22. Februar 2021 / 08:22 Uhr

Ein Gegentor in drei Spielen: Dynamo Dresdens Bollwerk hält

Ein Gegentor in drei Spielen: Dynamo Dresdens Bollwerk hält

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Yannick Stark (li.) and Tim Knipping (re.) und Co. sorgen insbesondere in den letzten Spielen dafür, dass der Kasten von Dynamo Dresden sauber bleibt.
Yannick Stark (li.) and Tim Knipping (re.) und Co. sorgen insbesondere in den letzten Spielen dafür, dass der Kasten von Dynamo Dresden sauber bleibt. © 2021 Getty Images
Anzeige

Bei Dynamo läuft es zur Zeit: Was auch an der stabilen Abwehr der Dresdner liegt. Dabei sah es vor nicht mehr als vier Wochen - mit zwei Platzverweisen für SGD-Verteidiger in einem Spiel - zunächst düster aus.

Anzeige

Zwickau/Dresden. Nur ein Gegentor aus den letzten drei Spielen, beide Ostduelle – in Zwickau wie vor zwei Wochen in Magdeburg – zu Null gewonnen: Dynamo Dresdens Defensive steht wieder prächtig. Dabei musste man eigentlich Böses ahnen: In den vier Partien zuvor setzte es insgesamt sieben Gegentreffer und beim negativen Schlusspunkt, der bitteren 0:1-Pleite in Mannheim, flogen noch zwei Innenverteidiger mit Roten Karten vom Platz. Doch während Kapitän Sebastian Mai drei Spiele Sperre aufgebrummt bekam und die jüngsten drei Siege nur als lautstarker Zuschauer auf der Tribüne erlebte, musste Kevin Ehlers nur in Magdeburg aussetzen und war damit gegen Lübeck und beim FSV Zwickau wieder fester Bestandteil der Dreierkette.

Anzeige

Dort bekam es der 20-Jährige im Duell der Fußballer-Generationen mit dem fast 18 Jahre älteren Ronny König zu tun, der äußerst abgezockt ist. Entsprechend hart waren die Zweikämpfe mit dem Routinier, wie „Ehle“ berichtet: „Das ist natürlich ein schöner Schrank. Da ist es schwer, vorbeizukommen oder den Körper reinzubringen. Aber wir drei haben es da hinten ganz gut gemacht“, schließt er seine Nebenleute Tim Knipping und Leroy Kwadwo mit ein. Dass es derzeit trotz der Personalnot defensiv so gut läuft, könnte einerseits an den jüngsten Gegnern liegen: Der FCM, der VfB und der FSV sind nicht als Top-Teams der 3. Liga bekannt. Andererseits geben das Können und die Einsatzbereitschaft der Dresdner Abwehrleute inklusive Torwart Kevin Broll den Ausschlag.

Mehr zu Dynamo

„Wir wissen natürlich, was wir zu tun haben. Jeder kann auf den Anderen bauen. Wir reden hinten viel miteinander, coachen uns gegenseitig, dass die Ordnung stimmt. Dass wir Qualität haben, steht außer Frage. Wenn wir die richtig auf den Platz kriegen, ist klar, dass es ganz gut funktionieren kann“, meint Kevin Ehlers, der nach dem 2:0-Sieg in Zwickau bilanziert: „Wir waren gut in den Zweikämpfen, haben hinten wenig zugelassen. Nur die Standards waren immer gefährlich. Wir können auf jeden Fall zufrieden sein.“ Und vorn stand Pascal Sohm goldrichtig: „Für ,Sohmi‘ freut es mich immens, dass er sich belohnen konnte und sich da reingeworfen hat.“

Am Mittwoch steht schon die nächste Aufgabe an: das Heimspiel gegen Bayern München II. Kapitän Sebastian Mai wird dann wieder dabei sein, Leroy Kwadwo als gelernter Außenverteidiger wahrscheinlich aus der Dreierkette weichen müssen. Die Marschrichtung ist für Kevin Ehlers nach der 0:3-Pleite im Hinrundenspiel klar: „Gegen Bayern haben wir auch noch eine Rechnung offen, da haben wir eine ganz schöne Klatsche bekommen. Deswegen werden wir alles reinhauen.“