26. Januar 2020 / 16:15 Uhr

Ehrungen und Mahnung zu Fairness und Respekt

Ehrungen und Mahnung zu Fairness und Respekt

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Geehrten bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreisverbands (von links): Karl-Heinz Hochmuth, Susanne Setz, Wolf-Hermann Rüscher, Wolfgang Schuppan, Frank Hildebrandt, Hannelore Elsner, Matthias Schaper, Leonid Grigorjan, Heinz Jarosch und vom Fußball-Kreisverband Ehrenamtsbeauftragter Stephan Friehe und Vorsitzender Hans-Hermann Buhmann.
Die Geehrten bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreisverbands (von links): Karl-Heinz Hochmuth, Susanne Setz, Wolf-Hermann Rüscher, Wolfgang Schuppan, Frank Hildebrandt, Hannelore Elsner, Matthias Schaper, Leonid Grigorjan, Heinz Jarosch und vom Fußball-Kreisverband Ehrenamtsbeauftragter Stephan Friehe und Vorsitzender Hans-Hermann Buhmann. © Foto: Matthias Preß
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Die Begriffe Respekt und Fairness waren bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreisverbandes Thema in fast allen Berichten. Positiv dabei: Die Zahl der Sportgerichts-Verfahren ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in der ersten Saisonhälfte von 22 auf 12 zurückgegangen.

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Respekt und Fairness – diese Begriffe tauchten immer wieder in den Wortbeiträgen bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreisverbandes im Woltorfer Landkrug auf. So schilderte der Vorsitzende Hans-Hermann Buhmann die positiven Reaktionen nach einem Workshop im September, in dem Trainern ihre Vorbildfunktion in Sachen Fairness verdeutlicht wurde. Der Vorsitzende des „Qualifizierungsausschusses“ (früher „Lehrausschuss“), Gotthard Laube, berichtete, dass dies mittlerweile als eigener Punkt in die Aus- und Fortbildung aufgenommen wurde.

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Stets ein großes Thema sind Respekt und Fairness beim Sportgericht, für das der stellvertretende Vorsitzende Jörg Weigang eine Hinrunden-Bilanz zog. „Die Zahl der Verfahren hat erfreulicherweise abgenommen“, sagte er. „Im letzten halben Jahr hatten wir 12 Verfahren, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 22.“

Diese positive Bilanz werde aber getrübt durch die Inhalte der Gerichtsverhandlungen. Die negative Qualität habe zugenommen, sagte Weigang und schilderte einige der Vorfälle, mit denen sich das Sportgericht befassen musste: Ein durchdrehender Spieler, der sogar auf Mannschaftskameraden losging, ein absichtlicher Ellenbogencheck, ein Spieler, der im dritten Jahr hintereinander vor Gericht stand. „Insgesamt hatten wir neun Tätlichkeiten, zwei davon gegen Schiedsrichter mit Bedrohung und Anspucken“, schilderte Weigang.

„Respekt muss gelebt werden“, stellte der Schiri-Auschussvorsitzende Volker Veckenstedt fest. Er bat die Vereinsvertreter, auch mal jemanden in Schutz zu nehmen, der verbal angegriffen wird.

142 Spiele neu angesetzt

Der Spielausschuss-Vorsitzende Günter Brand berichtete von etlichen Spielausfällen zum Ende der Hinrunde:„Wir mussten 140 Punktspiele und zwei Pokalspiele neu ansetzen.“ Startdatum der Punktspiele der kommenden Saison sei voraussichtlich das Wochenende 8./9. August. Vielleicht werde der Start aber noch eine Woche vorgezogen, um die Spiele terminlich unterzukriegen. Ganz schwierig werde es mit dem Punktspielstart in der Saison 2021/2022. „Da sind die Sommerferien erst am 1. September zu Ende“, sagte Brand.

Frauenfußball und E-Football

In Interviewform griff Hans-Hermann Buhmann die Themen „50 Jahre Frauenfußball“ und „E-Football im Kreis Peine“ auf. „Ich habe meine aktive Karriere beendet“, verkündete Teutonia Groß Lafferdes Torjägerin Claudia Bremer im Gespräch mit Buhmann. Sie bleibt aber dem Fußball als Trainerin erhalten. Zusammen mit ihrem Ehemann trainiert sie die F-Jugend der Teutonia, die aus je sieben Mädchen und Jungs besteht.

Ihr Rezept, Mädchen zum Fußballspielen zu bringen: „Ich habe Zettel im Kindergarten verteilt und die Eltern und die Mädels angesprochen.“ Sinnvoll könne es auch sein, Fußballtage in Schulen anzubieten. Und gut sei es auch, wenn Frauen das Traineramt übernehmen.

Als Konkurrenz zum Fußballspielen bezeichneten Roma Rotmann und Anton Birjukov den Konsolenfußball im Gespräch mit Buhmann nicht. „Es ist eher eine Ergänzung“, sagte Rotmann, der zusammen mit seinem Mannschaftskollegen von Fortuna Oberg Anfang 2019 die erste vom Fußball-Landesverband ausgerichtete E-Soccer-Landesmeisterschaft gewonnen hatte. Wenn die neue Version des Spiels herauskommt, würden sie schonmal vier, fünf Stunden täglich spielen. „Es ist Freizeitbeschäftigung. Aber es bremst nicht den richtigen Fußball“, sagte Rotmann.

Ehrungen

Ehrungen standen bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreisverbandes im Mittelpunkt:

Mit der DFB-Uhr ausgezeichnet wurden Heinz Jarosch und Leo Grigorjan. Jarosch war lange Zeit Jugendobmann des TSV Meerdorf, ist seit 15 Jahren Mitglied im Vorstand der Fußballabteilung des Vereins und ist bei Spielen der 1. Herrenmannschaft als Helfer im Einsatz. Grigorjan ist seit 2015 Fußballabteilungsleiter und stellvertretender Vereinsvorsitzender bei Fortuna Oberg. Auch bei der Organisation der ersten E-Footballmeisterschaft des Fußball-Kreisverbandes hat er sehr geholfen.

Mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet wurde Wolfgang Schuppan vom TSV Meerdorf. Er wird im März an einem „Dankeschön-Wochenende“ in Barsinghausen teilnehmen. Dort erhält er seine Urkunde und eine DFB-Uhr. Schuppan hat sich stets im Verein engagiert – zum Beispiel als Fußball-Obmann und als Vorsitzender – ist Hallenwart und Vorsitzender der Sport-AG der Gemeinde.

Die goldene Nadel des Fußball-Kreisverbandes bekamen Hannelore Elsner (TSV Marathon), Matthias Schaper(Vorwärts Peine) und Wolf-Hermann Rüscher (TSV Wipshausen).

Mit der Silbernadel wurden ausgezeichnet: Susanne Setz (Germania Wierthe), Karl-Heinz Hochmuth (TSV Wipshausen) und Frank Hildebrandt (TSV Dungelbeck).