12. September 2019 / 08:34 Uhr

„Eigenartiges“ Spiel für den Ex-Trainer des HC Leipzig

„Eigenartiges“ Spiel für den Ex-Trainer des HC Leipzig

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Norman Rentsch trifft am Wochenende auf seinen ehemaligen Arbeitgeber.
Norman Rentsch trifft am Wochenende auf seinen ehemaligen Arbeitgeber. © Christian Modla
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Drei Jahre lang betreute Norman Rentsch die Handballerinnen des HC Leipzig in der Bundesliga. Inzwischen ist er verantwortlich beim BSV Sachsen Zwickau. Am Samstag kommt es zum sächsischen Derby.

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Zwickau/Leipzig.Es werde für ihn „schon ein bisschen eigenartig“, sagt Norman Rentsch. Der Trainer der Zweitliga-Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau meint das Spiel am Samstag, 17 Uhr, gegen den HC Leipzig. Gegen den Verein, den er selbst von 2014 bis 2017 drei Jahre trainiert hat. Den Verein, mit dem er Glanz (Pokalsieg 2016) und Elend (Insolvenz 2017) erlebte. Dass die drei Jahre höchst aufregende Jahre waren, versteht sich von selbst.

Mit der Insolvenz endete für Rentsch das Abenteuer Leipzig. Danach ging es für ihn nicht minder turbulent weiter. Ein Jahr war der jetzt 39-Jährige arbeitslos, zur Saison 2018/19 wurde er vom Bundesligisten Borussia Dortmund als neuer Trainer verpflichtet. Doch nach gerade mal zwei Monaten lösten Rentsch und Borussia Dortmund im August 2018 den Vertrag aus persönlichen Gründen auf. Der Verein habe Vereinbarungen nicht eingehalten, sagt Rentsch. „Die Beteiligten unterschätzten den Faktor Entfernung zwischen dem Hauptwohnsitz von Norman Rentsch im Erzgebirge und dem Arbeitsplatz in Dortmund“, erklärte der BVB in einer Stellungnahme.

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So hieß es für Norman Rentsch wieder back to the roots. Am 8. Januar 2019 wurde er als Nachfolger des glücklosen Rüdiger Bones (jetzt SC Markranstädt) wieder Trainer des BSV Sachsen Zwickau – was er bis 2014 auch schon war. Am 1. Juli 2019 übernahm er dazu noch den Posten als Geschäftsführer. Er ist also jetzt der starke Mann in einem Verein, der seit 1992 mit einer Unterbrechung (1995/96 Bundesliga) in der 2. Bundesliga spielt. Es gab zuletzt gute (2014/15 Platz 3) und weniger gute Jahre (2018/19 Rang 16 und knapp verhinderter Abstieg). „Wir haben nur einen 13-er Kader“, erzählt Rentsch, „aber eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen.“ Er hofft, in der Liga im Mittelfeld mitspielen zu können.

Was hält er vom „neuen“ HC Leipzig, gegen den es am Samstag geht? „Ich kenne fast alle Spielerinnen, sie werden in der Liga eine gute Rolle spielen“, prophezeit Rentsch. „Ich wünsche alles Gute.“ Er hoffe, dass der Verein bescheiden und bodenständig bleibt. Für Zwickau sei der HCL in der 2. Bundesliga super. „Tolle Derbys, kurze Fahrten.“ Wie geht das Spiel aus am Sonnabend? Auf einen Tipp mag sich Norman Rentsch nicht festlegen. „Es wird ein heißer Ritt, auf jeden Fall ein interessantes Spiel.“

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