08. November 2021 / 15:08 Uhr

Eigentor in der 97. Minute setzt Ergebniskrise des SSV Großensee weiter fort

Eigentor in der 97. Minute setzt Ergebniskrise des SSV Großensee weiter fort

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Jan Ebsen war der große Unglücksrabe des SSV Großensee. Ihm unterlief in der Schlussminute das spielentscheidende Eigentor zum 0:1 gegen die FSG Südstormarn.
Jan Ebsen war der große Unglücksrabe des SSV Großensee. Ihm unterlief in der Schlussminute das spielentscheidende Eigentor zum 0:1 gegen die FSG Südstormarn. © SSV Großensee
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Wenn's nicht läuft, bekommt man mit der letzten Aktion noch die kalte Dusche - am Ende jubelt die FSG Südstormarn über drei Zähler gegen den SSV Großensee. Wichtiger Sieg im Kellerduell: Als der TSV Gudow nach der Pause nochmal zurückschlug, drosch "Kolbe" den Ball für den TSV Berkenthin ins Netz. Daniel Konrad vom SSC Hagen Ahrensburg II beweist sich gegen S.I.G. Elmenhorst als Elfmeterkiller. 

Jan Ebsen und die verflixte 97. Minute

FSG Südstormarn - SSV Großensee 1:0

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Im Waldstadion in Lütjensee setzte sich die FSG Südstormarn am Sonntag hauchdünn gegen den SSV Großensee durch. Die erste gute Möglichkeit hatte Großensees Kevin Hoffmann, der einen Schuss nach einer Viertelstunde knapp rechts vorbei setzte. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs kam von Seiten der FSG nicht allzu viel, aber allgemein waren Chancen eher Mangelware. Insgesamt hatte der SSV etwas mehr Spielanteile. Das Blatt wendete sich nach der Pause aber und Südstormarn fand immer besser herein. Zu oft fehlte jedoch die letzte Überzeugung und Genauigkeit im entscheidenden Drittel, um zum Torerfolg zu kommen. Da ist es fast exemplarisch, dass ein Eigentor her musste, um dem Gastgeber den Last-Minute-Dreier zu ermöglichen. Der große Pechvogel der Großenseer war Jan Ebsen, dem in der siebten Minute der Nachspielzeit und somit mit der letzten Aktion überhaupt ein Eigentor unterlief. Dank des 1:0 konnte die FSG den fünften Rang verteidigen, während der SSV nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz steht. Für die Elf von Christian Ladwig war es die vierte Niederlage in Serie.

Martin Krüger (Südstormarn): "Wir sind gut in das Spiel gekommen, haben vor der Halbzeit aber nachgelassen. Das 0:0 zur Halbzeit war daher leistungsgerecht. Zweite Halbzeit waren wir dann das klar bessere Team und haben guten Fußball gespielt. Leider waren wir im letzten Pass und im Abschluss nicht genau genug. Der Siegtreffer in der Nachspielzeit ist dann aufgrund des Zeitpunkts natürlich glücklich, aber dennoch verdient."

Christian Ladwig (Großensee): "Das war ein schönes Derby, leider zugunsten der FSG in der 97. Minute. Das Spiel hat eigentlich keinen Sieger verdient gehabt, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Am Ende gewinnen sie dann eben noch durch ein Eigentor. Meine Mannschaft hat einen tollen Fight abgeliefert."

Heimniederlage und Verletzungspech für den TSV Gudow

TSV Gudow - TSV Berkenthin 4:5

Dem TSV Berkenthin, der seit Wochen von Abstiegssorgen geplagt wird, ist ein ganz wichtiger Auswärtserfolg am Segrahner Berg gelungen. Am Samstag setzte man sich beim TSV Gudow knapp mit 5:4 durch. Zwar ging Gudow durch Jannes Burmeister (6.) früh in Front, doch Michel Seltz (16.) konnte schnell antworten. Jan-Ole Koop (25.) und Tobias Macke (37.) drehten die Partie noch vor der Pause zugunsten der Berkenthiner. Gudows Coach musste mit Hendrik "Bommel" Burmeister, Robin Lingemann und Niko Kröger gleich drei Spieler verletzungsbedingt vom Feld nehmen. Der frisch eingewechselte Hendrik Kaiser (50.) brachte die Schwarz-Weißen nochmal in Nähe des Remis, aber die Vorentscheidung war gefallen, als Johannes "Kolbe" Kollenbrandt in der 79. Minute einen direkten Freistoß ins Netz bugsierte. Lennart Burmeisters zweites Tor (84.) kam ebenso zu spät, genau wie das 4:5 per Elfmeter von Sascha Stange direkt vor dem Abpfiff. Der TSV Berkenthin konnte die Abstiegszone mit diesem Sieg zumindest vorerst verlassen und sich mit nun acht Punkten auf Position Acht verbessern. Das punktgleiche Gudow steht einen Platz dahinter, hat jedoch noch zwei Begegnungen in der Hinterhand, um den TSV wieder zu überholen.


Ralf Burmeister (Gudow): "Berkenthin war in der ersten Hälfte zweikampfstärker, laufstärker und führte zur Halbzeit auch hochverdient mit 3:1. Nach den Wechseln kamen wir besser aus der Kabine und sind noch auf 2:3 ran gekommen, aber dann fehlte uns die letzte Entschlossenheit zum 3:3. Berkenthin konnte durch einen Freistoß erhöhen und unterm Strich haben Sie die drei Punkte verdient aus Gudow mitgenommen."

Nico Gamon (Berkenthin): "Wir freuen uns über einen verdienten und leidenschaftlich erkämpften Sieg. Diesen werden wir mit einem schönen Mannschaftsabend ausklingen lassen."

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Sieben Tore und eine späte Entscheidung zugunsten des SSC Hagen Ahrensburg II

SSC Hagen Ahrensburg II - S.I.G. Elmenhorst 5:2

Dank eines klaren 5:2 gegen Elmenhorst verbessert sich die zweite Herren des SSC Hagen Ahrensburg im Ranking auf Platz Vier. Der SSC legte los wie die Feuerwehr. So dauerte es keine 60 Sekunden, als man durch Kevin Krüger in Führung ging, Nach einer halben Stunde glich Robin Waidikat mit seinem neunten Saisontor per Elfmeter aus, doch erneut Krüger brachte den SSC auf die Siegerstraße. Spektakulär wurde es dann in den Minuten nach dem Pausentee. Erst machte Timotheus Kröger (48.) das 3:1, dann schlug Tobias Kröger (50.) mit dem 3:2 zurück. Ahrensburgs Schlussmann Daniel Konrad bewahrte seine Teamkollegen kurz danach vor einem Rückstand und hielt einen Strafstoß. Als die Gäste ihre Abwehrbemühungen aufgrund des Rückstands nahezu aufgaben und alles nach vorn warfen, spielten Marvin Möller (88.) sowie Maic Appel (90.) zwei Angriffe erfolgreich aus. Hagen springt nach diesem zwölften Spieltag auf Rang Vier. Elmenhorst rutscht auf Platz Sechs ab, steht sechs Zähler über dem Strich.

Michal Ratajczak (Ahrensburg): "Es war ein seltsames Spiel, in dem wir die Oberhand behielten. Wir sind super gestartet und wollten unbedingt eine Reaktion auf letzte Woche zeigen. Die Mannschaft wollte von der ersten Minute das Spiel gewinnen, das hat man gespürt. Leider haben wir wieder den Gegner zum Tore schießen eingeladen. Richtig Glück hatten wir, als unser Keeper die Führung von Elfmeterpunkt festhalten konnte. Ich glaube, das war der Knackpunkt in diesem Spiel. Anschließend konnten wir den Sieg sicher einfahren."

Bernd Reinke (Elmenhorst): "5:2 ist eindeutig. Daher Glückwunsch an den Gegner. Dennoch haben wir bei fast allen Gegentoren mitgeholfen. Hinzu kommt noch ein verschossener Elfmeter von uns beim Stand von 3:2 für Hagen Ahrensburg. Es lief halt alles recht unglücklich. Ärgerlich ist aus meiner Sicht auch, dass einer frühzeitig angefragten Spielverlegung nicht zugestimmt wurde, weil diverse Spieler und das Team zur Mannschaft verhindert waren. Aber da ist man halt abhängig vom Spielgegner."

Die besten Torschützen der Kreisliga Süd:

1.Robin Waidikat (S.I.G. Elmenhorst): 9
2. Darijo Kramer (TSV Trittau): 8
3. Matthias Möller (VfR Todendorf): 7

Der 13. Spieltag auf einen Blick:

Dienstag, 09. November:

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FSG Südstormarn - SSC Hagen Ahrensburg II (20.00 Uhr)

Sonntag, 14. November:

SSC Hagen Ahrensburg II - TSV Gudow (12.30 Uhr)
S.I.G. Elmenhorst - TSV Trittau (14.00 Uhr)
Ratzeburger SV - TSV Berkenthin (14.00 Uhr)
SSV Großensee - SG Wentorf-S./Schönberg (14.00 Uhr)
SV Steinhorst/Labenz - FSG Südstormarn (15.00 Uhr)

spielfrei: VfR Todendorf