07. September 2021 / 23:07 Uhr

Eine überraschende Weltrekordzeit und viele Podestplätze für Luckenwalder DLRG-Sportler

Eine überraschende Weltrekordzeit und viele Podestplätze für Luckenwalder DLRG-Sportler

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Das Team der Luckenwalder Rettungssportler bei den Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Berlin.
Das Team der Luckenwalder Rettungssportler bei den Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Berlin. © Privat
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Rettungssport: Erfolgreiche Luckenwalder DLRG-Athleten bei den Deutschen Einzelmeisterschaften im Rettungsschwimmen in Berlin.

Bei den Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften der DLRG im Rettungsschwimmen am Wochenende im Berliner Europasportpark setzte der Luckenwalder Kevin Lehr ein Zeichen. Der 30-Jährige stellte über seine Paradedisziplin 100 Meter Retten einer Puppe mit Flossen im Vorlauf mit 0:50,02 Minuten einen neuen Weltrekord in seiner Altersklasse (AK 30) auf und bestätigte das Ergebnis auch als Sieger im Endlauf (0:50,08).

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Ein Ergebnis, das selbst den neuen Weltrekordinhaber überrascht. „Eine gute Zeit. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm“, erklärte Lehr. Dass er in Berlin diese Superzeit schwimmen wird, war eigentlich gar nicht beabsichtigt. Sie hat ihm schon jetzt auf dem Weg zu den 11. World Games im Sommer 2022 in Birmingham (USA) wichtige Punkte beschert.

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Doch noch ist etwas Geduld nötig. Das Ende der Qualifikation für die internationale Veranstaltung der Sportarten, die nicht zum Programm der Olympischen Spiele gehören, ist für die deutschen Rettungsschwimmer Mitte Dezember angesetzt. „Bis dahin müsste noch einer schneller geschwommen sein“, so Lehr. Ende November findet ein letzter Qualifikationswettbewerb der Rettungssportler statt. Lehr wird jedoch aus beruflichen Gründen aller Voraussicht nach dort nicht starten können.

Am letzten Wochenende kamen 130 Athletinnen und Athleten im Berliner Europasportpark zusammen, um die Deutschen Meister im Rettungsschwimmen in sechs Einzel- und fünf Mannschaftsdisziplinen zu ermitteln. Gleichzeitig ging es in der Hauptstadt neben der Qualifikation für die World Games auch am Startplätze für die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften Anfang November in Freiburg. Viele ehrenamtliche Helfer der DLRG aus Berlin und dem gesamten Bundesgebiet sorgten für optimale Wettkampfbedingungen unter Pandemie-Bestimmungen.

Ein Team aus Luckenwalde war an beiden Tagen am Start. Zwölf Sportler:innen des hiesigen Stadtverbandes schwammen um die Titel. Trotz mehrmonatiger Schwimmhallenschließung erreichte nicht nur Kevin Lehr ein Spitzenresultat. Auch viele Podestplätze wurden von den Luckenwaldern erreicht. Beispiel dafür, was durch selbstdisziplinierten Trainingsfleiß in der Pandemie, durch sehr gute Bedingungen und natürlich der Unterstützung von Fläming-Therme und Stadt möglich ist. Der Vorsitzende des DLRG-Stadtverbandes Luckenwalde, Daniel Kuhrmann, zieht folgendes Fazit:„Endlich gibt es wieder Wettkämpfe und direkte Vergleiche mit den anderen Sportlern.“

Platzierungen der Luckenwalder DLRG-Starter


Einzelstrecken:
50-m-Retten einer Puppe – 9. Lea Noelle Söhmisch; 4. Lars Erik Wenger, 6. Kevin Lehr, 7. Arne Wulf; 100-m-Retten einer Puppe mit Flossen – 2. Tami Wollanky; 1. Kevin Lehr, 3. Maximilian Ulrich, 8. Max Stern; 200-m-Hindernis – 6. Arne Wulf 200-m-Superlifesaver – 8. Clara Krüger; 2. Lars-Erik Wenger, 5. Max Stern, 7. Pascal Walbrach; 100-m-Lifesaver – 1. Kevin Lehr. 100-m-kombinierte Rettungsübung – 2. Arne Wulf.

Staffelwettbewerbe:
4x25-m-Puppe – 6. weiblich, 2. männlich; 4x50-m-Rettungsstaffel – 6. weiblich, 1.männlich; 4x50-m-Hindernis – 2. Platz männlich; Leine werfen – 1. Laura Jaap und Lea Noelle Söhmisch.