13. Oktober 2020 / 19:25 Uhr

Ziel Achtelfinale: Egestorfer müssen zweimal binnen fünf Tagen gegen Gifhorn ran

Ziel Achtelfinale: Egestorfer müssen zweimal binnen fünf Tagen gegen Gifhorn ran

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zwei Duelle binnen fünf Tagen gegen MTV Gifhorn: Schafft der 1. FC Germania Egestorf/Langreder den Einzug ins Achtelfinale des Niedersachsenpokals?
Zwei Duelle binnen fünf Tagen gegen MTV Gifhorn: Schafft der 1. FC Germania Egestorf/Langreder den Einzug ins Achtelfinale des Niedersachsenpokals? © Michael Plümer
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Das Ticket für das Achtelfinale im Niedersachsenpokal will der 1. FC Germania Egestorf/Langreder am Mittwoch beim MTV Gifhorn lösen. Bei fünf Siegen in diesem Wettbewerb geht es im DFB-Pokal weiter – und dieses Kunststück ist den Egestorfern bereits in der Saison 2015/16 gelungen.

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Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder ist am Mittwochabend (19.30 Uhr) beim Oberligakonkurrenten MTV Gifhorn zu Gast und möchte mit einem Sieg das Achtelfinale im NFV-Pokal klarmachen. Mit fünf Siegen in diesem Wettbewerb ist die Teilnahme am DFB-Pokal 2021/2022 gesichert. Und dieses Kunststück ist den Egestorfern bereits in der Saison 2015/2016 gelungen, als sie nacheinander den TSV Havelse, SV Meppen und VfL Osnabrück ausschalteten. Das Endspiel gegen die SV Drochtersen/Assel ging zwar verloren, doch vor fünf Jahren qualifizierten sich noch beide Finalisten für den DFB-Pokal, wo der Bundesligist TSG Hoffenheim für die Germanen beim 0:6 in der 1. Runde viel zu stark war.

Letzte Saison in 1. Runde raus

Zurück in die Gegenwart: Die Egestorfer sind häufig als Aufstiegsfavorit für die Regionalliga genannt worden, was sie folgerichtig auch zum Anwärter Nummer eins auf den Pokalsieg in der Amateurrunde macht, in der die Oberligisten die klassenhöchsten Mannschaften sind. „Das wurde über uns letztes Jahr auch gesagt, und dann sind wir in Runde eins rausgeflogen“, erinnert Trainer Paul Nieber an das frühe Aus nach dem 0:1 beim Heeslinger SC im Juli 2019.

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Der Niedersachsenpokal ist in der vergangenen Spielzeit die Trumpfkarte der Gifhorner gewesen. Gegen den MTV Treubung Lüneburg, Lupo Martini Wolfsburg, MTV Wolfenbüttel und SC Spelle-Venhaus setzte sich der MTV immer im Elfmeterschießen durch und rückte bis ins Endspiel vor. Dort war die Fortune aufgebraucht, der MTV Eintracht Celle gewann das Finale mit 3:2.

"Der MTV besitzt die größere Erfahrung"

„Die Gifhorner haben bewiesen, dass sie in K.o.-Spielen über sich hinauswachsen können und haben jetzt auch den 2:1-Sieg in der Liga gegen Arminia Hannover im Rücken“, sagt der Coach der Deisterstädter. Eine Favoritenrolle will Nieber für das Duell nicht verteilen, „der MTV besitzt aber die größere Pokalerfahrung. Wir nehmen den Pokal sehr ernst und wollen weiterkommen."

Im Egestorfer Kader werden Jonas Lübke (Zerrung des Hüftbeugers), Jannik Oltrogge (Fußprellung), Tom Mehlberg (Mandelentzündung) sowie Jeremy Finsel (Erkältung) fehlen. Dafür kann Nieber wieder Dominik Behnsen und Lukas Novotny als Alternativen in den Kader berufen.

Letztes Aufeinandertreffen endete mit furioser Aufholjagd

„Viele Gifhorner spielen seit Jahren zusammen, sie sind sehr leidenschaftlich. Die Geschlossenheit und die Erfahrungswerte nach vielen Oberligapartien zeichnen sie aus“, sagt der Coach der Egestorfer weiter. Er erinnert auch an das 3:3 in der Liga beim letzten Aufeinandertreffen, als der MTV einen 0:3-Rückstand in den letzten 20 Minuten noch aufholte.

Im Pokalspiel am Mittwoch muss es einen Sieger geben - der Verlierer erhält bereits am Sonntag (15 Uhr) die Chance zur Revanche, wenn sich beide Mannschaften in der Oberliga an der Ammerke in Egestorf erneut gegenüberstehen.