10. Dezember 2020 / 13:04 Uhr

Eine Saison ohne Rückrunde: NOFV verkürzt Junioren-Regionalligen

Eine Saison ohne Rückrunde: NOFV verkürzt Junioren-Regionalligen

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Bei den Jugend-Regionalligen fällt diese Saison die Rückrunde weg. © Christian Modla
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Die Junioren-Regionalligen des NOFV sollen nur als Hinrunde gespielt werden. Davon sind die C- und B-Jugendteams von Lok Leipzig und RB Leipzig betroffen. Die „U9“ des 1. FC Lok spielt, wenn es dann wieder möglich ist, in Trikots mit dem Logo vom neuen Sponsor „Peace and Sports“.

Leipzig. Wann sie wieder kicken können, steht weiter in den Sternen. Doch das „Wie“ ist dagegen bereits definiert. Die Junioren-Regionalligen des Nordostdeutschen Fußballverbandes sollen nach SPORTBUZZER-Informationen in gekürzter Fassung zu Ende gebracht werden. So sollen die leistungsorientierten Jugendteams die Hinrunde spielen, diese werde dann als komplette Saison samt Meister, Auf- und Absteiger gewertet. In der C-Jugend würde dies die U15-Auswahlen des 1. FC Lok Leipzigs und von RB Leipzig. In der U17-Liga ist ebenfalls Lok betroffen, außerdem die Zweitvertretung der Roten Bullen. In der RL Nordost der A-Junioren ist dagegen kein Leipziger Team vertreten.

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Gegenüber dem SPORTBUZZER bestätigt Loks Geschäftsführer für Nachwuchs Infrastruktur Jürgen Schwarz: „Die Spielordnung soll entsprechend angepasst werden, der NOFV hat uns diese Entscheidung bereits kommuniziert.“ Sportlich schlagen zwei Herzen in ihm, verrät er. Logisch: Die C-Junioren der Probstheidaer hätten wohl keine Chance auf einen Klassenerhalt, die U17 dagegen könnte bei der minimierten Anzahl der verbleibenden Spiele über dem Strich bleiben. „Für die Ausbildung ist es schade, weil eine halbe Saison fehlt. Aber man muss irgendwas tun, um die Saison irgendwie zu Ende zu bringen. Allein in der C-Jugend mit 19 Teams ist eine reguläre Saison nicht mehr möglich“, erklärt Schwarz. Für die A-Jugend von Lok, die in der Landesliga auflaufen, hat der Sächsische Fußballverband hingegen noch keine Entscheidung getroffen.

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Klar ist: Wenn die „U9“ von Lok Leipzig, die zurzeit zu Hause Individualtraining absolviert, wieder im Spielbetrieb ist, werden die Jungs einen neuen Trikotsponsor erhalten. Die Probstheidaer Jugendkicker werden ab sofort das Logo von „Peace and Sports“ auf ihren Leiberl tragen, nachdem der Kontakt durch den Botschaften und französischen Weltmeister von 1998 Christian Karembeu zu Stande kam. „Mit der Partnerschaft zu Peace and Sport wird unser soziales Engagement, unsere 'Blaugelbe Nestwärme', nun auch international gewürdigt“, freut sich Lok-Präsident Thomas Löwe in einer Mitteilung. „Wir freuen uns auf viele spannende Projekte zur Förderung des Sports als Werkzeug für nachhaltigen Frieden, Bildung und soziale Entwicklung,“ so Löwe weiter.

Anders als bei den Junioren ist die Zukunft der Herren-Regionalliga noch nicht geklärt. Doch bald könnte etwas Licht ins Dunkel gebracht werden: Bis zum Freitag können die Clubs Vorschläge zur Weiterführung der Saison einbringen, die von der gegründeten Task Force „Restart“ bearbeitet werden. Ob das Modell "Saison ohne Rückrunde" auch vertreten ist?

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