12. Februar 2020 / 19:42 Uhr

Ein Dreier zum Valentinstag: Marco Terrazzino mit Dynamo Dresden beim FC St. Pauli

Ein Dreier zum Valentinstag: Marco Terrazzino mit Dynamo Dresden beim FC St. Pauli

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Mit Ball am Fuß ab in Richtung gegnerisches Tor: Das ist der Plan von Dynamos Marco Terrazzino in Hamburg.
Mit Ball am Fuß ab in Richtung gegnerisches Tor: Das ist der Plan von Dynamos Marco Terrazzino in Hamburg. © Dennis Hetzschold
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Der SGD-Offensivmann will am Freitagabend auf dem Kiez endlich den von den Schwarz-Gelben heiß ersehnten Auswärtssieg einfahren. Doch auch persönlich möchte Terrazzino in Hamburg noch einen Bock umstoßen.

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Dresden. Ein Freitagabend-Spiel unter Flutlicht am Millerntor – Fußballerherz, was willst du mehr? „Dort wartet ein heimstarker Gegner, der alles von uns abverlangt. Wir sind heiß darauf“, blickt Dynamo Dresdens Offensivmann Marco Terrazzino auf das Gastspiel beim FC St. Pauli voraus – wohlwissend, dass es für beide Mannschaften im Abstiegskampf um viel geht.

Die Dynamos als Tabellenschlusslicht wollen trotz des Valentinstags sicher keine Liebe machen mit dem Viertletzten aus der Hansestadt und auch mit Rotlicht möchte der Inhaber der Roten Laterne aus Sachsen derzeit definitiv nicht mehr viel zu tun haben, obschon ein flotter Dreier auf dem Kiez das Ziel der Schwarz-Gelben ist. Gemeint sind natürlich drei Punkte, die es für den Auswärtssieg gäbe – es wäre vereins- und ligaübergreifend der erste der Sportgemeinschaft in Hamburg überhaupt. Und der erste Zweitliga-Sieg der Schwarz-Gelben auf fremdem Platz seit – kein Scherz – dem 1. April 2019, als die SGD mit 3:1 im Sachsenduell bei Erzgebirge Aue die Oberhand behielt.

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„Wir werden alles daran setzen, dass diese Statistik fällt, und spielen auf Sieg“, kündigt Marco Terrazzino an, der im Millerntor-Stadion auch selbst nur negative Erfahrungen sammelte. Jeweils in der Startelf stehend, verlor er dort 2012 mit dem Karlsruher SC (0:1) sowie 2015 (1:5) und 2016 (0:2) als Spieler des VfL Bochum. Mit den Schwarz-Gelben wagt er nun, zwei Wochen nach dem guten Auftritt beim 0:0 in Heidenheim, einen neuen Versuch. Im Hinblick darauf sagt der 28-Jährige: „Wir wollen so eine stabile Leistung wie im letzten Auswärtsspiel zeigen, dabei aber mehr Offensivakzente setzen.“

Kauczinski lobt Terrazzino

Das wäre auch dringend nötig, denn das letzte Auswärtstor der SGD gelang Niklas Kreuzer im November zur 1:2-Niederlage beim HSV im Volksparkstadion. Vielleicht schließt sich ja am Freitag in Hamburg der Kreis, wenn Trainer Markus Kauczinski, bis April 2019 Coach der Kiezkicker, mit Dynamo schon zum zweiten Mal in seiner noch recht jungen Amtszeit auf einen seiner Ex-Vereine trifft. Dass ausgerechnet Marco Terrazzino bei der gestrigen Pressekonferenz vorm Spieltag auftauchte, könnte dabei ein gutes Omen sein – war er es doch, der zum Jahresauftakt den KSC, Kauczinskis Arbeitgeber bis 2016, mit dem entscheidenden Tor zum 1:0 abschoss.

Ein guter Einstand des Neuzugangs, den die Dresdner im Januar von Bundesligist SC Freiburg ausliehen. Das bescheinigt ihm auch sein Trainer: „Marco ist gut angekommen. Er kam aus einer Phase in Freiburg, wo er nicht so viel gespielt hat. Dann weiß man nie genau, wie er Spiel auf Spiel verkraftet. Das hat er sehr gut gemacht. Er ist sehr stark am Ball und in kurzer Zeit ein wichtiger Faktor im Team geworden“, sagt Markus Kauczinski über seinen Schützling.

Auch Terrazzino hat sich über die 2:3-Heimpleite gegen Darmstadt 98 geärgert, gegen deren Wertung Dynamo Dresden wegen eines umstrittenen Videobeweises Protest einlegte. „Für mich ist die Schiedsrichter-Entscheidung unverständlich. Das hat überhaupt nichts mit Abseits zu tun“, wundert sich Terrazzino. Doch nachdem das letzte Freitagabendspiel der SGD unter keinem guten Stern stand, sieht er lieber nach vorn: „Nach Fluch kommt auf jeden Fall der Segen. Wir wollen das Spiel mit einem Erfolgserlebnis vergessen.“