27. April 2021 / 10:05 Uhr

"Ein Zeichen der Wertschätzung": Sachsen investiert 1,1 Millionen Euro in Fanprojekte

"Ein Zeichen der Wertschätzung": Sachsen investiert 1,1 Millionen Euro in Fanprojekte

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Christian Kohn
Christian Kohn, Leiter des Leipziger Fanprojekts, ist mit der Entwicklung zufrieden, doch weiß das die aktuelle Situation noch lange nicht ausgestanden ist. © Christian Modla
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Um die Kostensteigerung in Folge von Tarifangleichungen auffangen zu können, hatten die sächsischen Fanprojekte Anfang Februar um eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung gebeten. Dem wird nun nachgekommen und der Freistaat wendet in den nächsten zwei Jahren 1,1 Millionen Euro dafür auf.

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Leipzig. Anfang Februar veröffentlichten die sächsischen Fanprojekte einen offenen Brief an den Innenminister Roland Wöller (CDU). Darin forderten sie die bedarfsgerechte Förderung seitens des Landes für die Projekte in Aue, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Zwickau sowie Plauen-Vogtland. Die jährliche Förderung von 450.000 Euro müsse auf 550.000 bis 570.000 Euro erhöht werden, so die sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Marika Tändler-Walenta.

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"Sehr zufrieden mit den Entwicklungen"

Die Initiative war nicht vergebens. Am vergangenen Donnerstag beschäftigte sich der Ausschuss für Inneres und Sport des Sächsischen Landtages mit Änderungsanträgen der Fraktionen zum Doppelhaushalt für 2021/22. Dabei wurde die fortführende Unterstützung der Fanprojekte beschlossen und zwar auf im Sinne der "bedarfsgerechten Förderung". In den nächsten zwei Jahren will der Freistaat 1,1 Millionen Euro dafür aufwenden.

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Freude darüber herrschte bei der sportpolitischen Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, Ines Kummer. "Für uns Bündnisgrüne stehen Fanprojekte zum einen für ein sicheres Stadionerlebnis für jede und jeden. Zum anderen sind sie für viele jugendliche Fans ein Ort, an dem sie sich aktiv einbringen, Partizipation einfordern und aktiv mitgestalten können“, so die Landtagsabgeordnete. „Dabei ist auch Raum, um gesamtgesellschaftliche Themen wie Sexismus, Homophobie, Rassismus oder Gewalt offen anzusprechen und zu diskutieren. Fanprojekte tragen damit wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung und der Vermittlung von demokratischen Werten bei."

Christian Kohn, der Leiter des Leipziger Fanprojekts ist ebenfalls "sehr zufrieden mit den neuen Entwicklungen". Er versteht die Erhöhung der finanziellen Zuwendung auch als "ein Zeichen der Wertschätzung". Nun könne die Arbeit beispielsweise die Arbeit in der Messestadt "kontinuierlich und bedarfsgerecht" erfolgen. Denn, so erklärt Kohn gegenüber dem SPORTBUZZER - die aktuelle Coronasituation sei im Hinblick auf Existenzängste junger Fußballanhängerinnen und -anhänger noch lange nicht ausgestanden.