29. August 2021 / 18:03 Uhr

Ein Punkt für den SSV Nörten, lange Gesichter beim I. SC Göttingen 05 und TSV LaSeu

Ein Punkt für den SSV Nörten, lange Gesichter beim I. SC Göttingen 05 und TSV LaSeu

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Nörtens Nils Hillemann (am Ball, gegen Salzgitters Emin Ökdem) erzielte den ersten Nörtener Treffer.
Nörtens Nils Hillemann (am Ball, gegen Salzgitters Emin Ökdem) erzielte den ersten Nörtener Treffer. © Swen Pförtner
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Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen: Das müssen sich zumindest zwei Fußball-Landesligisten aus der Region Göttingen ankreiden lassen. Der SSV Nörten holte einen Punkt, gab aber einen 2:0-Pausenvorsprung noch ab.

Ein Zähler aus drei Spielen ist die Bilanz der heimischen Teams in der Fußball-Landesliga nach dem zweiten Spieltag. Dem SSV Nörten-Hardenberg reichte eine 2:0-Pausenführung nicht, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Der I. SC 05 und TSV Landolfshausen/Seulingen blieben jeweils ohne eigenen Treffer und Punkt, SC Hainberg war spielfrei.

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SSV Nörten-Hardenberg – KSV Vahdet Salzgitter 2:2 (2:0). In Nörten standen sich zwei Verlierer des ersten Spieltags gegenüber. Die Gastgeber setzten alles daran, das knappe 0:1 vom Auftakt gegen Schöningen vergessen zu machen. Das schien auch in den ersten 45 Minuten zu gelingen. Einem frühen Treffer von Nils Hillemann folgte nach knapp einer halben Stunde das 2:0 von Tobias Stief. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, der Gegner hatte keine Chance und in der Pause haben wir gesagt, dass wir einfach nur so weiter spielen müssen“, berichtete SSV-Trainer Jan Diederich. Das ließ der Gegner aber nicht zu, die Nörtener kassierten zwei – so der Coach – „katastrophale“ Gegentore zu Beginn des zweiten Abschnitts. Auch die fünf Wechsel blieben ohne Effekt. „Es waren zwei verlorene Punkte. Da hat sich die Niederlage in der vergangenen Woche nicht so schlimm angefühlt wie das Unentschieden heute“, fasste Diederich zusammen.

Fußball-Landesliga: Der SSV Nörten-Hardenberg und KSV Vahdet Salzgitter trennen sich 2:2 unentschieden. Zur Galerie
Fußball-Landesliga: Der SSV Nörten-Hardenberg und KSV Vahdet Salzgitter trennen sich 2:2 unentschieden. © Swen Pförtner

I. SC Göttingen 05 – SV Lengede 0:4 (0:0). Nach den 05-Legenden kam Lengede: Bevor das Landesliga-Spiel zwischen 05 und dem SVL angepfiffen wurde, hatte es ein Treffen ehemaliger Spieler der Schwarz-Gelben aus glorreichen 05-Zeiten im Maschpark gegeben. Das schien die aktuelle Mannschaft von Trainer Kevin Martin beflügelt zu haben, denn seine Spieler ließen in der ersten Hälfte vor 250 Zuschauern auf dem Kunstrasen kaum Chancen der Gäste zu, schossen aber keine Tore. „Wir haben uns keine Möglichkeiten herausgespielt.

Allerdings wendete sich das Blatt nach der Pause komplett: Lengede bestimmte das Spiel und traf vor allem auch. Das erste Tor war ein berechtiger Elfmeter, der auf die Kappe von 05-Keeper Moumen Kam Naksh ging, der kurz nach Wiederanpfiff einen Gästestürmer foulte, Folchmann traf zum 0:1 (48.). Beim zweiten Gegentreffer von Nzenva Ibe (58.) stand die 05-Abwehr schlecht, und der Lengeder Spieler schoss – komplett freistehend – von der Strafraumgrenze ein. Folchmanns zweites Tor fiel nach einer kurz gespielten Ecke, als er viel zu viel Platz erhielt und den dritten SVL-Treffer erzielte (65.). Burkutean (77.) machte mit dem 4:0 für die Gäste endgültig den Deckel drauf. Einen Schuss des 05ers Justus Richter (82.) lenkte Lengedes Keeper über die Latte, das war die einzige nennenswerte Chance im zweiten Abschnitt.

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Nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen den SC Hainberg war das ein herber Rückschlag für die 05er. Das sah auch Trainer Martin anschließend so: „Wir sind in der Abwehr ordentlich durcheinander geraten. Damit ist der Rückenwind aus den ersten drei Pflichtspielen verpufft. Jetzt müssen wir uns schütteln und uns auf Calberlah vorbereiten.“

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SC Gitter – TSV Landolfshausen/Seulingen 1:0 (0:0). „Heute haben wir gegen einen Gegner verloren, der absolut schlagbar gewesen ist. Da tut das 0:1 noch mehr weh, als wenn sie uns an die Wand gespielt hätten“, berichtete TSV-Trainer Florian Jünemann. Das Tor des Tages für die Gastgeber, die sich damit im zweiten Spiel den zweiten Sieg sicherten, fiel nach einer Standardsituation: Die LaSeu-Abwehr konnte einen Eckball nicht klären, der landete auf der Außenbahn und konnte von einem Gitter-Spieler präzise in den Strafraum geflankt werden. Dort stand Hecker und köpfte unbedrängt aus fünf Metern ein (63.). „Da waren wir für einen Moment unsortiert“, gab Jünemann zu, der seine Mannschaft als „absolut feldüberlegen“ gesehen hatte. Allerdings gelang es den Spielern nicht, die Angriffe „strukturiert zu Ende zu spielen“. Deshalb erarbeitete sich der TSV-Sturm auch kaum Chancen. „Mund abwischen und stabiler im Abschluss werden“, sagte Jünemann.

Von Kathrin Lienig

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