20. September 2021 / 12:29 Uhr

Eilenburgs Ass im Ärmel: Adam Fiedler trifft erneut gegen Lok Leipzig

Eilenburgs Ass im Ärmel: Adam Fiedler trifft erneut gegen Lok Leipzig

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Eilenburg, 08.08.2020, Ilburg-Stadion, Fußball, Herren, Wernesgrüner Sachsenpokal, Halbfinale, 
FC Eilenburg - 1. FC Lokomotive Leipzig ,   
Im Bild: Tor für Eilenburg, Philipp Sauer (2, Eilenburg), Alec Nathe (15, Eilenburg) und Adam Fiedler (10, Eilenburg) jubeln nach dem 1:0  , 
Foto: PICTURE POINT / Gabor Krieg , 
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Schon im Sachsenpokal 2020 traf Adam Fiedler gegen den 1. FC Lok Leipzig und kegelte so die Probstheidaer aus dem Pokal. Auch am Sonntag traf er wieder gegen die Loksche. (Archivbild) © Picture Point
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Nach achtwöchiger Verletzungspause kommt Adam Fiedler wieder für den FC Eilenburg zum Einsatz: Und trifft prompt. Ausgerechnet gegen den 1. FC Lok Leipzig, gegen den er ganz gerne zu treffen scheint.

Eilenburg. Er kam, sah und traf: Adam Fiedler hat dem FC Eilenburg am Sonntag im Duell mit dem großen 1. FC Lok Leipzig beim 1:1 einen Punkt beschert. Eine Geschichte, wie aus dem Märchen. Fiedler, beim Saisonstart gegen Chemie Leipzig verletzt vom Feld gehumpelt, feierte gegen Lok und damit acht Wochen später sein Comeback. Für 30 Minuten sollten die Kräfte reichen. Fiedler trieb an, pushte seine Mitspieler und hatte in der 87. Minute seinen blitzsauberen Moment. Nach der gefühlvollen Vorlage von Alexandros Dimespyra nahm Fiedler den Ball acht Meter vor dem Tor mit links direkt und traf mustergültig ins lange Eck. Es war die Befreiung oder der „Hurra, wir leben noch“-Moment. Und weil es so schön war, schaffte es Fiedler mit seinem Treffer zur Nominierung zum „Volltreffer der Woche“ bei Sport im Osten. Noch bis Donnerstag kann online auf sport-im-osten.de für den Eilenburger abgestimmt werden.

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Nach wochenlangem Pech und der jüngsten 0:6-Klatsche in Altglienicke war der Sieg gegen Lok „pures Lebenselixier“ für Trainer Nico Knaubel. Erstmals war es dem Aufsteiger gelungen, nach einem Rückstand noch Zählbares zu ergattern. Entsprechend erleichtert und glückselig waren die Eilenburger und allen voran Knaubel. Er wollte es sich nicht ausmalen, wie es gewesen wäre, abermals gegen ein Top-Team gut mitzuhalten und mit leeren Händen da zu stehen. “Wir haben dann halt Adam Fiedler und den Spieß diesmal rumgedreht“, analysierte der Coach in der Pressekonferenz endlich mit einem Lächeln auf dem Lippen.

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Der FC Eilenburg und der 1. FC Lokomotive Leipzig trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. Zur Galerie
Der FC Eilenburg und der 1. FC Lokomotive Leipzig trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. ©

Das war ihm kurzzeitig vergangen, weil Lok-Urgestein Djamal Ziane unmittelbar nach seiner Einwechslung mit viel Dampf und Entschlossenheit eine scharfe Flanke aus Nahdistanz ins Tor köpfte (63.). Lok führte, Lok war im Vorteil, aber Lok stellte das Fußballspielen ein und Eilenburgs eingeschworener Haufen glaubte an die letzte Chance, die es eigentlich in jedem Spiel gab. Nur wurde sie da nicht genutzt. Doch diesmal hatte der FCE ja Fiedler – und der weiß doch, wie man gegen Lok Leipzig Tore schießt. Beim 1:0-Sieg im Sachsenpokal-Halbfinale vor einem Jahr war er schon der Matchwinner und diesmal auch. Zwei Spiele, zwei Tore gegen Lok – perfekte Quote für den Dribbler, der gern noch einen Treffer nachgelegt hätte: „In unserer jetzigen Situation helfen uns eigentlich nur drei Punkte weiter. Wir haben aber noch viele Spiele zu spielen. Für die Moral war das nach dem 0:6 letzte Woche überragend. Wir nehmen das so mit.“

Lok schlich bedient vom Rasen im Ilburg-Stadion und Torschütze Ziane reflektierte im MDR: „Sehr bitter, dass wir nicht als Sieger vom Platz gehen. Ich glaube es wäre verdient gewesen. Darum geht es aber nicht. Es geht darum, dass wir nicht schon vorher ein Tor machen und dann nach der Führung nicht den Deckel draufmachen. Wenn du gegen so eine tiefstehende Mannschaft führst, dann musst du es nach Hause bringen. Wir haben dann aufgehört Fußball zu spielen. Ich weiß nicht warum und bin enttäuscht.“ Für Eilenburg steht am Sonnabend der nächste Kracher vor der Tür. Dann reißen die Nordsachsen zum stimmungsgewaltigen FC Energie Cottbus. Mit Adam Fiedler und neuem Mut.