16. September 2018 / 14:51 Uhr

"Eine absolute Frechheit" der TuSG Ritterhude

"Eine absolute Frechheit" der TuSG Ritterhude

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
Stelltre sich diesmal selbst auf, doch von Dauer war dies nicht: Ritterhude-Coach Julian Geils.
Stelltre sich diesmal selbst auf, doch von Dauer war dies nicht: Ritterhude-Coach Julian Geils. © Hans-Henning-Hasselberg
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Landesligist zeigt beim 2:7 in Gellersen eine miserable Leistung

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„Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine absolute Frechheit von meiner Mannschaft“, übte der Trainer der TuSG Ritterhude, Julian Geils, nach der 2:7-Schlappe beim Aufsteiger in die Fußball-Landesliga, TSV Gellersen, scharfe Kritik an seinem Team. Seine Formation habe es an der nötigen Einstellung vermissen lassen und sich teilweise schon lächerlich gemacht, so Geils.Die Gäste waren mit den sieben Gegentoren sogar noch gut bedient.Bereits in den ersten Minuten scheiterte der Liganeuling zweimal am Pfosten. „Wir hätten uns schon vor dem 0:1 nicht über einen 0:3-Rückstand beklagen dürfen“, räumte Julian Geils ein. Beim TSV-Führungstor patzte TuSG-Keeper Nick Rode. Er ließ einen eigentlich ungefährlichen 20-Meter-Schuss von Andreas Demir durch die Finger rutschen.

Nach dem 2:0 von Christopher Müller rückten die Gastgeber bei einem Eckball mit zehn Mann auf. Die Ritterhuder klärten die Situation und liefen beim Gegenstoß mit drei Akteuren auf nur einen TSV-Kicker zu. Pascal Kranz nutzte den Querpass von Marcel Meyer zum 1:2, da waren 30 Minuten gespielt. „Ich hatte allerdings zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir hier etwas mitnehmen könnten“, versicherte Geils. Seine Mannschaft sei nicht in der Lage gewesen, einen vernünftigen Pass über fünf Meter zum Nebenmann zu bringen.

In der 36. Minute stoppte Merten Hellmann Andreas Demir als letzter Mann mit unfairen Mitteln. Während der Innenverteidiger dafür Rot sah, verwandelte Christopher Müller den fälligen Strafstoß zum 3:1. Goalgetter Andreas Demir machte Sekunden vor der Pause mit dem 4:1 praktisch bereits alles klar. Marcel Meyer betrieb nach dem Pausentee mit einem Kopfballtor zum 2:6 auf Flanke von Tobias Böttcher nur noch ein wenig Ergebniskosmetik (78.). „Meine Spieler haben zum Teil mit den Händen in den Hüften nur noch zugeschaut“, schimpfte Julian Geils.