25. August 2020 / 21:54 Uhr

Ein Tor reicht! VfL-Frauen stehen im Finale der Champions League

Ein Tor reicht! VfL-Frauen stehen im Finale der Champions League

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Da ist er drin: Fridolina Rolfö bejubelt den Treffer zum 1:0
Da ist er drin: Fridolina Rolfö bejubelt den Treffer zum 1:0 © Getty Images
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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg stehen im Finale der Champions League. In San Sebastian gab es am Dienstagabend einen 1:0-Halbfinalsieg gegen den FC Barcelona. Das Endspiel findet am Sonntag statt, der Gegner kommt aus Frankreich - Paris oder Lyon.

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Das Spiel war hart, der Gegner stark - und der Jubel beim Abpfiff entsprechend groß. Im Halbfinale der Champions League gewannen die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Dienstagabend gegen den FC Barcelona mit 1:0 (0:0). Das Tor des Abends erzielte die schwedische Angreiferin Fridolina Rolfö. Nach 2013, 2014, 2016 und 2018 ist es der fünfte Finaleinzug für den VfL, zweimal gab's am Ende den Pokal. Jetzt ist für den deutschen Meister und Pokalsieger auch das zweite Triple nach 2013 möglich.

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Da ist er drin: Fridolina Rolfö bejubelt den Treffer zum 1:0 Zur Galerie
Da ist er drin: Fridolina Rolfö bejubelt den Treffer zum 1:0 ©

2014 war es in der Königslasse im bis dahin einzigen Duell der beiden Mannschaften noch eine klare Angelegenheit (VfL gewann mit 3:0 und 2:0), diesmal sah es ganz anders aus. Im ersten Durchgang war es ein offener Schlagabtausch - und schnell wurde klar, dass es ein Duell auf Augenhöhe ist. Bereits nach 13 Minuten konnten die Wolfsburgerinnen von Glück reden, dass es keinen VAR gibt, denn eine Ecke von Ex-VfLerin Caroline Hansen lenkte Kathrin Hendrich gefährlich mit der Hand aufs eigene Tor, Friederike Abt tippte die Kugel gerade noch über die Latte.

Die Wolfsburgerinnen wurden vor allem nach schnellem Umschaltspiel gefährlich, doch Schüsse von Rolfö und Svenja Huth waren zu ungenau. Gefährlich wurde es aber kurz vor der Pause wieder durch Hansen, die sich von links nach innen dribbelte, aus allerbester Position aber nur das Außennetz traf. Huth köpfte im Gegenzug nach Flanke von Rolfö frei aufs Tor, doch FC-Torfrau Sandra Panos konnte den Ball abfangen.



Die Spanierinnen kamen nach Wiederanpfiff besser in die Partie. Es war immer wieder Hansen, die für Probleme sorgte und den Außenverteidigerinnen davon rannte. In der 51. war Joelle Wedemeyer nicht aufmerksam genug und ließ die Norwegerin entwischen - Hansen lief frei auf Abt zu, doch anstatt selbst den Abschluss zu suchen, legte sie quer - und Hendrich rettete.

Dann stachen die Wolfsburgerinnen zu. Nach einer tollen Seitenverlagerung von Ingrid Engen brachte Huth über rechts eine Flanke in den Strafraum, nach kurzem Gewusel versuchte sich Ewa Pajor mit einem Fallrückzieher, die Kugel prallte ab, Rolfö reagierte am schnellsten - und staubte zum 1:0 ab. Doch Barca ließ sich davon nicht beeindrucken, drückte weiter unermüdlich und hatte Top-Chancen - in der 61. Minute war Abt bei einen Kopfball von Asisat Oshoala wieder zur Stelle, nur fünf Minuten später schoss Mariona Caldentey völlig freistehend frei übers Tor.

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In der Schlussphase versuchte Barca noch mal alles, beim VfL kam Defensiv-Neuzugang Lena Oberdorf, sie wehrte sich wie die anderen Wolfsburgerinnen gegen den Druck der Katalaninnen - die gefährlichste Szene gab es in der Nachspielzeit, als bei einem Flankenball von Hansen attackiert wurde, die Schiedsrichterin entschied auf Foul.

Das Finale wird am 30. August (20 Uhr, live auf Sport1) im Anoeta-Stadion in San Sebastian ausgespielt. Wer der Gegner sein wird, entscheidet sich Mittwochabend (ebenfalls 20 Uhr) im französischen Halbfinal-Duell zwischen Titelverteidiger Olympique Lyon und Paris Saint-Germain. Rekordsieger Lyon ist der große Favorit doch, dass PSG der neuen Mannschaft von Sara Björk Gunnarsdottir aber Paroli bieten kann, sah man Anfang August im Finale der Coupe de France, als sich Lyon erst im Elfmeterschießen gegen die Pariserinnen (mit Ex-VfLerin Ramona Bachmann) durchsetzte.

VfL: Abt - Doorsoun, Hendrich, Janssen, Wedemeyer - Huth, Engen, Popp (85. Oberdorf), Rolfö (68. Wolter) - Harder, Pajor (77. Bremer).

Barca: Panos - Torrejon, Leon, Pereira, Ouahabi (86. Martens) - Hamraoui (86. Losada) - Hermoso, Alexia (77. Guijarro) - Hansen, Oshoala (65. Bonmati), Mariona.

Tor: 1:0 (58.) Rolfö.

Schiedsrichterin: Kulcsar (Ungarn).

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