07. Januar 2019 / 13:59 Uhr

Eilenburger A-Junioren verlieren zwei Talente

Eilenburger A-Junioren verlieren zwei Talente

Johannes David
Mike Geppert blickt sorgenvoll drein. Der Trainer hatte in der vergangenen Saison mit dem ESV Delitzsch einige schwierige Phasen zu bewältigen. Nun wird die Mannschaft weiter verjüngt.
Mike Geppert muss mit mehreren Abgängen klar kommen. © Alexander Prautzsch
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Tobias Müller und Markus Kleine kehren dem Achten der Landesliga den Rücken. Auf kurzfristigen Ersatz darf Coach Mike Geppert nicht hoffen.

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Eilenburg.Doppelwechsel: Die A-Junioren des FC Eilenburg müssen in der Winterpause zwei Abgänge verkraften. Tobias Müller und Markus Kleine verlassen den Landesliga-Achten, Studium beziehungsweise Arbeit lassen kein regelmäßiges Training mit der Mannschaft mehr zu. Kurzfristiger Ersatz ist nicht in Sicht. Müller kam in zehn der 13 Hinrunden-Spiele zum Einsatz, erzielte dabei ein Tor und wechselt nun nach Schenkenberg. Kleine (7 Spiele, 2 Tore) zieht es in seine Heimat zum SV Battuna Beach. „Das tut schon weh, sowohl menschlich als auch fußballerisch. Sie hätten uns auch in Zukunft weitergeholfen“, sagt FCE-Trainer Mike Geppert. „Ich kann sie aber auch verstehen, weil sie natürlich ohne Training viel weniger zum Zug kommen.“

Positives Fazit der ersten Saisonhälfte

Ein wenig über den Trennungsschmerz hinweg hilft dem Coach die formidable Entwicklung von Hannes Pruchnik und Edwin Essig. Das Duo kam im Sommer aus Schenkenberg und erwies sich als doppelter Glücksgriff. „Die zwei haben mich angenehm überrascht, gerade Hannes hat uns von Anfang an weitergebracht“, erzählt Geppert. Das kann man inzwischen auch von Edwin Essig behaupten. Der hat seine Ernährung umgestellt, die Gewichtsprobleme in den Griff bekommen, satte acht Kilo abgenommen und erarbeitete sich zum Ende der Hinserie einen Stammplatz.

Auf den ersten Blick fällt auch das Fazit der ersten Saisonhälfte positiv aus. Platz acht im 14er-Feld, dem Tabellenzweiten Plauen in einem denkwürdigen Spiel per 5:3 eine von bis dato nur zwei Niederlagen beigebracht, offensiv mit 30 Toren das sechstbeste Team des sächsischen Oberhauses. Auf den zweiten Blick erinnert sich Geppert eher an den wenig erquicklichen Ausgang der Runde. Als da wären: Das unglückliche 1:2 bei Pirna-Copitz, als sich die Mannschaft die Tore nach individuellen Fehlern praktisch selbst ins Nest legte. Und dann das völlig überflüssige 0:2 in Auerbach (Zitat Geppert: „Da waren wir klar besser.“). So bleibt dem Fußballlehrer die Erkenntnis: „Wir hätten gerne drei Punkte mehr gehabt und die waren auch drinne. Ärgerlich.“

Keine Hallenturniere

Noch ärgerlicher, dass manchem Spieler offenbar der nötige Ehrgeiz fehlt, das eigene Talent auch mit regelmäßigen Einheiten zu fördern. „Bei einigen stimmt die Einstellung nicht, um die nächsten Schritte zu gehen. Aber so ist das vielleicht heutzutage. Ich muss auch noch lernen, damit umzugehen“, gibt Geppert offen zu. In dessen Jugendzeit bei Lok Leipzig lief ganz gewiss einiges wesentlich anders.

Da wurden zum Beispiel in der Winterpause Hallenturniere gespielt. Auf die verzichtet der FCE-Nachwuchs ganz bewusst. Stattdessen steigt das Team am 22. Januar wieder ganz regulär ins Training ein, dann soll nicht nur auf dem (Kunst-)Rasen an der Form gefeilt werden. Einmal pro Woche würde Geppert seine Jungs gern in der Schwimmhalle ihre Bahnen ziehen sehen, „um alle Körperteile in Schwung zu kriegen“.

Denn Eilenburg startet mit einem wahren Hammerprogramm in die Rückrunde. Am 3. März wird es bei Klassenprimus Zwickau wieder ernst, danach geht es zum Zweiten Plauen, ehe Borea Dresden (5.) an der Mulde vorstellig wird. „Wir müssen sofort topfit sein und wenn es nicht so laufen sollte, die Jungs bei Laune halten“, nennt Geppert die guten Vorsätze fürs neue Jahr.

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