19. Mai 2021 / 21:33 Uhr

Einen Rekord kann Wolfsburg am Samstag locker erreichen

Einen Rekord kann Wolfsburg am Samstag locker erreichen

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Saison-Gegentor Nummer 34: Marcel Sabitzer trifft per Elfmeter für RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg.
Saison-Gegentor Nummer 34: Marcel Sabitzer trifft per Elfmeter für RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg. © imago images/regios24
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Der VfL Wolfsburg spielt in der kommenden Saison in der Champions League - und das auch dank einer starken Defensive. Nur Leipzig kassierte weniger Gegentore als die Niedersachsen, die am Samstag gegen Mainz einen Gegentor-Vereinsrekord erreichen können.

Zwischenzeitlich sah es mal so aus, als könnte der VfL Wolfsburg die Bundesliga-Saison mit einem Schnitt von weniger als einem Gegentor pro Spiel beenden. Das hat sich seit dem vergangenen Sonntag erledigt - der Elfmetertreffer von Leipzigs Marcel Sabitzer zum 2:2-Endstand war das 34. VfL-Gegentor am 33. und vorletzten Spieltag. Doch noch immer können die Wolfsburger einen Bollwerk-Rekord aufstellen: Kassieren sie am Samstag gegen Mainz 05 weniger als vier Tore, haben sie die Saison mit den wenigsten Gegentreffer der VfL-Bundesliga-Geschichte absolviert!

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Das Finale findet allerdings ohne Koen Casteels statt. Die Nummer 1 ist gestern vorzeitig vorzeitig aus dem Quarantäne-Trainingslager des VfL abgereist und wird seine geplante OP um ein paar Tage vorziehen lassen. Dem Torhüter wird nach seinem Haarriss im Wadenbein im September 2019 eine kleine Platte samt zweier Schrauben herausgenommen. Wegen dieser OP hatte Casteels die EM mit Belgien absagen müssen.

Geplant war, dass die OP am Montag oder Dienstag durchgeführt werden sollte, nun wird sie vorgezogen. Casteels wird bereits am Freitag operiert. Statt Casteels wird aller Voraussicht nach am Samstag im Saisonfinale gegen Mainz dann Pavao Pervan zwischen den Pfosten stehen. Die Top-Nummer-2 des Klubs war in dieser Saison dreimal zum Einsatz gekommen - in der ersten Pokalrunde gege Fürstenwalde (4:1), beim 1:1 in Freiburg am zweiten Liga-Spieltag und beim Aus in der Quali für die Europa League in Athen (1:2).

Nun muss er seinen Teil zum neuen Rekord beitragen. 38 Gegentore, das ist die bisherige VfL-Bestmarke. Sie stammt aus der Vizemeister- und Pokalsieger-Spielzeit 2014/15, als Diego Benaglio im Tor stand, Naldo und Robin Knoche die Stamm-Innenverteidigung bildeten und Luiz Gustavo als Mittelfeld-Abräumer agierte. Der VfL-Stil damals: Ballbesitz, Raumgewinn durch Flügelwechsel und ein brillanter Kevin De Bruyne, der den erspielten Freiraum für gefährliche Offensiv-Aktionen nutzte.

38 Gegentore, das ist die bisherige Bestmarke. Sie stammt aus der Vizemeister- und Pokalsieger-Spielzeit 2014/15, als Diego Benaglio im Tor stand, Naldo und Robin Knoche die Stamm-Innenverteidigung bildeten und Luiz Gustavo als Mittelfeld-Abräumer agierte. Der VfL-Stil damals: Ballbesitz, Raumgewinn durch Flügelwechsel und ein brillanter Kevin De Bruyne, der den erspielten Freiraum für gefährliche Offensiv-Aktionen nutzte.

Unter Coach Oliver Glasner spielt der VfL anders, setzt auf disziplinierte Arbeit gegen den Ball und erfolgreiche Pressing-Aktionen möglichst schon in der gegnerischen Hälfte, während schnelle Defensivspieler die Kontergefahr so klein wie möglich halten. Einer davon: Linksverteidiger Paulo Otavio. „Ich wusste gar nicht, dass wir den Gegentor-Rekord noch schaffen können", so der Brasilianer. "Das ist ein Grund mehr, im letzten Spiel kein Gegentor zu bekommen.“


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Der Gegentor-Rekord ist wahrscheinlich, eine andere starke Marke ist dem Champions-League-Teilnehmer sicher: Es wird nach 2009 (Meister) und 2015 (Zweiter) der drittbeste Tabellenplatz, den der VfL in der Bundesliga jemals erreichte, unabhängig davon, ober er Dritter oder Vierter wird. Vor dem Saisonfinale liegen die Wolfsburger auf Platz vier, punktgleich und nur um zwei Tore hinter dem Dritten Borussia Dortmund. Der BVB tritt am letzten Spieltag gegen Bayer Leverkusen kann. Otavio: "Wir haben noch die Möglichkeit, Dritter zu werden. Wir werden alles dafür tun, um das zu schaffen!"

In einer anderen Rangliste wird diese Saison derweil schon sicher auf Platz drei der VfL-Geschichte landen: Nur in der Meister- und in der Vizemeister-Saison holte Wolfsburg mit je 69 Zählern mehr Punkte als in der aktuellen Spielzeit.