24. Juli 2021 / 18:18 Uhr

Ein Neuer trifft ins eigene Tor, Wolfsburg verliert gegen Monaco

Ein Neuer trifft ins eigene Tor, Wolfsburg verliert gegen Monaco

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Traf zum 1:0 für den VfL Wolfsburg gegen Monaco: Yannick Gerhardt.
Traf zum 1:0 für den VfL Wolfsburg gegen Monaco: Yannick Gerhardt. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg hat die vierte Testspiel-Niederlage in Folge kassiert. In Unterpremstätten in Österreich gab es trotz einer über weite Strecken sehr ordentlichen Leistung eine 1:2-(1:0)-Niederlage.

Führung, Eigentor, Niederlage: Der VfL Wolfsburg hat zwei Wochen vor seinem ersten Pflichtspiel im Pokal in Münster auch sein viertes von fünf Testspielen verloren, aber beim 1:2 (1:0) gegen die AS Monaco machte es der Champions-League-Teilnehmer lange ordentlich bis gut. Und: Beim Trainingslager-Abschluss kamen erstmals die beiden VfL-Neuzugänge Lukas Nmecha und Sebastiaan Bornauw zum Einsatz - letzterer wurde zum Pechvogel der Partie.

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Das Spiel begann bei rund 30 Grad - und mit einer Schrecksekunde für den VfL: Enzo Millot hatte im Wolfsburger Strafraum zu viel Platz, als er nach einer Flanke von der rechten Seite zum Abschluss kam, jedoch mit seinem Versuch nur den rechten Außenpfosten traf. Doch die Wolfsburger ließen sich davon nicht beeindrucken, sie hielten in einer durchaus körperbetonten ersten Halbzeit gut dagegen. Viel wichtiger aber noch nach der bislang enttäuschenden Vorbereitung: Auch nach vorn wusste der VfL gegen das französische Top-Team, das wie die Wolfsburger Anfang August sein erstes Pflichtspiel der neuen Saison bestreitet, zu gefallen. Vor allem über rechts, wo Ridle Baku (hinten) und Renato Steffen (vorn) für viel Dampf sorgten.

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Im Mittelfeld wiederum sorgten Kapitän Josuha Guilavogui und Yannick Gerhardt für Stabilität. Guilavogui hatte auch nach einer guten halben Stunde die erste dicke VfL-Möglichkeit auf dem Fuß, als er sich den Ball selbst mit einem gewonnen Offensiv-Zweikampf eroberte, aber dann von der Strafraumkante die Kugel drüber haute. Nicht so wild, der VfL blieb am Drücker: Flanke Baku von rechts, Kopfball Victor, aber Radoslaw Majecki hielt. Kurz vor der Pause war er dann aber machtlos. Wieder ging es über rechts, diesmal flankte Steffen - und Gerhardt vollendete mit dem Kopf, 1:0 für den VfL.

Nach der Pause wechselte van Bommel viermal - es kamen Pavao Pervan, für den es wie später für Xaver Schlager auch, viel Applaus gab. Jerome Roussillon, der zuletzt verliehene Omar Marmoush und Sebastiaan Bornauw wurden ebenfalls eingewechselt. Für Bornauw, den Neuzugang aus Köln war das die VfL-Premiere. Trotz der Wechsel blieb der VfL gut im Spiel, Guilavogui und Co. hielten gut ihre Positionen, die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen stimmten, es wurde viel geredet, sich gegenseitig geholfen. So, wie van Bommel das in den vergangenen Tagen in Bad Waltersdorf hatte üben lassen.

Aber nach einer guten Stunde wechselte van Bommel erneut und beim VfL stimmten Abstände und Abstimmung nicht mehr. Ausgerechnet Neuzugang Bornauw klärte eine Flanke unglücklich ins eigene Tor. Und es dauerte nicht lange, bis Aleksandr Golovin freistehend zur Führung für das Team von Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac zur Führung traf - dabei blieb es. Fünf Minuten vor dem Ende musste Jerome Roussillon mit Oberschenkel-Problemen ausgewechselt werden.

Am Samstag kommender Woche folgt dann die VfL-Generalprobe gegen Atletico Madrid im AOK-Stadion. Am 8. August (Sonntag) steht im DFB-Pokal das erste VfL-Pflichtspiel der neuen Saison bei Preußen Münster an, sechs Tage später kommt Aufsteiger Bochum zum Liga-Auftakt nach Wolfsburg.


Der VfL Wolfsburg im Test gegen Monaco - Die Bilder

VfL Wolfsburg - AS Monaco: Mark van Bommel, Niko Kovac und Jörg Schmadtke im Smalltalk vorm Spiel. Zur Galerie
VfL Wolfsburg - AS Monaco: Mark van Bommel, Niko Kovac und Jörg Schmadtke im Smalltalk vorm Spiel. ©

VfL: Casteels (46. Pervan) - Baku (63. Beifus), Lacroix (46. Bornauw), Brooks (63. Pongracic), Otavio (46. Roussillon, 85. Hernandez-Foster) - Guilavogui (79. Rexhbecaj), Gerhardt (63. Schlager) - Steffen (71. L. Nmecha), Philipp (71. Mehmedi), Victor (46. Marmoush, 79. Brekalo), Ginczek (63. Weghorst).

Monaco: Majecki - Sidibé (60. Aguilar), Disasi (60. Matsima), Badiashile (60. Pavlovic), Caio (60. Jakobs) - Matazo (60. Lemarechal), Tchouaméni (12. Fofana, 74. Akliouche) - Gelson Martins (46. Diatta, 74. Biancone), Fabregas (60. Golovin), Millot (46. Geubbels) - Isidor (60. Musaba).

Schiedsrichter: Jakob Semler (Graz).

Tore: 1:0 (39.) Gerhardt, 1:1 (65.) Bornauw (Eigentor), 1:2 (68.) Golovin.