04. Dezember 2016 / 19:33 Uhr

Eigentor, Rote Karte und Spiel gedreht: Türkay Sport gewinnt Garbsen-Derby

Eigentor, Rote Karte und Spiel gedreht: Türkay Sport gewinnt Garbsen-Derby

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Pure Freude beim SV (hier in einem früheren Spiel) nach dem umkämpften Derby-Sieg.
Pure Freude beim SV (hier in einem früheren Spiel) nach dem umkämpften Derby-Sieg. © Christian Hanke (Archiv)
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Jedes Derby hat seine ganz eigene Brisanz - dieses war nochmal eine Nummer spezieller. Dem SV unterliefen zwei heftige Fehler, ohne bestraft zu werden.

Ein einziges Spiel ging in der Kreisliga 2 über den (Kunstrasen-)Platz – und das hat es in sich gehabt: Spitzenreiter SV Türkay Spor Garbsen behielt im umkämpften Derby gegen den TuS Garbsen II knapp mit 2:1 (0:1) die Oberhand. Dabei hatten lange Zeit die Gäste vom TuS die Nase vorn.

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Eigentor der Extraklasse

„Ich habe mein Team defensiv eingestellt und auf Konter gesetzt“, erklärte TuS-Coach Tobias Quast, der ob großer Personalnöte selbst ran musste. Die Quast’sche Taktik erwies sich als gutes Mittel der Wahl, oder wie es der Spielertrainer ausdrückte: „Unsere Strategie ging auf, wir haben Türkay Spor den Spaß am Spiel genommen.“ Die Platzherren taten sich schwer beim Spielaufbau. Und das hatte Folgen. Oguzhan Sengül unterlief ein kurioses Eigentor: Beim Versuch, das Leder zum Keeper zurückzuspielen, titschte das Spielgerät auf und sprang über den Torhüter hinweg in die Maschen (21.). TuS-Akteur Ömer Yilmaz vergab eine dicke Gelegenheit, nachzulegen. „Hätten wir uns in einigen Situationen ein bisschen cleverer angestellt . . .“, sinnierte Quast.

"Absolut unnötig"

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 „Der Gegner hat das prima gemacht, sie standen tief und haben auf ihre Chancen gelauert“, lobte Türkay-Trainer Ahmet Mezarci, allerdings habe sich seine Elf in Hälfte eins selten dumm angestellt. „In der Kabine haben wir uns vorgenommen, zwei, drei Gänge hoch zu schalten und zu zeigen, dass wir die Liga rocken.“ Gesagt, getan: Der Primus nahm die Zweikämpfe an – und drehte auf. Veli Dasdemir egalisierte, wobei der ansonsten bärenstarke TuS-Torwart Yannick Poppe keine gute Figur machte (68.). Kurz darauf flog Emre Kahraman nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Feld. „Absolut unnötig“, kommentierte Mezarci, dessen Riege zu zehn indes eher noch zulegte. Christian Werner erzielte das 2:1 (85.). Ein wichtiger Sieg für den Primus, der den zweiplatzierten TSV Kolenfeld mit vier Zählern auf Abstand hält.  Schade, mit einem Remis wären wir zufrieden gewesen“, sagte Quast, der Poppe und A-Junior Maurice Gerken lobend hervorhob.

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