22. Juli 2019 / 17:14 Uhr

Novum: Magdeburg-Co-Trainer Silvio Bankert über seine Rote Karte

Novum: Magdeburg-Co-Trainer Silvio Bankert über seine Rote Karte

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Der aus Luckenwalde stammende Magdeburger Assistenzcoach Silvio Bankert sah am Wochenende die Rote Karte. Eine Strafe, die nach einer neuen Regel in dieser Saison von den Schiedsrichtern auch für Trainer ausgesprochen wird.
Der aus Luckenwalde stammende Magdeburger Assistenzcoach Silvio Bankert sah am Wochenende die Rote Karte. Eine Strafe, die nach einer neuen Regel in dieser Saison von den Schiedsrichtern auch für Trainer ausgesprochen wird. © Frank Neßler
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3. Liga: Silvio Bankert aus Luckenwalde sieht beim 1. FC Magdeburg im Auftaktspiel gegen Eintracht Braunschweig als erster Co-Trainer nach Einführung der neuen Regel die Rote Karte.

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"Auf diese Schlagzeilen könnte ich gern verzichten“, sagt Silvio Bankert. Der geborene Luckenwalder hat seit dem Wochenende einen Platz in den Geschichtsbüchern des Fußballs – und zwar mit einem Kuriosum. Als Assistenzcoach des Drittligisten 1. FC Magdeburg kassierte er den ersten Platzverweis nach Einführung einer neuen Regel - gültig ab dieser Saison. Danach darf auch ein Fehlverhalten von Trainern und Co-Trainern mit Gelber oder gar Roter Karte von den Schiedsrichtern geahndet werden.

Passiert war Folgendes: Beim Stand von 2:3 aus Magdeburger Sicht am Sonnabend, dem ersten Spieltag der 3. Fußball-Liga, wird in einer hitzigen Partie gegen Eintracht Braunschweig der Gästespieler Marcel Bär etwa auf Höhe der Mittellinie gefoult. Der Ball rollt in Richtung Bankert. Der 34-Jährige, der das Fußball-Abc beim FSV 63 und in Cottbus erlernte und beim 1. FCM und dem Chemnitzer FC aktiv spielte, kickt den Ball aus der Coachingzone zurück auf das Feld und trifft dabei den auf dem Boden liegenden Bär. Bankert hebt die Hände, als Zeichen, dass es keine Absicht gewesen sein soll.

Schiedsrichter Felix Zwayer bewertete die Szene allerdings anders und zeigte Bankert die Rote Karte in der 89. Minute. Magdeburg verlor die Partie mit 2:4.

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Dirk Heyne: Er spielte bereits 1967 als Zehnjähriger für den FCM. Er blieb den Bördestädtern als Torwart bis 1991 treu. Sein erstes Spiel für die Oberliga-Mannschaft bestritt er am 13. August 1977 gegen den 1. FC Union Berlin. Insgesamt stand Heyne 323 Mal für den FCM zwischen den Pfosten. Ab 2003 übernahm er das Traineramt in Magdeburg, stieg 2006 mit dem Team in die Regionalliga auf, doch verpasste den Durchmarsch in die 2. Bundesliga in letzter Sekunde. Am 9. Dezember 2007 wurde er wegen Erfolglosigkeit entlassen. Zur Galerie
Dirk Heyne: Er spielte bereits 1967 als Zehnjähriger für den FCM. Er blieb den Bördestädtern als Torwart bis 1991 treu. Sein erstes Spiel für die Oberliga-Mannschaft bestritt er am 13. August 1977 gegen den 1. FC Union Berlin. Insgesamt stand Heyne 323 Mal für den FCM zwischen den Pfosten. Ab 2003 übernahm er das Traineramt in Magdeburg, stieg 2006 mit dem Team in die Regionalliga auf, doch verpasste den Durchmarsch in die 2. Bundesliga in letzter Sekunde. Am 9. Dezember 2007 wurde er wegen Erfolglosigkeit entlassen. ©

„Ich wollte einfach nur den Ball schnell wieder ins Spiel bringen. Wir hatten ja noch die Chance, einen Punkt mitzunehmen. Es stand zu diesem Zeitpunkt 2:3“, sagt Bankert, „das daraus aufgrund der neuen Regel jetzt so ein Ballon wird, ist ärgerlich und unnötig, denn in keiner Weise wollte ich den Spieler treffen“.

Welche offizielle Strafe Bankert nun nach seiner Roten Karte erwartet, steht noch nicht fest. „Erst Ende der Woche wird die Entscheidung fallen“, sagt er. Als „Premieren-Sünder“ ist Bankert gespannt darauf, was ihn erwartet.

Und noch eine Frage ist zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt. Wie wird der Feldverweis für Co-Trainer Bankert eigentlich mannschaftsintern geahndet? In vielen Teams muss wohl deshalb der Strafenkatalog in dieser Saison erweitert werden. Zumindest hatte man sich in Magdeburg noch keine Gedanken darüber gemacht. „Für die Mannschaft gibt es einen Strafenkatalog“, sagt Bankert, „aber wie es für das Trainerteam aussieht, darüber müssen wir noch sprechen“.

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