30. Dezember 2019 / 19:26 Uhr

Ein Favorit und fünf Außenseiter

Ein Favorit und fünf Außenseiter

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Favorit: Alles andere als der Gruppensieg für den TSV Wendezelle (re. Christian Schwan) wäre eine Überraschung.
Favorit: Alles andere als der Gruppensieg für den TSV Wendezelle (re. Christian Schwan) wäre eine Überraschung. © Ralf Büchler
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Von der Papierform her sollte für den TSV Wendezelle nichts schief gehen in der vierten Gruppe des PAZ-Cups. Denn der Fußball-Bezirksligist trifft ausschließlich auf Gegner, die mindestens zwei Klassen tiefer spielen als er. „Deshalb muss man auch gar nicht um den heißen Brei herumreden – wir sind klarer Favorit“, sagt TSV-Coach Thomas Mainka.

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Dennoch sei das Weiterkommen keineswegs eine Formsache, mahnt er und verweist auf die Leistung, die sein Team zuletzt in der Halle gezeigt hat. „Wenn wir genauso spielen wie bei der Endrunde in Ilsede, wird es schwer für uns.“ Viel zu viele Fehler habe sein Team da fabriziert, moniert Mainka. Dementsprechend erwartet er auch, „dass sich am Donnerstag alle steigern“.

Allerdings weiß der Wendezeller Coach noch nicht genau, wer ihm in der Silberkamphalle überhaupt zur Verfügung steht. „Ich muss erst noch telefonieren, da einige nicht in der Halle spielen wollen“, erklärt Mainka. Doch unabhängig davon, wer nun aufläuft, gibt es für ihn nur ein Ziel: der Einzug in die Finalrunde. „Und zwar als Gruppenerster – das sollte möglich sein.“ Damit dies auch gelingt, setzt Thomas Mainka vor allem auf die taktische Disziplin. „Denn die ist alles in der Halle.“

Auch für den Coach des TSV Marathon Peine ist das strategische Handeln auf dem Spielfeld der entscheidende Faktor. „Das ist der Schlüssel zum Erfolg – Wendezelle ist das Paradebeispiel dafür, wie es geht“, sagt Benjamin Weiß. Bei seinem Team hingegen hapere es daran noch ein wenig. „An der Qualität mangelt es nicht, aber wichtig ist, schnell wieder hinter den Ball zu kommen, gut zu verteidigen – und vor allem die Egoismen abzustellen“, fordert Weiß. „Wenn das alle beherzigen, könnte es mit dem Weiterkommen klappen.“

Platz eins ist für ihn jedoch schon vergeben. „Wendezelle macht es, aber dahinter ist alles offen.“ Schließlich habe jedes Team fünf, sechs gute Hallenspieler, „so dass es auf jeden Fall sehr spannend wird im Kampf um den zweiten Platz“. Erreicht der TSV Marathon den, „wäre das der Wahnsinn für die Mannschaft. Denn für jeden Fußballer aus Peine ist es ein geiles Gefühl, beim PAZ-Cup in der Endrunde vor einer solchen Kulisse zu spielen“, sagt Weiß.

So weit möchte Philipp Wulfes noch gar nicht vorausblicken. „Für uns ist es schon ein toller Erfolg, dass wir überhaupt dabei sind – das ist eine schöne Belohnung für unsere gute Hinserie“, erklärt des Coach des TSV Adler Handorf. Allerdings biete die Konstellation in dieser Gruppe durchaus die Möglichkeit, in die Endrunde einzuziehen. „Denn hinter Wendezelle ist das Feld sehr ausgeglichen, so dass sich alle fünf Mannschaften etwas ausrechnen dürfen“, erläutert Wulfes.

Entsprechend liebäugeln auch die Handorfer mit Rang zwei. „Holen wir den, wäre das das Sahnehäubchen.“ Um dies jedoch zu schaffen, „benötigen wir einen guten Tag – und man braucht auch das notwendige Glück“, sagt Wulfes. Eines steht für ihn dagegen schon vorab fest: An lautstarker Unterstützung für die Adler wird es nicht mangeln. „Denn es werden viele Fans mitkommen, da es auch für sie ein tolles Event ist.“

Außerdem spielen noch in der Gruppe 4 (Donnerstag, 2. Januar, ab 18 Uhr, Silberkamphalle): Union Groß Ilsede, MTV Wedtlenstedt, TSV Meerdorf.

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