22. November 2021 / 16:00 Uhr

„Ehle“ feiert starkes Saisondebüt bei Dynamo Dresden

„Ehle“ feiert starkes Saisondebüt bei Dynamo Dresden

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
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Mit großem Willen zum Ball unterwegs: Kevin Ehlers feierte ein erfolgreiches Comeback. © Lutz Hentschel/imago images
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Für sein gelungenes Comeback nach langer Verletzungspause erhält Innenverteidiger Kevin Ehlers viel Lob vom Trainer. Die Abwehrkette der Schwarz-Gelben findet mit dem Defensivtalent zurück zur Stabilität – ein wichtiger Schlüssel zum Sieg gegen Düsseldorf.

Dresden. Groß war die Erleichterung bei Dynamo Dresden am Sonntagnachmittag nach dem 1:0-Sieg im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Erstmals seit dem 3:0 gegen Werder Bremen acht Wochen zuvor mal wieder gewonnen, und dann auch noch ohne Gegentor. Grundstock dafür war eine stabile Defensive. Obwohl neuformiert, ließ die schwarz-gelbe Viererkette nur ganz wenige Schüsse der Rheinländer aufs Tor zu.

Vor allem in die Rückkehr von Innenverteidiger Kevin Ehlers hatte Trainer Alexander Schmidt große Hoffnungen gesetzt – die nicht einen Augenblick enttäuscht wurden. „Er hat hinten eine tolle Partie abgeliefert, uns Robustheit und Wucht gegeben. Das war sicherlich auch ein Faktor, der uns in letzter Zeit ein bisschen gefehlt hat“, hob der 53-jährige Chefcoach die starke Abwehrleistung seines jungen und hochtalentierten Schützlings hervor. „Ich traue ihm eine gute Karriere zu, wenn er so weitermacht.“

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Endlich wieder ein Sieg! Die SG Dynamo Dresden setzt sich mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf und kann sich etwas von den Abstiegsrängen absetzen. Zur Galerie
Endlich wieder ein Sieg! Die SG Dynamo Dresden setzt sich mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf und kann sich etwas von den Abstiegsrängen absetzen. ©

Auch das Zusammenspiel mit dem routinierten Nebenmann Michael Sollbauer wirkte harmonisch und Schmidt wusste nach Abpfiff zu berichten: „Sollbauer kam direkt zu mir und hat mir gesagt, dass er sich mit Ehlers gut gefühlt hat. Die Beiden haben super gespielt.“ Und das, obwohl sie erstmals gemeinsam ein Pflichtspiel absolvierten. Denn als der 31-jährige Österreicher Anfang Juli vom FC Barnsley an die Elbe wechselte, war „Ehle“ bereits verletzt.

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Ende Juni, beim ersten Vorbereitungskick gegen Hertha BSC II, musste Ehlers nach einer halben Stunde vom Feld. Die Diagnose: Muskelfaserriss im Hüftbeuger. Mit einigen Wochen Ausfallzeit war zu rechnen, nicht aber mit mehr als vier Monaten. Es war die bislang längste Zwangspause in der noch kurzen Profikarriere des 20-Jährigen. Schon Ende September, beim Spiel gegen Bremen, hatte er im Kader gestanden, doch beim Warmmachen hatte sich gezeigt, dass Kevin Ehlers doch noch nicht wieder ganz beschwerdefrei war. Also musste er sich in Geduld üben.

Wille und Mentalität

Nun aber ist er zurück, und wie. Er zeigte hohe Einsatzbereitschaft und gutes Timing, scheute sich vor keinem Zweikampf und bekam dafür Lob vom Trainer: „Der Junge hat einfach diesen brutalen Willen. Man hat es ja am Schluss gesehen, da hat er auf einmal Krämpfe gekriegt. Aber er hat sich durchgebissen. Natürlich war es kritisch. Ich habe ihn beim letzten Wechsel gefragt, ob er sicher ist, dass es 90 Minuten geht. Er hat bestätigt – das ist einfach Wille und Mentalität, was in der Liga mit nichts aufzuwiegen ist.“

Schmidt vergaß aber auch nicht, die Außenverteidiger zu erwähnen. „Michael Akoto und Robin Becker haben Schwerstarbeit geleistet gegen Felix Klaus und Narey, die sicherlich zu den Besten der Liga gehören.“ Auch für Akoto war seine Position am linken Ende der Kette ungewohnt, hatte er doch bislang vor allem im Zentrum und auf der rechten Seite verteidigt. Auch der für die Schlussviertelstunde für Akoto eingewechselte Guram Giorbelidze konnte den Trainer überzeugen. „Er hat genau das umgesetzt, was er im Training gezeigt hat. Diese Zweikampfrobustheit hat uns sehr gut getan.“


Dynamos Abwehrreihe hat endlich wieder einmal dichtgehalten. Und Kevin Ehlers war am Ende heilfroh, dass es mit den drei Punkten geklappt hat. „Es war ein harter Ritt, echt ein anstrengendes Spiel. Düsseldorf hat es uns nicht leichtgemacht. Es war ein Kampf, aber ich bin überglücklich, dass es jetzt so ausgegangen ist und wir das Spiel gewinnen konnten“, sagte er dem TV-Sender Sky und blickte schon auf die nächste Aufgabe im Zweitliga-Auswärtsspiel am Freitag bei Jahn Regensburg voraus: „Jetzt müssen wir da weitermachen!“ Dort will auch „Ehle“ seine Leistung bestätigen und dabei helfen, die seit dem Ausfall von Tim Knipping mangelnde Stabilität in Dresdens Defensive – und den Erfolg – auch auf Dauer zurückzubringen.