14. September 2020 / 16:53 Uhr

Eine Kugel zu viel im Topf: Auslosung sorgt für Diskussionen

Eine Kugel zu viel im Topf: Auslosung sorgt für Diskussionen

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Am 24. August, einem Montag, werden die Paarungen für Runde zwei im Landespokal gezogen.
Während der Auslosung für die dritte Runde im Landespokal war eine Kugel zu viel im Lostopf. Sie hatte keinen Inhalt. © Johannes Weber
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Bei der Ziehung der Paarungen für die dritte Runde im Landespokal ist dem Landesfußballverband ein Fauxpas unterlaufen. Vereinsvertreter kommentieren kritisch. Nach Auskunft des Verbands ist die Auslosung ordnungsgemäß verlaufen.

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„Eine leere Kugel", stellt Peter Dluzewski vom Landesfußballverband (LFV) während der Auslosung für die dritte Runde des Landespokals fest. Pressesprecher Robert French fügt in der Liveübertragung der Veranstaltung auf der Facebook- und Instagram-Seite des LFV hinzu: „Das sollte so natürlich nicht sein."

Jene Szenerie sorgte am Montag nach der Ziehung der Paarungen für Diskussionen im Internet. Im Lostopf des LFV hatten sich fälschlicherweise 33 statt der 32 notwendigen Kugeln für die dritte Runde befunden. Die eine zusätzliche Kugel, die ohne Inhalt war, holte Dluzewski vor dem achten gezogenen Duell zwischen dem SV Hanse Neubrandenburg und der TSG Neustrelitz aus dem Behälter. Er legte sie anschließend beiseite.

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Die ominöse Kugel war laut LFV vor der Auslosung aus Versehen in den Topf gerutscht. Der Verband entschuldigte sich im Anschluss des Events für das Malheur. Auswirkungen auf die Zusammensetzung der dritte Runde wird der Lapsus nicht haben. „Das liegt daran, dass die zusätzliche Kugel zu keinem Zeitpunkt einen mittelbaren oder unmittelbaren rechnerischen Einfluss auf die tatsächlichen Chancen der qualifizierten Teilnehmer hinsichtlich der Auslosung nehmen konnte. Sie wäre - unabhängig vom Moment ihrer Ziehung - in jedem Fall aussortiert worden und die Ziehung wäre jeweils normal fortgesetzt worden, ohne dass die Chancen der noch im Topf befindlichen Kugeln als auch der schon gezogenen Kugeln davon betroffen gewesen wären", erklärt der Landesfußballverband den Sachverhalt.

Einige Vereinsvertreter hatten die Auslosung nach dem Fauxpas infrage gestellt. Pampows Vereinsboss Jens Heysel meinte in den Kommentaren des Livestreams: „Bin mal gespannt, wie Juristen die zusätzliche Kugel bewerten. Ich für meinen Teil glaube, ihr dürft noch mal!" Trainer Dirk Hoffmann vom Hagenower SV äußerte sich ebenfalls kritisch: „Na auf die Reaktion bin ich gespannt - eine leere Kugel - dürfte nichts anderes gelten als eine Wiederholung - wie kann so etwas passieren?" Sowohl dem MSV Pampow (bei Dynamo Schwerin) und der Hagenower SV (daheim gegen den FC Schönberg) wurden für die dritte Runde ambitionierte Gegner zugelost.

Trotz der Kritik betont Dluzewski, dass die Auslosung rechtmäßig über die Bühne gegangen sei. Er sagte, dass es keine Beeinträchtigungen gegeben habe. „Wir haben darüber auch mit unserer Rechts-Instanz (AG Satzung und Ordnungen/d. Red.) Rücksprache gehalten. Die Auslosung war ordnungsgemäß", kommentierte der Landespokal-Staffelleiter auf SPORTBUZZER-Nachfrage.