08. Mai 2020 / 19:14 Uhr

„Eine Herzensangelegenheit“ – Spyra trainiert Vallstedts neues Team

„Eine Herzensangelegenheit“ – Spyra trainiert Vallstedts neues Team

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Einst spielte Dennis Spyra (grün-weiß, bei der Flanke) für die Grün-Weißen in der Landesliga, nun soll er als Coach den Fußball in Vallstedt wieder etablieren.
Einst spielte Dennis Spyra (grün-weiß, bei der Flanke) für die Grün-Weißen in der Landesliga, nun soll er als Coach den Fußball in Vallstedt wieder etablieren. © Isabell Massel
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Derzeit ist er noch in den Diensten von Eintracht Braunschweig – als Co-Trainer bei den Landesliga-Fußballern. Im Sommer jedoch übernimmt Dennis Spyra das neuformierte Team des SV GW Vallstedt und kehrt damit an seine alte Wirkungsstätte zurück, spielte er doch einige Jahre für die Grün-Weißen in der Landes- und Bezirksliga.

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Was ihn dazu bewogen hat, eine Mannschaft in der 3. Kreisklasse zu übernehmen, verrät er im Gespräch mit der PAZ.

Herr Spyra, von der Landesliga in die 3. Kreisklasse – viele würden wahrscheinlich sagen, das dies ein Rückschritt wäre.

Das sehe ich keineswegs so. Im Gegenteil: Ich betrachte das sogar als einen Fortschritt, denn ich bin Teil eines Neuaufbaus – für mich hat die Entscheidung, in Vallstedt Trainer zu werden, auf jeden Fall einen Mehrwert.

Welchen?

Na ja, ich kann ein Team komplett nach meinen eigenen Vorstellungen neu aufbauen. Das ist eine Herausforderung, die sehr reizvoll ist. Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen, nach Vallstedt zurückzukehren. Hinzu kommt, dass ich sehr gute Erinnerungen an meine Zeit als Spieler hier in der Landes- und Bezirksliga habe.

Hat das Ihre Überlegungen beeinflusst?

Auf jeden Fall, schließlich verbindet mich einiges mit diesem Verein. Zudem existieren noch immer viele Freundschaften. Letztlich ist es so, dass Vallstedt für mich eine Herzensangelegenheit ist. Ausschlaggebend waren aber die Gespräche mit Timo Winkler und André Koch. Das Konzept, das die beiden mir vorgestellt haben, hat bei mir eine kleine Euphorie ausgelöst, so dass ich nicht allzu lange überlegen musste und zugesagt habe.

Bei den Spielern scheint das ja ähnlich gewesen zu sein.

Das stimmt, auch wenn die 3. Kreisklasse erst einmal einige abschreckt. Aber viele haben sich dann überzeugen lassen und wollen nun Teil des Projekts sein – die Entwicklung ist jedenfalls sehr positiv. Namen möchte ich zwar noch nicht nennen, aber es werden einige Überraschungen dabei sein.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Wir möchten zurück in die Kreisliga – das hat Priorität. Haben wir das geschafft, schauen wir weiter. Klar ist aber auch, dass für dieses Vorhaben ein bisschen Zeit und auch Geduld erforderlich sind – das sollten alle immer bedenken.

Zumal ja aufgrund der Corona-Krise auch noch nicht geklärt ist, ob Sie mit Ihrem Team im Sommer überhaupt starten können.

Ja, leider. Ich hoffe nur, dass der Verband sich bald entscheidet und die Saison abbricht. Alles andere macht aus unterschiedlichsten Gründen auch gar keinen Sinn – die meisten anderen Vereine sehen das genauso.

Was passiert mit dem Vallstedter Projekt, wenn die Saison doch fortgesetzt wird?

Für uns wäre das ein Rückschlag, weil wir Zeit verlieren. Aber an der Konzeption ändert sich nichts, wir beginnen eben nur später.

Mit Ihnen?

Auf jeden Fall mit mir als Trainer. Dazu stehe ich – egal, was kommt.