15. März 2022 / 16:28 Uhr

Bei der Reserve von Fortuna Babelsberg: Ein gebrauchter Sonntag für FSV Brück

Bei der Reserve von Fortuna Babelsberg: Ein gebrauchter Sonntag für FSV Brück

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Brücker (in Rot-Schwarz) taten sich auf dem schnellen Kunstrasenteppich der Fortuna II sehr schwer, ihr Spiel aufzuziehen. 
Die Brücker (in Rot-Schwarz) taten sich auf dem schnellen Kunstrasenteppich der Fortuna II sehr schwer, ihr Spiel aufzuziehen.  © Jörgen Heller
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Kreisoberliga Havelland: Der FSV Brück verliert bei Fortuna Babelsberg II deutlich mit 0:5.

Am 19. Spieltag der Kreisoberliga mussten die Fußballer des FSV Brück 1922 einmal wieder auf dem ihnen ungeliebten Kunstrasen spielen, diesmal auf dem der Reserve-Mannschaft von Fortuna Babelsberg. So mühten sich die Planestädter auf dem schnellen Teppich auf dem Sternsportplatz mächtig ab und kämpften um Tore. Die blieben bei ihnen aber aus, im Gegensatz zu den Hausherren. Fortuna II traf auf dem ihnen sichtlich vertrauten Geläuf ganze fünf Mal, so dass Brück mit einer hohen 0:5 (0:2)-Auswärtsniederlage wieder nach Hause fahren musste.

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Da FSV-Coach Michael Wilimzig einige Spieler für die Reserve-Mannschaft abstellen musste, stand ihm für das Spiel in der Filmstadt nur ein kleiner Kader mit einem Wechselspieler zur Verfügung. Seine Startelf begann beherzt und nach nur einer Spielminute hatte Brücks Kapitän Maximilian Leetz die Führung auf dem Fuß. Er setzte das Leder aber weit über das Babelsberger Gehäuse.

Wilhelm Jacobi vergibt Riesenmöglichkeit

Ab diesem Zeitpunkt ging bei den Gästen in den folgenden 20 Minuten laut Wilimzig „nach vorne gar nichts“. Gegen die anrennenden Fortunen versuchte sich Brück, hinten größtenteils irgendwie zu befreien und folgende Gegenstöße, einige Male über lange Bälle, blieben größtenteils erfolglos. Während die Fläminger also nach vorne größtenteils ungefährlich blieben, war die Brücker Hintermannschaft dem Druck der Babelsberger nach 20 Minuten nicht mehr gewachsen und musste den ersten Gegentreffer hinnehmen.

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Darauf war Brück weiter sehr bemüht. Einmal vergab Wilhelm Jacobi eine Riesenmöglichkeit. Und bei einem weiteren Angriff wurde der Schuss von Leetz aus aussichtsreicher Position geblockt. Auf der Gegenseite tauchte der Gastgeber oftmals in der Brücker Spielhälfte auf und kam zu vielen Ecken. Eine führte drei Minuten vor der Pause zum 0:2 aus Sicht Brücks, der verständlicherweise bedient in die Kabine verschwand.

Spiel ab der 60. Minute entschieden

Obwohl sich der FSV für die zweiten 45 Minuten vornahm, den Gegner früher anzulaufen, musste er nach einer vergebenen Chance von Lance Pagel kurz nach dem Wiederanpfiff fast im Gegenzug das 0:3 hinnehmen (49.). „Da war natürlich der Plan für die zweite Halbzeit gleich über den Haufen geworfen“, so Wilimzig.

Trotz des hohen Rückstandes war seine Mannschaft weiter sehr bemüht. So erarbeitete sie sich zwei gute Möglichkeiten, die aber ohne Fortune blieben, im Gegensatz zur Fortuna, die nach einem individuellen Abwehrfehler eines Brückers in der 60. Minute auf 4:0 erhöhte und das Spiel so quasi nach einer Stunde im Grunde gelaufen war. Und als einem Babelsberger Spieler in der 77. Minute auch noch ein Sonntagsschuss zum 5:0-Endstand gelang, wurde offensichtlich: Bei Fortuna hat an diesem Spielsonntag alles gepasst und bei Brück gar nichts.

„Zur Zeit sind wir einfach viel zu uneffektiv vor dem Tor“, monierte Brücks Coach Wilimzig. Seine Mannschaft fiel um zwei Ränge ab auf Tabellenplatz zwölf, mit sieben Punkten Abstand zur Abstiegszone. Nächsten Spieltag kommt Tabellennachbar Blau-Weiß Damsdorf.