25. Oktober 2020 / 13:49 Uhr

Ein langer Weg bis zu den drei Punkten für den SC Potsdam

Ein langer Weg bis zu den drei Punkten für den SC Potsdam

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Jubel nach dem Sieg in Erfurt bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam.
Jubel nach dem Sieg in Erfurt bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam.
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Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben in der Bundesliga beim Tabellenletzten Erfurt die erwarteten drei Punkte geholt, aber sie taten sich sehr schwer.

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Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben mit einem 3:1 (25:18, 25:27, 25:18, 25:20)-Sieg am Sonnabend bei Schwarz-Weiss Erfurt den zweiten Tabellenplatz in der Frauenvolleyball-Bundesliga verteidigt. Doch die drei Punkte gab es auch beim sieglosen Schlusslicht nicht geschenkt. „Klar zählen am Ende die drei Punkte, aber das Spiel hätten wir souveräner gestalten können. Wir haben uns schwer getan, Erfurt hat extrem gekämpft“, sagte SCP-Sportdirektor Toni Rieger. „Die vielen Wechsel haben gezeigt, dass es da noch an der Abstimmung fehlte. Training ist das eine, aber ein Wettkampf was ganz anderes. Es war gut, dass viele Spielerinnen zum Einsatz kamen. Die Saison ist noch lang, wir brauchen den gesamten Kader.“ Selbst die zweite Zuspielerin Lindsay Flory, die vorige Saison noch für Erfurt aktiv war, kam zu Spielzeiten.

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Veränderungen in der Starting Six

Denn Cheftrainer Guillermo Naranjo Hernandez überraschte mit seiner Starting Six. Statt des Stammsechsers durften Vanessa Agbortabi und Antonia Stautz auf Annahme-Außen von Anbeginn für Lindsey Ruddins und Laura Emonts aufs Feld. Das funktionierte zunächst recht gut, der erste Satz ging nach schneller klarer Führung (15:7) mit 25:18 sicher an die Gäste. Doch im zweiten Abschnitt häuften sich die Fehler. „Wir waren in der Annahme nicht gut“, monierte Rieger. Dann wurden drei Satzbälle nicht genutzt und die Thüringerinnen glichen unter dem Jubel der 311 Zuschauer in der Riethsporthalle mit dem 27:25 aus.

Den vierten Satz noch gedreht

Hernandez stellte wieder um. Emonts rückte wie schon gegen Schwerin auf die diagonale Angriffsposition für Brittany Abercrombie. Nach dem sicheren 25:18-Satzgewinn blieb es im vierten Durchgang nach zwischenzeitlichem Rückstand (10:15) lange offen (18:18), ehe die ebenfalls eingewechselte Ruddins mit dem zweiten Matchball nach 106 Minuten zum 25:20 alles klar machte. Mittelblockerin Kelsey Veltman erhielt die goldene MVP-Medaille. Rieger: „Dass wir das im vierten Satz noch umgebogen haben, zeigt aber, dass unsere Mannschaft intakt ist. Am Ende geht es immer um die Teamleistung.“