit gegen Rücker

In Wolfsburg geht die eFootball-League auf die Zielgerade zu. Topspieler Carlo Fischer hatte im Viertelfinale gegen Mazlum Tantik vom SC Rot-Weiß Wolfsburg beim 2:0-Gesamtsieg mehr Probleme als erwartet. Auf ein 3:0 folgte ein 1:1 - da Unentschieden nicht in die Wertung eingehen und ein Spieler zwei Siege für den Einzug in die nächste Runde benötigt, musste eine weitere Partie her. Der Spieler vom VfB Fallersleben setzte sich mit 1:0 durch und trifft im Halbfinale auf DJK Wolfsburgs Christopher Rücker.

Fischer kennt Rücker bereits aus dem Ligamodus. In der Gruppenphase gelangen ihm zwei Siege (6:1, 2:1). "Ich weiß jetzt ja, wie er spielt, mit viel Pressing. Gegen solche Leute spiele ich immer ungern. Ich habe zweimal gegen ihn gewonnen und kann somit selbstbewusst an die Sache rangehen, dass ich es wieder schaffen könnte", sagt Fischer.

eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg

eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg Zur Galerie
eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg © Boris Baschin

Fischer hofft auf erneutes Duell mit "SaLz0r" und der E-Academy

Im zweiten Halbfinale trifft Cihancan Kocak (Vatan Sport), Sieger der Gruppe A, auf Lennard Schmidt vom SSV Vorsfelde. Schmidt entschied das erste K.o.-Duell gegen Oguz Sözen mit 3:1 und 5:2 für sich. Vor Halbfinalgegner Kocak, der am letzten Tag der Liga alle fünf ausbleibenden Partien gewann und sich somit an die Tabellenspitze vorschob, ist er gewarnt. "Ich habe mir seine Ergebnisse angesehen und auch ein paar Spiele. Ich muss sagen, das wird auf jede Fall noch mal etwas anderes", sagt Schmidt.

Gegen Kocak schätzt Schmidt seine Chancen gut ein, in einem möglichen Finale hofft er auf ein Wiedersehen mit Rücker. "Gegen ihn habe ich in der Gruppenphase beide Spiele gewonnen, aber wenn Carlo ins Finale kommt, dann sehe ich nicht so gute Chancen", sagt Schmidt. Der Turniersieger trifft in einem "Beat the Pro" auf einen eSport-Profi des VfL Wolfsburg, für Schmidt ist dies ein zusätzlicher Ansporn und "sehr schmackhaft".

Auch Fischer hofft dabei auf ein erneutes Duell mit dem Wolfsburger Profi Benedikt "SaLz0r" Saltzer: "Ich habe schon einmal gegen Benedikt Saltzer beim Stadionfest und online bei Ultimate Team gespielt und gewonnen. Ich hoffe, dass ich noch einmal gegen ihn spielen werde, denn aller guten Dinge sind drei. Das spornt mich unheimlich an, dass ich das Turnier gewinne und die E-Academy dann vielleicht ein Auge auf mich wirft."