06. Juli 2019 / 15:01 Uhr

17. Eilenriede-Straßenlauf: Lisa Huwatscheck und Haftom Weldaj ist nicht zu folgen

17. Eilenriede-Straßenlauf: Lisa Huwatscheck und Haftom Weldaj ist nicht zu folgen

Norbert Fettback
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ehrung der Schnellsten: Für Timo Kuhlmann (von links), Jan Rutsch, Haftom Weldaj, Lisa Huwatscheck und Mareike Siebert gibt es nach dem Rennen Sachpreise. Es fehlt Lena Sommer.
Ehrung der Schnellsten: Für Timo Kuhlmann (von links), Jan Rutsch, Haftom Weldaj, Lisa Huwatscheck und Mareike Siebert gibt es nach dem Rennen Sachpreise. Es fehlt Lena Sommer. © Norbert Fettback
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Sowohl bei den Männern als auch den Frauen ist der Eilenriede-Straßenlauf, bei dem zugleich die Bezirksmeistertitel vergeben werden, eine eindeutige Angelegenheit gewesen. Lisa Huwatscheck von Hannover 96 und Haftom Weldaj vom TSV Pattensen waren beim Rennen der Laufpass-Serie nicht zu stoppen.

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Am Ende war sie selbst überrascht. Ein wenig zumindest. „Mit dem Sieg habe ich nicht wirklich gerechnet, auch wenn es bei mir zuletzt ganz gut gelaufen ist“, sagte Lisa Huwatscheck. „Ich hatte mir auch nichts vorgenommen. Wenn man ohne Druck läuft, dann klappt es oft am besten.“

Aufwertung durch Bezirkstitel

So ist es geschehen beim 17. Eilenriede-Straßenlauf über zehn Kilometer, bei dem alljährlich zugleich die Bezirksmeistertitel vergeben werden. Das wertet dieses Rennen auf und sorgt für zusätzliche Attraktivität. Immerhin 355 Starter folgten der Einladung des VfL Eintracht Hannover, von denen bei den Frauen Lisa Huwatscheck (38:57 Minuten) und bei den Männern Topfavorit Haftom Weldaj (31:34) die Schnellsten waren und sich die Einzeltitel holten.Und das mit gehörigem Vorsprung.

Starkes Team: Timo Görtler (von links), Jan Rutsch und Timo Kuhlmann vom TuS Bothfeld gewinnen die Mannschaftswertung.
Starkes Team: Timo Görtler (von links), Jan Rutsch und Timo Kuhlmann vom TuS Bothfeld gewinnen die Mannschaftswertung. © Norbert Fettback
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Huwatscheck, die für Hannover 96 antritt, hat offenbar Gefallen gefunden an diesem flachen Kurs durch den Stadtwald. Die 38:57 Minuten bedeuteten für sie eine neue persönliche Bestzeit. Die alte stand bei 39:16 und stammte aus dem Vorjahr, aufgestellt beim Eilenriede-Straßenlauf, den sie seinerzeit als Dritte beendete. Das sorgte bei der Siegerehrung für ein zusätzliches Lächeln.

96 und der TuS dominieren

Und es gab noch einen Grund zur Freude: Mit Lena Sommer (39:27), 2018 noch Erste, und Mareike Siebert (39.31) folgten zwei weitere 96-Läuferinnen auf den nächsten Plätzen. Aus Vereinssicht ein perfektes Resultat!

Das war es bei den Männern auch für den TuS Bothfeld. Platz zwei für Jan Rutsch in 33:07, Rang drei für Timo Kuhlmann (33:15), dazu Timo Görtler (37:02) als 19. im Ziel, die Mannschaftswertung war eine klare Bothfelder Angelegenheit.

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In breiter Front: Mehr als 350 Sportler starten zum Eilenriede-Straßenlauf über zehn Kilometer. 
In breiter Front: Mehr als 350 Sportler starten zum Eilenriede-Straßenlauf über zehn Kilometer.  © privat

Zu den Geschlagenen gehörten mit Jan Kaschura (33:18), Robin Eckert (33:49), Christian Schlamelcher (34:05) und Andreas Solter (34:17) alles andere als heurige Hasen. Und trotzdem war die Freude darüber etwas getrübt. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Kuhlmann. „Eine Zeit um 32:30 hätte es schon werden sollen.“

Weniger Training, mehr Trainer

Für ihn habe sich das Rennen aber schon von Anfang an „zäh angefühlt“. Was wohl auch in Zusammenhang damit steht, dass der 28-Jährige im Training im Vergleich zu früher deutlich kürzer tritt und sich mehr auf sein Sportmanagement-Studium und seine zeitintensive Trainertätigkeit beim TuS konzentriert.

Beim Eilenriede-Straßenrennen, mit dem die „Laufpass“-Serie in die Sommerpause geht, konnte er auch die unfreiwillige Vorlage seines Vereinskumpels Rutsch nicht nutzen. Der reagiert allergisch auf Pollen, das hatte bei Kilometer 7 eine rund halbminütige Stehpause zur Folge.

Ein Wegweiser: Plakate des VfL Eintracht künden vom Rennen in der Eilenriede.
Ein Wegweiser: Plakate des VfL Eintracht künden vom Rennen in der Eilenriede. © Norbert Fettback

Kuhlmann lief zwar an ihm vorbei, wurde dann von Rutsch aber einen guten Kilometer vor dem Ziel wieder überholt. „Ich habe einfach nicht die Form, die ich schon mal hatte“, sagte Kuhlmann.

Marathon und Hausrekord im Visier

Rutsch hingegen konnte frohlocken. Pollenprobleme hin oder her (aus diesem Grund musste er jüngst auch beim Gehrdener Burgberglauf aussteigen) – er sieht sich im Plan. „Das war heute ganz okay“, sagte er. „Ich bin zufrieden, auch mit Blick auf Berlin.“ In der Hauptstadt will er seinen nächsten Marathon laufen, und er hat ein ambitioniertes Ziel: eine Zeit um 2:25 Stunden, also fünf Minuten unter seinem aktuellen Hausrekord. Ein zweiter Platz beim gut besetzten Rennen in der Eilenriede ist in dieser Hinsicht gut für die Psyche.

An Haftom Weldaj vom TSV Pattensen war aber auch für Rutsch erwartungsgemäß kein Herankommen. Der Ausnahmeläufer hatte auf diesem Kurs bereits 2018 triumphiert, diesmal war in 31:34 fast zweieinhalb Minuten schneller und verpasste den Streckenrekord nur knapp.

Ohne wirkliche Konkurrenz: Haftom Weldaj vom TSV Pattensen kann seinen Vorjahreserfolg wiederholen. 
Ohne wirkliche Konkurrenz: Haftom Weldaj vom TSV Pattensen kann seinen Vorjahreserfolg wiederholen.  © privat

Und das bei dieser Vorgeschichte: Erst die Woche zuvor war er aus Afrika zurückgekehrt, mit nicht selbst verschuldeter Verspätung. Dann ging es gleich weiter nach München zum Sportscheck-Run – Weldaj siegte auf der Zehn-Kilometer-Distanz bei 35 Grad Celsius in 32:20 Minuten. In der Eilenriede waren es fünf Tage später vergleichsweise angenehme 22 Grad, Weldaj gewann erneut unangefochten und sehnt sich nach Rennen mit wirklicher Konkurrenz.

Sein Betreuer Friedrich Weber hofft in der Hinsicht auf die norddeutsche Meisterschaft am 20. und 21. Juli in Hannover, bei der Weldaj seinen Titel auf der 5000-Meter-Strecke zu verteidigen hat. Klappt es, wäre das ein bemerkenswerter Hattrick.

Freude pur: Mike Asche (rechts) hat seine Bestzeit über zehn Kilometer um fast eine Minute auf 40:18 Minuten verbessert, auch Steffen Gieseler, sein Laufkollege von Pingpank Running, ist mit seiner Zeit von 46:57 Minuten zufrieden.
Freude pur: Mike Asche (rechts) hat seine Bestzeit über zehn Kilometer um fast eine Minute auf 40:18 Minuten verbessert, auch Steffen Gieseler, sein Laufkollege von Pingpank Running, ist mit seiner Zeit von 46:57 Minuten zufrieden. © privat
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