27. Juni 2019 / 11:16 Uhr

Eine Rückrunde mit Perspektive für den Preetzer TSV

Eine Rückrunde mit Perspektive für den Preetzer TSV

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Youngster Maximilian Zimmermann (rechts, im Zweikampf gegen SVE Comets Kapitän Robin Schubert) musste vor allem in der Hinrunde zuviel Verantwortung im Preetzer Spielaufbau tragen.
Youngster Maximilian Zimmermann (rechts, im Zweikampf gegen SVE Comets Kapitän Robin Schubert) musste vor allem in der Hinrunde zuviel Verantwortung im Preetzer Spielaufbau tragen. © Karsten Freese
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Winter-Zugänge verliehen Preetzer TSV frischen Wind in der Verbandsliga Ost - Konkurrenzkampf wurde größer

Durchatmen beim Preetzer TSV. Nach einer deprimierenden Hinrunde und großen Abstiegssorgen zur Jahreswende, schafften die Schusterstädter Dank einer tollen Aufholjagd doch noch souverän den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga Ost. Am Ende landete das Team von Trainer Andreas Möller mit 31 Punkten auf Platz elf und hatte neun Punkte Abstand zur Abstiegszone. Doch bis es soweit war, hatte der PTSV ein tiefes Tal zu durchschreiten.

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Umverteilung der Last

„Wir hatten erwartet, dass es schwer wird. Wir mussten fünf Stammspieler an höherklassige Vereine abgeben. Ein Beleg dafür, welche Qualität wir verloren haben“, schildert Möller, der die Abgänge von Torge Beuck (Eutin 08), Jesse Schlüter (Eutin 08), Lars Brandt (TSV Kropp), Jerome Rose (TSV Schilksee) und Terrence Dorring (TSV Altenholz) nicht kompensieren konnte. Die Last der Verantwortung musste nun auf ganz junge Schultern verteilt werden. Das größte Paket hatte der 19-Jährige Maximilian Zimmermann zu tragen, der im offensiven Mittelfeld den Takt vorgeben sollte.

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„Für Maxi in seinem ersten Herrenjahr war das einfach zu viel. Die Führungsrolle hat ihn zeitweilig erdrückt“, erinnert sich der PTSV-Coach, dessen Team viel Lehrgeld zahlte und gegen Kronshagen (0:6, 0:6), Rot Schwarz Kiel (2:7) und Stein (2:5) mächtig Haue bekam. Zudem war kaum ein Spieler in der Lage, die heraus gespielten Chancen zu verwerten. Preetz erzielte im Schnitt 0,8 Tore, kassierte dagegen aber 3,2 Treffer pro Spiel. Ein katastrophaler Wert. Mit nur zehn Punkten aus 16 Spielen befand sich der PTSV in akuter Abstiegsgefahr.

Rückkehrer und der Aufschwung

Doch in der Winterpause spielten Andreas Möller Glück und Geschick in die Hände. Die Preetzer Identifikationsfigur Torge Beuck kehrte nach nur drei Oberligaeinsätzen aus Eutin zurück. „Er ist ein Leader. Ein Spielertyp, den wir nicht mehr hatten.“Zudem gelang es dem Coach, gleich fünf beim Ligakonkurrenten Rot Schwarz Kiel ausgemusterte Spieler zu verpflichten. Tobias Nehren, Tom Bartels, Alexander von Randow, Finn Logemann und Leon Lembke brachten neben der Abgeklärtheit und Erfahrung auch einen „neuen Spirit“ in das verunsicherte Team.

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„Es war ein spürbarer Schub zu spüren. Zwar wurde der Konkurrenzkampf für die jungen Spieler größer. Doch alle haben diese Herausforderung angenommen. Jeder ist daran gewachsen. Die Last der Verantwortung konnte nun auf mehrere Spieler verteilt werden. Davon haben vor allem die jungen Spieler profitiert, die sich enorm verbessert haben. Es hat sich eine neue Mannschaft gebildet. Das war die Voraussetzung für den Klassenerhalt“, so Möller. Der PTSV präsentierte sich 2019 wie verwandelt, holte aus zwölf Spielen 21 Punkte und verlor nur noch gegen den TSV Plön (1:3). Eine starke Rückrunde der Preetzer, die in dieser Zusammensetzung sicher noch von sich reden machen werden.