29. Mai 2021 / 09:00 Uhr

Ein Spiel mehr: Chemnitzer FC sieht sich im Pokalfinale gegen Lok Leipzig im Vorteil

Ein Spiel mehr: Chemnitzer FC sieht sich im Pokalfinale gegen Lok Leipzig im Vorteil

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Almedin Civa, Trainer des 1. FC Lok Leipzig und Daniel Berlinski (r), Trainer des Chemnitzer FC stehen neben dem neuen Wanderpokal auf der PK zum Finale des Sachsenpokal zwischen dem Chemnitzer FC und dem 1. FC Lokomotive Leipzig.
Der Chemnitzer Trainer Daniel Berlinski (l.) sieht seine Mannschaft durch das Halbinale gegen den FSV Zwickau gegenüber Lok Leipzig leicht im Vorteil. © Alexander Prautzsch
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Vor dem Sachsenpokalfinale am Samstag möchte sich Lokomotive Leipzigs Coach Almedin Civa nicht in die Karten schauen lassen. Sein Gegenüber Daniel Berlinski sieht die Halbfinalaufholjagd seines Chemnitzer FC gegen Zwickau derweil als einen möglichen Vorteil im Endspiel an.

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Leipzig. Verraten wollte Almedin Civa seinen Matchplan fürs Pokalfinale am Sonnabend (MDR, 14:05 Uhr) nur, wenn Daniel Berlinski den Raum verlässt. Die beiden Trainer der Finalisten 1. FC Lok Leipzig und Chemnitzer FC versprühten gute Laune zwei Tage vor dem Saisonabbschluss einer schier endlosen und tristen Corona-Spielzeit. „Er wird sowieso wissen, wie wir spielen“, bescheinigt Civa seinem Chemnitzer Kollegen. Tatsächlich habe er sich nochmal das Ligaspiel im September letzten Jahres angeschaut und das Halbfinale gegen Dynamo Dresden, erzählt Berlinski. „Die Grundordnung war eine andere als in der Liga, aber es sind die selben Spieler mit den selben Fähigkeiten. Die individuellen Qualitäten spielen eine große Rolle bei Lok“, analysiert der erst 35-jährige CFC-Chefcoach.

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Chemnitzer mit einem Spiel mehr

Entscheidend für Lok wird sein, wie die Probstheidaer Profis auf das End- und Pflichtspielszenario reagieren werden. Im Halbfinale empfingen die Leipziger eine halbe Dynamo-Jugendmannschaft und kauften ihr mit einer guten und engagierten Leistung den Schneid ab. Allzu viel Gegenwehr boten die teilweise 16- und 17-jährigen Dynamo-Jungspunde jedoch nicht beim ersten Wettkampf-Match nach über 200 Tagen. Anders verlief das Semifinale der Chemnitzer: Gegen Drittligist FSV Zwickau drehten die Himmelblauen ein 0:2-Rückstand in ein 3:2. Für Coach Berlinski ein Vorteil. „Das schweißt uns als Mannschaft zusammen und gibt uns Kraft für das Finale. Dadurch können ein paar mehr Prozentpunkte mehr bei den Jungs frei werden“, hofft er und stellt klar: „Fakt ist: Durch dieses Highlightspiel haben wir einen Wettkampf mehr als Lok.“

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Zurück zum Matchplan: Dass Civa nach der zufriedenstellenden Partie gegen Dresden erneut mit einer Dreierkette und Doppelspitze auflaufen wird, scheint nicht unwahrscheinlich. Djamal Ziane und Tom Nattermann seien im Vorfeld des Halbfinals in Topform gewesen, Ziane bedankte sich per Doppelpack, Nattermann per Assist. Dass gegen die SG der normalerweise gesetzte David Urban auf der Bank als Innenverteidiger Nummer vier Platz nehmen musste, überraschte. „Ich bin unheimlich glücklich, dass alle unsere Innenverteidiger verlängert haben. Am Ende sind es Nuancen, es war eine sportliche Entscheidung meinerseits.“



Eine weitere sportliche Entscheidung traf Keeper Jannes Tasche, der durch Jeroen Gies ersetzt wurde. „Für Tasche tut es mir leid. Es hat ihm aber sehr geholfen, dass man ihn auch mal rausnehmen kann, um eine Leistungssteigerung zu bekommen“, verrät Civa, jedoch nicht, wer zwischen den Pfosten stehen wird. Jeroen Gies hielt die Null im Halbfinale, könnte die Finalbelohnung erhalten. Auf der Bank wird sich nach überstandener Corona-Infektion Maik Salewski als Joker bereithalten.