06. Mai 2020 / 09:53 Uhr

Ein Blick auf die größten Erfolge des FC Bad Lausick

Ein Blick auf die größten Erfolge des FC Bad Lausick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
badlausick
Christian Nehring (l.) gehörte jahrelang zu den Stützen des FC Bad Lausick, hier hängt her Thomas Müller von Rotation Leipzig ab. © Andre Kempner
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Im Jahr 1990 Entstand aus den Fußballabteilungen Bad Lausicks der Gesamtverein FC Bad Lausick. Zehn Jahre später sollte die Mannschaft Pokalgeschichte schreiben.

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Bad Lausick. Im Dezember 1990 wurde die Fußballabteilung Bad Lausicks, bis dahin unter Medizin, Stahl und SV agierend, aus dem Gesamtverein herausgelöst um dann als FC Bad Lausick 1990 durchweg auf Bezirks- und Landesebene am Ball zu bleiben.

Dem Aufstieg in die Bezirksklasse (heute Kreisoberliga) unter Klaus Dieter Fekete folgte 1996 unter Wolfgang Fischer der Aufstieg in die Bezirksliga (heute Landesklasse). Dieser wiederum übergab das Ruder nach dem Abstieg 2002 an Rene Vierig, der bis 2008 agierte, dann an Ingmar Nehring abgab, bevor Vierig 2012 erneut für längere Zeit die Mannschaft betreute.

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Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass ein Fußballspiel für Aufsehen im Leipziger Gebiet sorgte: Die drei Bezirksverbände (Leipzig, Dresden, Chemnitz) spielten über Jahrzehnte hinweg einen eigenen Pokal aus – ab 1999 wurde dieser, für aus heutiger Sicht fast unglaubliche zehn Jahre, zur Domäne der Kurstädter Kicker.

Erster Pokalsieg

In den Jahren zuvor hatte keiner diesen Pokalwettbewerb auf dem Schirm, erst ab Mitte der 90er Jahre setzte ein Umdenken ein. Zweimal erreichte der FC als unterklassige Mannschaft das Achtelfinale, schied 1995 in Kitzscher (0:2) und 1997 in Stötteritz (0:1) aus.

Die folgende Spielzeit begann mit einem 3:1-Heimsieg gegen Hartha, es folgte ein 4:2 nach Verlängerung in Mockrehna und ein 6:2 in Oschatz. Nun hatte das Team offenbar Blut geleckt: kurz vor Weihnachten 1998 ging die Reise nach Hausdorf, wo auf dem Nebenplatz ein bis heute denkwürdiges Pokalmatch mit einem 4:2-Erfolg nach Verlängerung für die Lausicker endete. Im Halbfinale hieß der Gastgeber SSV Stötteritz und mit einem 2:1-Sieg zog der FC erstmals ins Endspiel ein.

Dies fand beim damals noch in der Bezirksklasse spielenden VfB Zwenkau statt, eine Mannschaft die unter Jochen Kunath auf dem Weg nach oben war und ein Jahr zuvor den BC Hartha im Finale, ebenfalls auf eigenen Platz, mit 4:0 keine Chance gelassen hatte. Es war ein packendes Spiel, aus dem Bad Lausick letztlich mit einem 2:0 als Sieger hervorging. Wie sehr die Niederlage den Gastgeber schmerzte, zeigte sich als die Kurstädter nach dem Siegesjubel vergeblich nach Speis und Trank suchten – alle Verkaufsstände hatten blitzartig geschlossen.

Einzug ins „Jahrhundertendspiel 2000“

Als Pokalverteidiger hatte der FC in der Saison 1999/2000 zunächst ein Freilos, aber auch das Recht im Landespokal anzutreten. Landesligist Wurzen wurde mit 3:2 bezwungen, in der nächsten Runde setzte der damalige VfB Leipzig mit einem 6:1 das Stoppsignal. Bis heute ist ungeklärt, ob die angegebene Zuschauerzahl (1300) stimmte, der Medienrummel galt jedoch weniger dem Spiel als vielmehr der Tatsache, dass der VfB kurz vor der Insolvenz stand.

Im Bezirkspokal ging es mit einem 5:1 in Bad Düben, einem 1:0 bei Blau-Weiß Leipzig und einem 5:0 gegen Blau-Weiß Torgau ins Halbfinale. Dort stand erneut der Hausdorfer SV auf dem Plan, diesmal reichte ein 1:0 für den Einzug ins „Jahrhundertendspiel 2000“. Wie ein Jahr zuvor war mit dem SV Tresenwald ein unterklassiger Gegner Gastgeber für ein Match, das bis heute für Gesprächsstoff sorgt.

Die Truppe von Manfred Walther führte bei unglaublicher Hitze schnell mit 2:0, doch der Stadionsprecher sorgte mit seiner spöttischen Anmerkung „Wir bedanken uns bei Thomas Wittig für dieses schöne Eigentor zum 2:0“ für einen Ruck bei den Gästen, die die Partie zunächst drehten, dann wieder in Rückstand gerieten, ehe Jörg Engelmann mit seinem Tor zum 5:4 für grenzenlosen Jubel bei den Lausickern sorgte.