13. Januar 2022 / 13:40 Uhr

Ein Riesengewinn für die Region Luckenwalde

Ein Riesengewinn für die Region Luckenwalde

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Erik Schulze vom gastgebenden Luckenwalder Radteam Seidel sorgte im Elite-Rennen der Männer am Sonntag für Furore. Er fuhr nach einem spannenden Duell mit Michel Aschenbrenner als Neunter in die Top ten.
Erik Schulze vom gastgebenden Luckenwalder Radteam Seidel sorgte im Elite-Rennen der Männer am Sonntag für Furore. Er fuhr nach einem spannenden Duell mit Michel Aschenbrenner als Neunter in die Top ten. © Frank Neßler
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Gastgeber vom Radteam Seidel ziehen positive Bilanz der Deutschen Radcross-Meisterschaft 2022 in Luckenwalde.

"Schlafen geht jetzt wieder besser“, sagt Ulf Seidel, der Gesamtleiter der deutschen Radcross-Meisterschaften, die am Wochenende in Luckenwalde stattfanden. Die große Anspannung der letzten Tage ist bei ihm gewichen. Ein bisschen Ruhe ist nach dem Stress des Aufbaus und dem ganzen Drumherum bei der Organisation einer Deutschen Radcross-Meisterschaft eingekehrt.

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Zwei Jahre Vorbereitung für ein Top-Sportwochenende liegen hinter ihm. Hat sich der große Aufwand gelohnt? Ulf Seidel fällt die Antwort auf diese Frage trotz so mancher unruhigen Minute in den letzten Tagen leicht. Von ihm gibt es ein klares „Ja“.

In Bildern: Die Deutsche Meisterschaft 2022 im Radcross in Luckenwalde.

Die Deutsche Meisterschaft 2022 im Radcross in Luckenwalde. Zur Galerie
Die Deutsche Meisterschaft 2022 im Radcross in Luckenwalde. © Frank Neßler

Die Radcross-Titelkämpfe 2022 in Luckenwalde brachten nach seinen Worten einen Riesengewinn für die Region. „Alle Leute, mit denen ich gesprochen habe, waren zufrieden“, sagt Seidel, „sie kommen gerne wieder und lobten besonders die Freundlichkeit sowie die Hilfsbereitschaft der Luckenwalder.“ Auch verständnisvolle Anwohner und die Zuschauer haben nach den Worten des Cheforganisators zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen. „Es herrschte eine super Stimmung an der Strecke“, erklärt Seidel, „trotzdem wurden die in Pandemiezeiten geforderten Abstände eingehalten. Die Leute waren einfach nur entspannt. Sie sind über das Wettkampfgelände flaniert und hatten einen schönen Sonnabend beziehungsweise Sonntag.“


Sportlich haben die Gastgeber ebenfalls aufhorchen lassen. Fahrer des ausrichtenden Teams aus Luckenwalde hielten in den einzelnen Starterfeldern gut mit. Neben Clea Seidel (Ceratizit WNT), die im Rennen der U23-Frauen Silber in ihrer Heimatstadt gewann, sorgte Erik Schulze (Radteam Seidel) für Furore. Er lieferte sich am Sonntagnachmittag in der Männer-Elite-Klasse mit Michel Aschenbrenner aus Sömmerda (Thüringen) ein Reifen-an-Reifen-Duell. Erst auf der letzten Geraden hatte der Luckenwalder das Nachsehen. Mit nur einer Sekunde Rückstand auf Aschenbrenner und 5,08 Minuten später als der alte und neue Deutsche Radcrossmeister Marcel Meisen (RC Zugvogel Aachen) kam Schulze als Neunter ins Ziel.

Für einen jungen Radsportler mit Luckenwalder Wurzeln reichte es sogar zum Titel. Das weiße Meistertrikot durfte am Sonntag Silas Kuschla (WAC Team) aus Hannover nach dem Rennen der Junioren überstreifen. Seine Eltern kommen aus Luckenwalde beziehungsweise aus Trebbin. Die ganze Verwandtschaft des neuen Junioren-Meisters im Radcross war am Wochenende unter den Zuschauern an der Strecke.

Die letzte Phase der Radcross-Titelkämpfe 2022 begann am Dienstagmorgen. Um acht Uhr wurde die erste Schraube an einer der vier Brücken, die die temporäre Luckenwalder DM-Strecke prägten, gelöst. Mit dem Abbau dieser Bauwerke sind die Titelkämpfe dann endgültig Geschichte. Zuvor wurden schon die Absperrgitter des Kurses durch viele fleißige Helfer entfernt und die Hänge, auf denen die Radsportler mit ihren Reifen Spuren hinterlassen haben, wieder glatt geharkt. „Das Gelände ringsum die Fläminghalle und die Fläming-Therme sieht schöner als vorher aus“, schätzt Seidel ein. Er schloss trotz der Lobeshymnen von allen Seiten für ihn und die vielen ehrenamtlichen Mitstreiter aus, dass in Luckenwalde noch einmal solch ein Wettkampf zu erleben sein wird. „Die deutschen Radcross-Meisterschaften 2022 werden eine einmalige Veranstaltung bleiben“, so Ulf Seidel.