30. November 2020 / 14:12 Uhr

Rückkehrer Siep und Wolfsburgs eFootballer sind in der VBL das Team der Stunde

Rückkehrer Siep und Wolfsburgs eFootballer sind in der VBL das Team der Stunde

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Starke Serie: Nach Schwierigkeiten zum Saisonstart konnten Timo TimoX Siep und der VfL Wolfsburg zuletzt drei Siege in Folge einfahren.
Starke Serie: Nach Schwierigkeiten zum Saisonstart konnten Timo "TimoX" Siep und der VfL Wolfsburg zuletzt drei Siege in Folge einfahren. © FIFA 21 Screenshot/VfL Wolfsburg eFootball/WAZ Montage
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Die eFootballer des VfL Wolfsburg und Rückkehrer Timo "TimoX" Siep erwischten in der Virtual Bundesliga einen schwierigen Saisonstart. Mit zuletzt drei Siegen in Folge, darunter gegen Titelverteidiger Werder Bremen, hat sich das Team aber dennoch rasch zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten um die Meisterschaft entwickelt.

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Es läuft bei den eFootballern des VfL Wolfsburg in der Virtual Bundesliga: Das Trio Benedikt „SaLz0r“ Saltzer, Benedikt „BeneCR7x“ Bauer und Timo „TimoX“ Siep hat gerade einen Lauf in der deutschen FIFA-21-Meisterschaft. Zuletzt gab es zwei 7:1-Siege nach Punkten gegen den Hamburger SV und den amtierenden sowie zweifachen Meister Werder Bremen. „Es liegt daran, dass wir uns intensiver einspielen konnten“, sagt Siep, der vor Saisonbeginn vom Team B360 E-Sports zum VfL zurückgekehrt war. „Die Gegebenheiten in Wolfsburg sind für uns optimal und auch die Team-Chemie zwischen uns ist extrem gut.“

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Die Wolfsburger waren nicht wie erhofft in die Saison gestartet. Zum Auftakt reichte es für das VfL-Trio gegen Liga-Neuling Eintracht Braunschweig nur zu einem 4:4. Anschließend setzte es am ersten Doppel-Spieltag gar ein 1:7 gegen Bayer Leverkusen. „Die ersten Spieltage sind immer ein Herantasten, weil man zuvor nicht so oft gegen andere Profis spielt und auch noch nicht weiß, wie sie spielen“, begründet Siep den Stotter-Start.

Wiedersehen mit E-Academy-Spieler Fazlija

Am zweiten Doppel-Spieltag gab es das Wiedersehen mit Riad „H96_Riad“ Fazlija, der die Wolfsburger E-Academy verlassen und sich Liga-Konkurrent Hannover 96 angeschlossen hatte. Wolfsburg verlor erneut mit 1:7, sowohl im Einzel als auch im Zwei gegen Zwei hatte Siep das Nachsehen gegenüber seinem ehemaligen Schützling, der in Wolfsburgs E-Academy in Sieps Team gespielt hatte. „Es war eine lustige Geschichte, weil ich bei seinen ersten Karriere-Schritten dabei war. Er hat sich extrem weiterentwickelt“, sagt Siep.

Mit den Siegen gegen Borussia Mönchengladbach (5:2), den HSV und Bremen konnten die Wolfsburger Konsolen-Kicker zuletzt eine Serie starten, damit haben Siep und Co. gezeigt, dass es in dieser Saison zu mehr reichen kann als Rang fünf aus der Vorsaison. „Dass wir Meister werden wollen ist eine gewagte Aussage, aber es ist schon unser Ziel. Wir fahren nicht jede Woche nach Wolfsburg, um einfach nur mitzuspielen“, sagt Siep, der für die Spieltage von Köln aus nach Wolfsburg reist. „Mit den Punkten aus den vergangenen beiden Spieltagen haben wir schon ein kleines Zeichen gesetzt, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“

Schlüsselspieler Weghorst

Vor der Saison wurden die Mannschaften erstmals in zwei Divisionen eingeteilt, mit Bremen, Leverkusen, Mönchengladbach und Wolfsburg befinden sich vier der besten fünf Teams der Vorsaison in der Division Nord-West. „Wenn man sich unsere Division ansieht, die ist schon sehr stark“, sagt Siep, der mit dem neuen Modus nicht zufrieden ist. „Eigentlich müsste man gegen jeden spielen, um eine faire Tabelle zu haben.“

Mit FIFA 21 und dem implementierten 90er-Modus ist der VfL-Rückkehrer als „variabler und trickreicher Spieler“ mehr als zufrieden. „FIFA 21 liegt mir viel besser als FIFA 20, das war immer eine Defensiv-Schlacht. In FIFA 21 kann man mehr Tore schießen, das macht viel mehr Spaß“, sagt Siep. Das gelingt dem VfL-Rückkehrer reihenweise mit Wolfsburgs Top-Torjäger Wout Weghorst. „Er ist für mich der wichtigste Mann. Mit seiner Größe verwertet er drei von fünf Flanken, weil er mit seinen 1,97 Metern einfach so viel größer ist, als die meisten Verteidiger. Das ist schon fast unfair.“