17. Juni 2021 / 20:54 Uhr

Eilenburg angelt sich drei U20-Youngster – einer hat Zweitliga-Erfahrung

Eilenburg angelt sich drei U20-Youngster – einer hat Zweitliga-Erfahrung

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Neuzugänge FC Eilenburg
Vor dem Wechsel absolvierten die drei Neuzugänge beim FC Eilenburg eine Probewoche. © Sanny Stephan
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Die Nordsachsen haben ihren Kader mit drei talentierten Nachwuchsspieler verstärkt. Noah Baumann schnupperte bei Erzgebirge Aue bereits Zweitligaluft. Für Eilenburgs Trainer Nico Knaubel sind die Neuzugänge keine Unbekannten.

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EIlenburg. Der FC Eilenburg peppt seinen Kader weiter auf. Mit Noah Baumann (19, Erzgebirge Aue), Kevin Wadewitz (19, Chemnitzer FC) und Paul Meseberg (19, FC St. Pauli) wechseln drei Talente zum Regionalliga-Aufsteiger.

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„Sie sind jung, ehrgeizig und verfolgen große Ziele. Wir wollen auf dem Weg dahin helfen“, erklärte Eilenburgs Teamchef Stephan Hofmann die Verpflichtung des dynamischen Trios. Alle drei kommen aus Nachwuchsleistungszentren und sind für Trainer Nico Knaubel keine Unbekannten. Der Eilenburger Cheftrainer hatte sie in der Landesauswahl unter seinen Fittichen. Meseberg, der am Donnerstag seinen 19. Geburtstag feierte, stammt aus dem Norden, wechselte aber als 14-Jähriger zu RB Leipzig, kennt die Region und jetzt auch den FC Eilenburg.

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Der Linksverteidiger kommt vom FC St. Pauli. Beim Hamburger Kultklub pendelte er in der letzten Saison zwischen der U23 (Regionalliga Nord) und der U19 (A-Junioren-Bundesliga). In der abgebrochenen Regionalliga-Saison kam er auf vier Einsätze. „Für sein Alter ist Paul physisch schon sehr gut unterwegs.“ Nach einer Probewoche beim FC Eilenburg fiel Meseberg die Entscheidung nicht schwer: „Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt. Alle aus dem Team sind sehr nett und der Verein familiär. Ich hoffe, dass wir als Aufsteiger eine gute Saison spielen und will meinen Beitrag dazu leisten kann.“

Regionalliga-Erfahrung sammeln

Noah Baumann wurde beim FC Erzgebirge Aue ausgebildet und gehörte in der letzten Saison hin und wieder zum Zweitliga-Team der „Veilchen“. Im letzten Saisonspiel beim 2:1-Sieg gegen den VfL Osnabrück wurde der zentrale Mittelfeldspieler kurz vor Schluss eingewechselt. Jetzt will Baumann in der Regionalliga Spielpraxis sammeln und nebenbei sein Studium vorantreiben, um zweigleisig zu fahren und nicht alles auf die Karte Fußball zu setzen. „Noah hat eine gute Ausbildung und Erziehung genossen. Ich habe bei den Auswahllehrgängen sehr viel Potential in ihm gesehen, auch wenn er als kleiner schmächtiger Spieler eher unscheinbar wirkt“, sagt Knaubel und ergänzt schmunzelnd: „Er muss schon noch ein paar Schnitzel essen“.

Baumann fühlt sich im offensiven Mittelfeld wohl, ist „spielintelligent, handlungsschnell und hat einen guten ersten Kontakt“, so Knaubel. Der Trainer hatte entscheidenden Anteil daran, dass der 19-Jährige aus dem Erzgebirge nach Eilenburg wechselte. „Meine Entscheidung nach Eilenburg zu wechseln, hängt auch mit dem Trainer zusammen. Wir kennen uns von der Landesauswahl und hatten immer ein sehr gutes Verhältnis. Ich freue mich auf die neue Saison und möchte mich in der Regionalliga beweisen“, so der 19-Jährige.

Mit Kevin Wadewitz verstärkt ein weiterer Jungspund den FCE. Er war als defensiver Mittelfeldspieler in der U19 des Chemnitzer FC gesetzt und will sich jetzt im Männerbereich durchbeißen. Der 19-Jährige gebürtige Hartmannsdorfer durchlief den Nachwuchs des CFC und gehörte auch zur von Knaubel trainierten Sachsenauswahl. Bei seiner Verpflichtung hatte auch Eilenburgs Ex-Kicker Henrik Jochmann die Finger im Spiel. „Jochi“ arbeitet als Lehrer am Sportgymnasium und zugleich als Videoanalyst der B-Junioren. „Er ist unglaublich emsig und fleißig und hat sich mit seiner Art sehr schnell bei uns eingelebt“, lobt Knaubel