07. November 2021 / 19:24 Uhr

Serdcevs schwarzer Sonntag: Arminias Torhüter patzt, Egestorf siegt im Derby

Serdcevs schwarzer Sonntag: Arminias Torhüter patzt, Egestorf siegt im Derby

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Arminias Keeper Vjaceslavs Serdcevs kommt nicht an den Ball, der Egestorfer Dominik Behnsen nutzt es aus und trifft zum 4:1.
Arminias Keeper Vjaceslavs Serdcevs kommt nicht an den Ball, der Egestorfer Dominik Behnsen nutzt es aus und trifft zum 4:1. © deisterpics/Stefan Zwing
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Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder hat das Oberliga-Derby gegen Arminia Hannover deutlich mit 5:1 für sich entschieden. Nach ausgeglichener erste Hälfte (1:1) patzte Vjaceslavs Serdcevs mehrfach, der Torhüter der Blauen erlebte an der Ammerke einen schwarzen Sonntag.

Für Vjaceslavs Serdcevs ist es eine Halbzeit lang ein ganz normales Oberligaspiel gewesen. Was dem Torwart des SV Arminia Hannover jedoch nach dem Seitenwechsel widerfuhr und zur 1:5 (1:1)-Niederlage beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder führte, wird er so schnell nicht vergessen.

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In den ersten 45 Minuten sahen die 250 Zuschauer, wie Jos Homeier auf Vorlage von Lennart Novotny das schnelle 1:0 für den Tabellenführer vom Deister erzielte (3. Minute). Luis Prior Bautista glich für den SVA aus (21.). Die Germanen hätten durch Homeier (24.) und Nick Bode (32.) wieder in Führung gehen können, doch auch die Hannoveraner hatten noch eine gute Möglichkeit, die Mohammed Salifou vergab (36.). Kurz vor der Pause setzte der Regen ein, der den Nachmittag für Serdcevs gründlich verhageln sollte.

Bilder vom Spiel der Oberliga zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und SV Arminia Hannover

Egestorfs Marvin Stieler (rechts) bedrängt den Arminen David Lucic. Zur Galerie
Egestorfs Marvin Stieler (rechts) bedrängt den Arminen David Lucic. ©

Das Pannenfestival des Arminia-Keepers fing in der 53. Minute an, als er einen Eckball von Novotny abfangen wollte, ihm der nasse Ball aber durch die Finger glitt und zum 2:1 für Egestorf im Netz landete. Keine 180 Sekunden später ließ Serdcevs einen Schuss von Jannik Oltrogge unglücklich nach vorne abprallen, Homeier bedankte sich mit dem 3:1. 

Das Schicksal kannte kein Erbarmen mit dem 21-jährigen Schlussmann der Arminia: Nach einer geklärten Flanke sprang Serdcevs in seinen Mitspieler Rafael Enrique Hotes und ließ den Ball fallen, der eingewechselte Dominik Behnsen musste nur noch einschieben, um das 4:1 für die Gastgeber zu erzielen (73.).

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Für Schlussmann Serdcevs kommt's noch dicker

„Der Torwart hat den Hattrick“ sangen die Egestorfer Fans schadenfroh. Es sollte noch dicker kommen für den lettischen Torhüter: Novotnys Schuss konnte Serdcevs nicht festmachen, von seinen Fingerspitzen landete das Spielgerät auf dem Kopf von Nikos Elfert, der den Endstand besorgte (89.).

„Unser Torwart ist eine gefestigte Persönlichkeit, der zuletzt gut gehalten hat. Das schüttelt er ab“, sagte Arminias Vorstandsvorsitzender Frank Willig, der den Egestorfern zum verdienten Sieg gratulierte. „Wir wussten, dass es hier schwer wird. Motiviert gingen wir in die zweite Halbzeit, bis Slava leider danebengriff. Dann ist uns das Spiel entglitten“, sagte Willig.

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Egestorfs Coach Paul Nieber sprach ebenso von einem verdienten Dreier seiner Mannschaft. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Nach den zwei schnellen Toren in der zweiten Hälfte war das Spiel fast entschieden“, sagte er. Am Ende hätte seine Elf noch mehr Treffer erzielen können, wenn sie etwas konzentrierter agiert hätte.

So blieb die Szene, als Schiedsrichter Daniel Piotrowski in der 13. Minute behandelt werden musste, nachdem ihn ein Ball im Gesicht getroffen hatte, nur ein Randaspekt. Denn seine blutige Nase war nichts gegen die, die sich Vjaceslavs Serdcevs am Sonntag holte.

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