17. August 2019 / 19:58 Uhr

Egestorf/Langreder gibt 3:0-Führung noch aus der Hand: "Habe ganz schön gelitten"

Egestorf/Langreder gibt 3:0-Führung noch aus der Hand: "Habe ganz schön gelitten"

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Germanias Gean Rodrigo Baumgratz (vorne) wird von Gifhorns Arne Jaeger gestoppt.
Gean Rodrigo Baumgratz (vorne) traf doppelt gegen den MTV Gifhorn. © deisterpics/Stefan Zwing
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Das gibt´s doch nicht, werden sich Spieler und Anhänger des 1. FC Germania Egestorf/Langreder gedacht haben. Denn die Mannschaft von Trainer Paul Nieber konnte die souveräne 3:0-Führung gegen den MTV Gifhorn nicht über die Zeit bringen.

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Alle Spieler des 1. FC Germania Egestorf/Langreder schlichen am Ende bedrückt vom Feld. Am geknicktesten war allerdings Lorenzo Paldino. Der Angreifer hatte zehn Minuten vor dem Ende des Spiels gegen den MTV Gifhorn die Riesenchance zum 4:1, drosch den Ball völlig freistehend vor dem Tor aber weit über die Latte. Statt der deutlichen Führung mussten sich die Egestorfer im ersten Heimspiel der Oberligasaison mit einem 3:3 (2:0) begnügen – und das trotz einer zwischenzeitlich souveränen 3:0-Führung.

Somit wurde es nichts mit der Wiedergutmachung, die Trainer Paul Nieber nach dem 0:4 in Hildesheim vor einer Woche gefordert hatte. 45 Minuten lief allerdings noch alles nach Plan. Auch Torben Engelking, der in der vergangenen Saison noch für die Germania auf dem Flügel stürmte und nun beim TSV Havelse kickt, war zufrieden, was die alten Kollegen zeigten. Niebers Mannschaft ging aggressiv und entschlossen in die Zweikämpfe, spielte zielstrebig nach vorne und vergaß dabei auch nicht das Toreschießen.

Die Bilder zum Spiel 1. FC Germania Egestorf/Langreder gegen MTV Gifhorn

Germanias Christopher Kowohl (rechts) grätscht gegen Marius Martinowski. Zur Galerie
Germanias Christopher Kowohl (rechts) grätscht gegen Marius Martinowski. ©
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3:0 nach 60 Minuten

Nachdem Jos Homeier ungestüm im Gifhorner Strafraum von Fabian Schröder zu Fall gebracht wurde, sorgte Marvin Stieler per Elfmeter für die Führung (14. Minute). Der 1. FC blieb das spielbestimmende Team und ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Nachdem Jannik Oltrogge über den Ball getreten hatte, stand Malte Leese frei vor Ole Schöttelndreier, setzte seinen Schuss aber knapp neben das Tor (37.). Nach einer präzisen Flanke von Lennart Novotny von der linken Grundlinie setzte Tigrinho zum Flugkopfball an und traf zum 2:0 (42.). Der Brasilianer sorgte auch für das vermeintlich beruhigende 3:0. Ihm fiel der Ball an der Strafraumgrenze vor die Füße, er zögerte nicht lange und schoss ein (60.).

Doch die Freude war verfrüht. Denn nach dem fast aus heiterem Himmel entstandenen 1:3 des MTV durch Marc Upmann (70.) „haben wir den Faden verloren“, sagte Nieber. „Es darf nicht sein, dass bei uns die Köpfe runter gehen“, meinte Paldino. Schon in der 75. Minute hätten die Gifhorner verkürzen können, doch Jovan Hoffart traf freistehend nur die Latte (75.). Fünf Minuten später hatte Paldino seinen Moment: Er wurde in der Mitte prima von Novotny in Szene gesetzt, doch der Schuss ging nicht rein. „Das war die entscheidende Aktion, der Sack wäre mit dem Tor zu gewesen“, sagte er. „Die Szene wird mich einige Nächte in meinen Träumen verfolgen“, befürchtete der 19-Jährige.

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"Schlimmer als letztes Wochenende"

Immerhin stand es zu diesem Zeitpunkt noch 3:1 und die Germania hätte den Vorsprung sicher nach Hause bringen können. Tat sie aber nicht. Seth Anson sprang der Ball unglücklich im Strafraum an die Hand, Elvir Zverotic verwandelte (83.). Nur zwei Minuten später segelte ein Ball vom linken Flügel in den Egestorfer Strafraum und Malte Leese schoss zum Ausgleich ein. Nieber stand regungslos an der Seitenlinie, die 120 Zuschauer waren ebenso bedient.

Somit war beim Coach die Freude über 60 richtig starke Minuten auch dahin. „Das ist ja schlimmer als letztes Wochenende“, sagte er und erinnerte an das 0:4. Auch Engelking konnte es kaum fassen: „Ich habe ganz schön gelitten. Solche Abwehrfehler dürfen nicht passieren.“

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