01. Oktober 2020 / 09:10 Uhr

Eilenburger Mission: In Ludwigsfelde nachlegen

Eilenburger Mission: In Ludwigsfelde nachlegen

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
FC Eilenburg verliert gegen Ludwigsfelde mit 0:1
Das letzte Spiel zwischen dem FC Eilenburg und dem Ludwigsfelder FC gewannen die Rand-Berliner am 16. März 2019 mit 0:1. Gelingt den Eilenburgern dieses Mal der Sieg? © Susan Stephan
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Die letzte Partie in Ludwigsfelde absolvierte der FC Eilenburg in der Saison 2018/19, als man sich mit einem 2:2 in die Punkte teilte. Die Eilenburger wollen den Schwung der letzten beiden Partien mitnehmen und die Siegesserie am Samstag auswärts fortsetzen.

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Eilenburg. Am Tag der deutschen Einheit geht es für den FC Eilenburg quer durch die Republik zum Ludwigsfelder FC. Das Duell zwischen dem Zweiten (FC Eilenburg) und dem Tabellen-14. (Ludwigsfelde) beginnt am Samstag 14.00 Uhr.

Die Rand-Berliner pendeln regelmäßig zwischen der Nord- und Südstaffel der Oberliga und sind deshalb auch in dieser Saison so etwas wie die große Unbekannte. Einmal (Saison 18/19) war der FCE schon mal zu Gast bei den Brandenburgern und reiste mit einem 2:2 zurück. Coach Nico Knaubel erinnert sich noch ziemlich gut „an ein schönes Umfeld und ein interessantes Spiel“. „Wir sind gewarnt und werden Ludwigsfelde nicht unterschätzen“, mahnt der Eilenburger Chefcoach, der natürlich nicht auf die Tabelle schauen muss, um die große Chance zu erkennen.

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Mit dem fünften Sieg im sechsten Saisonspiel würde der FCE den Druck auf Spitzenreiter VfB 1921 Krieschow erhöhen und bis auf einen Punkt heranrücken. Der Liga-Primus ist spielfrei und zum Zuschauen verdammt. „Wir wollen den Schwung der letzten beiden Heimspiele mitnehmen und unsere Serie fortsetzen“, nennt der 41-jährige Knaubel das Ziel. Ludwigsfelde (erst ein Saisonsieg) hat zuletzt deutlich 0:3 gegen den FC Einheit Rudolstadt verloren und dürfte mit ordentlich Wut im Bauch ins Spiel gehen.

Möbius und Tzscheuner trainieren mit Herren-Mannschaft

Personell gibt es beim FCE vor dem Samstag-Spiel einige Fragezeichen. Torjäger Tim Bunge plagt sich mit muskulären Problemen, betrachtete den Ball zuletzt nur aus der Ferne. Genau wie Steven Hache. Der Neuzugang aus Torgau stach regelmäßig als Joker, verletzte sich aber zuletzt unglücklich an der Schulter. Die genaue Diagnose steht noch aus. Ob Philipp Sauer (Innenband im Knie) und Toni Majetschak (Zerrung) rechtzeitig fit werden, ist ebenfalls offen. „Wir sind breit genug aufgestellt, um Ausfälle zu verkraften“, bleibt Knaubel gelassen.

Schön: Am Mittwoch trainierten erstmals zwei U19-Junioren mit der Ersten mit. Lennert Möbius und Nils Tzscheuner gehören beide zum jungen Jahrgang und erkämpften sich die Trainingschance mit starken Leistungen in der A-Jugend. „Es hat Spaß gemacht und war für alle eine Seiten eine Bereicherung“, so Knaubel, der über das Tempo der Youngster staunte und klar stellte, dass dies „keine Eintagsfliege sein soll“. Man werde schauen, wer sich Training bei der Ersten verdient und diese Spieler regelmäßig einladen, so der Oberliga-Coach, der im Hauptjob als Landesauswahltrainer in Sachsen für die besten Nachwuchsspieler des Freistaates zuständig ist.