25. August 2019 / 19:43 Uhr

Ein (fast) perfekter Sonntag: RB Leipzigs Timo Werner verlängert und trifft

Ein (fast) perfekter Sonntag: RB Leipzigs Timo Werner verlängert und trifft

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Timo Werner verlängerte bei RB Leipzig seinen Vertrag und traf gegen Eintracht Frankfurt zur frühen Führung. 
RB Leipzigs Timo Werner verlängerte bei RB Leipzig seinen Vertrag und traf gegen Eintracht Frankfurt zur frühen Führung.  © GEPA pictures
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Mit dem Führungstreffer beim 2:1 (1:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt und seiner Vertragsverlängerung hat Timo Werner die Fans von RB Leipzig am Sonntag in Ekstase versetzt. Ob die Entscheidung, zu bleiben, ein echter Brustlöser ist, muss sich noch zeigen.

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Leipzig. Als Timo Werner in der 10. Minute der Ball vor die Füße sprang war auf einen Schlag all das zu sehen, was den 23-Jährigen zu einem der besten Stürmer Deutschlands macht: das richtige Gespür für den freien Raum, das Selbstverständnis, den Abschluss direkt zu suchen und die Präzision bei der Ausführung.

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RB Leipzig - Eintracht Frankfurt (2:1) ©
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Folglich kann das Tor zur 1:0-Führung beim über weite Strecken soliden 2:1-Erfolg der Roten Bullen gegen Eintracht Frankfurt gern in die Schublade "Geschichten, die der Fußball schreibt" abgelegt werden. Es passte einfach zu gut, dass Werner den ersten Treffer des Spies markierte, kurz nachdem das schier endlose Ringen um seine Zukunft mit einer Vertragsverlängerung bis 2023 sein vorzeitiges Ende gefunden hatte.

Verlängerung als Brustlöser?

Nicht wenige Fans der Roten Bullen dürften sich in ihrer Hoffnung bestätigt gefühlt haben, dass der 23-Jährige mit dem Schwung der Entscheidung im Rücken endlich völlig befreit aufspielen würde. Zu oft hatte er in der jüngeren Vergangenheit glücklos und teilweise unzufrieden gewirkt. Klar, dass die Verbindung zur Vertrags-Hängepartie da schnell gezogen werden. Zumal einige Anhänger wenig Verständnis für das Zögern ihres Topstürmers aufbringen konnten.

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(1) Peter Gulacsi: Riskiert gegen Joveljic alles, rettet. Immer online, gute Präsenz. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Riskiert gegen Joveljic alles, rettet. Immer online, gute Präsenz. Note 2. ©

Leipzigs Geschäftsführer Mintzlaff schloss zumindest nicht aus, dass die Situation der vergangenen Monate bei Werner Spuren hinterlassen haben könnte: "Klar ist, dass wenn du als junger Spieler permanent diese Gedanken hast, dass das immer mal wieder präsent ist. Da wird ja auch immer wieder nachgefragt. Ich glaube aber, dass das jetzt abgehakt ist. Jetzt weiß er, dass seine Zukunft bei RB Leipzig ist und er kann sich voll auf Fußball konzentrieren."

Werner will Leistung nicht auf Verhandlungen schieben

Werner glaubt indes nicht, dass sich der lange Weg zur Entscheidung direkt auf sein Spiel ausgewirkt hat: "Ob mit oder ohne Vertragsverlängerung. Das ändert nichts daran, wie ich auf dem Feld stehe. Mir wurde auch immer mal wieder eine Torflaute angedichtet. Aber das ist völlig normal. Ich habe letzte Saison 16 Tore geschossen, trotz der Vertragsverhandlungen."

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Lukas Klostermann (RB Leipzig): Ich denke, wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht und sind verdient in Führung gegangen. Wir hätten nur noch etwas früher das zweite Tor machen müssen. Das späte Gegentor hat es dann natürlich noch einmal eng gemacht. Aber wird haben es gut über die Zeit bekommen. Zwei Spiele, sechs Punkte – der Start ist gelungen! Zur Galerie
Lukas Klostermann (RB Leipzig): "Ich denke, wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht und sind verdient in Führung gegangen. Wir hätten nur noch etwas früher das zweite Tor machen müssen. Das späte Gegentor hat es dann natürlich noch einmal eng gemacht. Aber wird haben es gut über die Zeit bekommen. Zwei Spiele, sechs Punkte – der Start ist gelungen!" ©

Für diese These spricht, dass der Stürmer trotz der Unterschrift und des Führungstreffers keinen perfekten Sonntag erlebt hat, wenngleich das– so viel sei festgehalten – für die gesamte Mannschaft gilt. Vor allem in der zweiten Halbzeit fehlte es, da bildete Werner keine Ausnahme, an Präzision und Kaltschnäuzigkeit. Zudem musste ihn ihn Nagelsmann in Minute 79 nach einem leichten Schlag aufs Auge vorzeitig und vorsorglich vom Feld nehmen.

Erleichterung überwiegt

So oder so war allen Beteiligten nach Abpfiff die Erleichterung anzumerken – über den hart erkämpften dritten Pflichtspielsieg unter Nagelsmann, wie über das unterzeichnete Arbeitspapier von Timo Werner. Während der Chef-Coach zugab "sehr froh" zu sein, wies Mintzlaff auf die große Bedeutung der Personalie für den Leipziger Champions-League-Teilnehmer hin: "Natürlich ist er ein wichtiger Spieler für uns. Das ist aber auch ein klares Signal, dass wir hier kein Ausbildungsverein sind."

Auch im Team wurde Werners Entscheidung positiv aufgenommen. Sturmkollege Yussuf Poulsen, der sich mit einem Traumtor zum zwischenzeitlichen 2:0 ebenfalls auf der Anzeigetafel verewigt hatte, sagte nach dem Spiel: "Wir haben schon drei Jahre zusammengespielt, jedes Jahr über 30 Spiele. Wir kennen uns sehr gut und arbeiten gut zusammen. Ich freue mich sehr, dass er verlängert hat." Während der Däne schon vor dem Spiel von der Unterschrift Wind bekam, erfuhr es Keeper Peter Gulacsi nach eigener Aussage erst nach dem Schlusspfiff: "Ich freue mich sehr, auch weil es für ihn keine einfache Zeit war."

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