12. Juli 2016 / 10:44 Uhr

Ein Knirps wird zum Helden der MAZ-Mini-EM

Ein Knirps wird zum Helden der MAZ-Mini-EM

Sebastian Morgner und Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Großer Bahnhof im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion: Die zehn- und elfjährigen Fußballer wurden diesmal von den Eltern aufs Spielfeld begleitet.
Großer Bahnhof im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion: Die zehn- und elfjährigen Fußballer wurden diesmal von den Eltern aufs Spielfeld begleitet. © Julian Stähle
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Anthony Stanke vom MSV Neuruppin zum besten Torwart der Endrunde gewählt.

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Anthony Stanke springt vor Freude in die Luft. Der Torwart des MSV Neuruppin kann es noch gar nicht so recht glauben. Er soll bester Torwart der MAZ-Mini-EM sein? Wirklich? Schüchtern schleicht der Zehnjährige zur Siegerehrung und schnappt sich den Pokal aus den Händen von Günter Baaske. Der Minister für Bildung, Jugend und Sport klatscht mit dem Keeper ab. „Es hat Riesenspaß gemacht, in diesem Stadion zu spielen“, jubelte Anthony. Das seine Mannschaft – als Albanien ins Turnier gestartet – das Endspiel gegen Island (Oranienburger FC) verloren hat, spielt in dieser Sekunde keine Rolle. „Ich hatte schon bei der Vorrunde am Montag in Neuruppin Schiss, einen Fehler zu machen“, erklärt der Neuruppiner EJunior. Bei einem Punktspiel sei ihm mal ein Rückpass unter der Sohle durchgerutscht. „Seitdem habe ich Angst, dass mir wieder so ein Fehler unterlaufen könnte.“

Doch Grund zur Sorge hätte der kleine Held gar nicht haben brauchen. Schon in der Vorrunde blieb der Junge fehlerfrei. Auch beim Finale am Sonntag war Anthony bei den Gegentoren machtlos. Acht Mannschaften kämpften im Karl-Liebknecht-Stadion um die Trophäe, die am Ende Island holte. Das Team von Trainer Andreas Nagel spielt eigentlich Kreisliga. „Wir wollten allen zeigen, dass wir auch in der Landesliga hätten bestehen können“, so Nagel. „Die Jungs haben das super gemacht. Wir sind alle sehr stolz.“ Das war auch Anthony Stanke. Mit einem breiten Lächeln hielt das Talent den Pokal in die Kamera. „Ich hoffe, wir dürfen im nächsten Jahr wieder mitmachen“, sagt der Blondschopf. Bammel braucht er nach dieser Leistung jedenfalls nicht mehr haben.

Trainerstimmen zur MAZ-Mini-EM

Andreas Nagel (1. Platz, Oranienburger FC Eintracht): „Die Qualifikation für die Endrunde war für uns als Kreisligist, der sich gegen drei LandesligaVertreter durchgesetzt hat, schon ein Highlight. Das auch noch beim Ortsnachbarn in Sachsenhausen zu schaffen, war für uns eine Genugtuung. Jetzt im Finale standen wir dann erst zehn Minuten hinten drin – durch den Sonntagsschuss von Luca Röwer kippte das Spiel dann zu unseren Gunsten.“

Karsten Scholz (2. Platz, MSV Neuruppin): „Wir wollten dieses Turnier schon gewinnen und haben uns im Finale leider nicht für das gute Spiel belohnt. Wir hatten viele Chancen. Es war dennoch eine super Veranstaltung mit einer wahnsinnig guten Atmosphäre.“

Thomas Gottschalk (3. Platz, SG Bornim): „Die Spielpause vor dem Halbfinale tat uns nicht gut, danach haben wir zu langsam hinten rausgespielt. Wir sind trotzdem alle sehr stolz hier bei diesem super organisierten Turnier dabei gewesen zu sein. In der Rückrunde lief es bei uns nicht mehr so gut, deshalb war das hier für uns noch einmal ein gelungener Saisonabschluss, der richtig viel Spaß gemacht hat.“

Dirk Starck (4. Platz, SSV Einheit Perleberg): „Für uns ist der vierte Platz völlig in Ordnung. Für die Jungs war es zum Abschluss der Spielzeit ein Riesenhighlight bei dieser Veranstaltung mit dabei sein zu können. Dieses tolle Erlebnis werden sie sicher noch lange in Erinnerung behalten.“

Falko Herzberg (SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen): „Wir haben uns gefreut, in diesem großen Stadion mitspielen zu dürfen. Die Jungs haben sich mit England richtig identifiziert, im Training viel darüber gesprochen. Dass wir am Ende im Neunmeterschießen rausgeflogen sind, ist zwar schade, aber wir ärgern uns nicht, sondern freuen uns über einen schönen Saisonabschluss.“

Dragan Kljajic (SV Dallgow): „Alleine, dass wir uns für dieses Turnier qualifiziert haben, war schon super. Obwohl wir leider im Viertelfinale ausgeschieden sind, haben wir uns sehr gefreut, dabei zu sein. Es war alles super: die Stimmung, der Platz, das Stadion und die Organisation.“

Matthias Storch (1. FFC Turbine Potsdam): „Obwohl wir sportlich im Viertelfinale überlegen waren, sind wir leider ausgeschieden. Es ging uns ein bisschen wie Deutschland im Halbfinale gegen Frankreich: Gut gespielt, aber nicht getroffen. Für unsere Spielerinnen war es etwas Besonderes sich in der Kabine der Bundesliga-Frauen umziehen zu dürfen.“

Thomas Dittrich (SV Babelsberg 03): "Ich habe die Mannschaft neu übernommen und sie zum ersten Mal betreut. Wir haben komplett mit unserem 2007er Jahrgang gespielt, der erst nächste Saison in der E-Jugend an den Start geht. Die Jungs haben super Moral bewiesen und spielerisch gut mitgehalten."

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