16. Februar 2020 / 19:09 Uhr

Utku Kani trifft bei siegreichem Debüt für Egestorf - Schöttelndreier hält Elfmeter

Utku Kani trifft bei siegreichem Debüt für Egestorf - Schöttelndreier hält Elfmeter

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Egestorfs Torhüter Ole Schöttelndreier lenkt den Elfmeter von Bersenbrücks Aloi Santiago um den linken Pfosten.
Egestorfs Torhüter Ole Schöttelndreier lenkt den Elfmeter von Bersenbrücks Aloi Santiago um den linken Pfosten. © deisterpics/Stefan Zwing
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Es läuft beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder: Gegen den TuS Bersenbrück gab es einen überzeugenden 3:0-Heimsieg. Marko Ilic und Neuzugang Utku Kani haben neben Keeper Ole Schöttelndreier, der einen Strafstoß gehalten hat, den größten Anteil am Egestorfer Sieg.

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Selbst beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder kann zurzeit nicht alles klappen. Aus sportlicher Sicht läuft es weiterhin sehr gut – das 3:0 (2:0) gegen den TuS Bersenbrück war der elfte Sieg aus den vergangenen 13 Oberligapartien, in denen die Deisterstädter ungeschlagen blieben.

Über eine Sache mussten sich die 100 Zuschauer aber wundern: Auf die Bratwurst zum Fußball mussten sie verzichten. Die Grillhütte an der Ammerke musste aufgrund von Sturmschäden und dem neuerlichen heftigen Wind geschlossen bleiben. Stattdessen gab es Bockwurst – ein schwacher Trost, war von vielen Fans zu hören.

Anstatt Bratwurst gab es Bockwurst beim Heimspiel der Egestorfer.
Anstatt Bratwurst gab es Bockwurst beim Heimspiel der Egestorfer. ©
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Egestorf ließ nach 30 Minuten nach

Der Torhunger ihrer Mannschaft war mehr als nur eine Entschädigung. In der ersten Viertelstunde verpassten Dominik Behnsen und Lennart Novotny noch die Führung, dann ging es Schlag auf Schlag. Marko Ilic setzte sich auf der rechten Seite mit einem feinen Trick durch, seine Hereingabe köpfte Zeki Dösemeci zum 1:0 ein (17.). Keine drei Zeigerumdrehungen später krönte Ilic seine starke Leistung als offensiver Flügelspieler mit dem 2:0.

„Die ersten 30 Minuten haben mir gut gefallen, dann haben wir bis zur Halbzeit aber den Zugriff verloren“, sagte Egestorfs Trainer Paul Nieber. Das galt in der 40. Minute aber nicht für Dösemeci – unglücklicherweise für die Germania. Der Innenverteidiger hielt den Bersenbrücker Mark Flottemesch im Strafraum mit beiden Armen davon ab, hochzusteigen. Den fälligen Strafstoß von Santiago Aloi parierte Ole Schöttelndreier aber stark, indem er nach links unten abtauchte. „Das Tor für die Gäste wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen“, gab Nieber zu.

Behnsen wurde kurz vor der Pause noch schön in die Tiefe geschickt, scheiterte aber im Eins-gegen-eins an TuS-Keeper Niklas Groß.

Bilder vom Spiel der Oberliga Niedersachsen zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und TuS Bersenbrück

Egestorfs Tigrinho (rechts) will dem Bersenbrücker Santiago Aloi den Ball abluchsen. Zur Galerie
Egestorfs Tigrinho (rechts) will dem Bersenbrücker Santiago Aloi den Ball abluchsen. ©
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"Drittes Tor hätten wir früher machen können"

In Hälfte zwei war der Auftritt der Deisterstädter wieder mehr nach dem Gefallen ihres Trainers. Die besseren Chancen hatten zunächst aber die Bersenbrücker, die sich auf dem Weg nach vorn nun mehr bemühten. Malik Urner setzte den Ball nach einer Ecke nur Zentimeter neben das Tor (46.). Schöttelndreier musste zwei weitere Male sein ganzes Können aufbieten, um den Anschlusstreffer zu verhindern (58., 67.). Für die endgültige Entscheidung sorgte der eingewechselte Utku Kani. Der vom TSV Havelse verpflichtete Stürmer traf gleich in seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Egestorfer zum 3:0, die Vorlage kam von Joshua Siegert (88.).

„Das dritte Tor hätten wir früher machen können“, sagte Nieber, der beiden Mannschaften schon nach 30 Minuten angesehen hatte, dass die Kräfte auf dem tiefen Boden anfingen nachzulassen. „Ich bin aber zufrieden. Insbesondere darüber, dass die Null bei uns stand, das gelingt nicht so häufig.“