21. November 2022 / 14:32 Uhr

Ein Kickerspiel bis 40 Tore? Für WM und Champions League genau das Richtige

Ein Kickerspiel bis 40 Tore? Für WM und Champions League genau das Richtige

Bruno Tschoner
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Race to 40: Kevin Hundstorfer links im Viertelfinale der WM 2022 in Nantes gegen die Niederlande, stellt die Besonderheit des Modus unter Beweis. Im dritten Block von vier, dreht der Österreicher ein 8:20 in ein 30:29 und legt den Grundstein zum WM-Titel.
Race to 40: Kevin Hundstorfer links im Viertelfinale der WM 2022 in Nantes gegen die Niederlande, stellt die Besonderheit des Modus unter Beweis. Im dritten Block von vier, dreht der Österreicher ein 8:20 in ein 30:29 und legt den Grundstein zum WM-Titel. © Yann Chemineau
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Der SPORTBUZZER erklärt warum, bei der WM und der European Champions League der Race to 40 Modus gespielt wird. 

Das Prinzip ist einfach. Das Team, das als erstes 40 Tore hat gewinnt. Lediglich die Aufteilung einer Partie bedarf einer Erklärung. Eine Begegnung besteht immer aus vier Blöcken: Einzel (E1), Doppel (D1), Einzel (E2) & Doppel (D2). Das erste Einzel wird gespielt bis ein Team 10 Tore hat, das erste Doppel bis ein Team 20 Tore erreicht hat, Einzel 3 bis 30, Doppel 2 bis 40.

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Die Besonderheit am Modus ist, dass ein Team in der Theorie im vierten Block 38:0 in Rückstand liegen kann und das letzte Doppel die Partie mit 40 Toren am Stück immer noch gewinnen kann. Das heißt es ist immer alles drin.

Der Österreicher Kevin Hundstorfer lieferte beim World Cup 2022 ein Exempel dafür. Im Viertelfinale der Herren lag er mit Österreich vor seinem Einzel (E2) mit 20:8 in Rückstand. Dann drehte er auf und gewann sein Einzel mit 22:9. Das Gesamtresultat vor dem finalen Doppelblock (D2) lautete dann also 30:29 für Österreich.

Der Modus ergibt speziell für die internationalen Bewerbe Sinn, da diese auf verschiedenen Tischmodellen „Multitable“ gespielt werden. Innerhalb einer Partie wird nach jedem zweiten Tor der Tisch gewechselt, also ständig zwischen den Tischen hin und her gesprungen. So ist jedes geschossene Tor, speziell das auf dem gegnerischen Tisch etwas Wert. Immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass beim Spielmodus mit Sätzen bis 5, die Teams ihre Partien auf dem Heimtisch holten und Spannung erst im finalen letzten Satz beim Springen zwischen den Tischen entstand.

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