21. Juli 2020 / 11:40 Uhr

Eigene Frauenmannschaft: Handballerinnen des TVE Röcke wollen durchstarten

Eigene Frauenmannschaft: Handballerinnen des TVE Röcke wollen durchstarten

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Die Röcker Frauen um Trainer Torsten Mischke gehen in ihre erste Saison.
Die Röcker Frauen um Trainer Torsten Mischke gehen in ihre erste Saison. © Uwe Kläfker
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Im Schaumburger Frauenhandball gibt es ein neues Team. Die TVE Röcke geht nach langjähriger Spielgemeinschaft mit dem TuSpo Meißen nun als eigenständige Mannschaft an den Start.

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Frauenhandball ist in Schaumburg nur noch punktuell vertreten. Aber nach der HSG Schaumburg Nord, dem MTV Auhagen und der HSG Exten-Rinteln gibt jetzt auch der Bückeburger Verein TVE Röcke wieder Gas, geht nach fünfjähriger Spielgemeinschaft mit dem TuSpo Meißen in der neuen Serie mit einer eigenen Frauenmannschaft in der 1. Kreisliga an den Start.

Allerdings spielt der TVE, direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen beheimatet, traditionell im Handballkreis Minden-Lübbecke mit. „Ich habe eine Mannschaft, die unglaublich viel Spaß macht“, sagt Trainer Torsten Mischke, der das Team bereits in der vergangenen Serie betreut hat.

Aus Rinteln nach Röcke

Aus Rinteln nach Röcke

Mischke trainierte zwei Jahre die Frauen der HSG Exten-Rinteln, ehe es zum Bruch kam. „Wenige Tage nach der Entlassung habe ich dann die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft übernommen. Dazu bedurfte es nur eines Telefonats mit TVE-Abteilungsleiterin Rita Klöpper“, erinnert sich Mischke, der gleich acht Spielerinnen aus Rinteln mitbrachte. „Die Spielerinnen wollten weiter mit mir trainieren.“ Nun geht es für den TVE eigenständig weiter.

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Spielerinnen entwickeln

„Ich finde die Trennung gut. Wir können jetzt wieder selber schalten und walten“, sagt Mischke. Der Jugendbereich des TVE sei gut aufgestellt, der Herrenbereich entwickele sich unter Trainer Heiko Wilkening wieder und „der Damenbereich kommt ganz gewaltig“. Er wolle nicht gleich über Aufstieg reden („Das ist Blödsinn“), so Mischke, „wir müssen uns als Aufsteiger erst mal finden.“ Aber der Coach ist zuversichtlich, traut seinem Team einiges zu. „Die Mannschaft kann Handballspielen, da ist keine dabei, die noch keinen Ball in der Hand gehabt hat.“ Die junge Rocker Formation habe „viel Bock“ auf Training und neue Inhalte. „Das sieht man daran, dass wir seit Mitte Mai schon wieder dabei sind, als die ersten Corona-Lockerungen kamen. Die Mannschaft will. Für einen Trainer ist das ein Glücksfall.“

Aber der Coach ist zuversichtlich, traut seinem Team einiges zu. „Die Mannschaft kann Handballspielen, da ist keine dabei, die noch keinen Ball in der Hand gehabt hat.“ Die junge Rocker Formation habe „viel Bock“ auf Training und neue Inhalte. „Das sieht man daran, dass wir seit Mitte Mai schon wieder dabei sind, als die ersten Corona-Lockerungen kamen. Die Mannschaft will. Für einen Trainer ist das ein Glücksfall.“

Mischke will nicht mit dem Kopf durch die Wand und Erfolg um jeden Preis, sondern die jungen Spielerinnen entwickeln. „Das sehe ich als meine Hauptaufgabe, so der 40-Jährige. Es geht ihm nicht darum, gestandene Oberliga-Spielerinnen zu holen, um das Team schnell nach oben zu schießen. „Die sind meist schnell wieder weg, haben keinen Bezug zum Verein.“

Großer Kader

Die eingeschworene und intakte Mannschaft versteht sich sehr gut („Wir haben keine Zickereien“), auch außerhalb der Halle ist der Teamgeist zu spüren. „Das erklärt auch unseren Flow. Man braucht so etwas, um Erfolg zu haben. Dennoch ist das Team immer offen für Neuzugänge“, sagt der Verwaltungsbeamte.

Mit Nina Westermann ist eine sehr erfahrene Spielerin wieder eingestiegen, vier weitere Neuzugänge kommen von der HSG Porta-Westfalica. Insgesamt steht ein 17er-Kader zur Verfügung. Das gute Klima in Röcke hat sich herumgesprochen, Spielerinnen klopfen von sich aus an die Tür. „Das ist toll und auch eine Wertschätzung unserer Arbeit.“ Mischke, der in Nordhemmern mit dem Handball begann, aber auch schon beim VfL 1877 Stadthagen („Meine schönste Zeit“) und MTV Obernkirchen spielte, ist nach den Stationen in Niedersachsen jetzt erstmals als Coach im „Handballland“ Westfalen unterwegs. „Persönlich finde ich das etwas schade. Aber wenn wir beide Gene koppeln, kann etwas Spannendes dabei herauskommen“, so der Coach. Von der Spielstärke könne sein Team in der heimischen Regionsoberliga „entspannt mitlaufen“.

Gespielt und trainiert wird in Niedersachsen, die Bückeburger Kreissporthalle ist Heimstätte des TVE . Die Mannschaft hofft bei den Spielen auf zahlreiche Zuschauer und Unterstützer. „Dazu muss man aber gut spielen, dann werden die Fans auch kommen. Die Mannschaft wird alles dafür geben“, ist Mischke überzeugt. Am 4. Oktober soll der Saisonstart erfolgen. „Ich freue mich wie irre darauf.“