22. April 2021 / 18:59 Uhr

Einen Tag nach Raschkes Nominierung: Eishockey-WM der Frauen abgesagt

Einen Tag nach Raschkes Nominierung: Eishockey-WM der Frauen abgesagt

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bitter! Einen Tag nach Fine Raschkes WM-Nominierung wurde die Eishockey-WM abgesagt.
Bitter! Einen Tag nach Fine Raschkes WM-Nominierung wurde die Eishockey-WM abgesagt. © Imago Images
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Der WM-Traum ist vorerst aus: Wolfsburgs Eishockey-Nationalspielerin Fine Raschke fliegt nicht mit dem DEB-Team nach Kanada - das Turnier wurde einen Tag vor der Abreise des Teams abgesagt.

Im einen Moment herrschte noch riesige Vorfreude, im nächsten war der Traum von der WM im Mai dann ausgeträumt: Eishockey-Nationalspielerin Fine Raschke von den Grizzlys Wolfsburg und ihre Teamkolleginnen fliegen nicht nach Kanada, das Turnier wurde abgesagt - einen Tag vor der Abreise des DEB-Teams. Immerhin: Die Hoffnung auf einen Ersatz-Termin besteht.

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Eigentlich hätte vom 6. bis 16. Mai in Halifax und Truro um den Titel gespielt werden sollen, die Provinz Nova Scotia informierte den kanadischen Eishockey-Verband aber, dass es angesichts der aktuellen Corona-Lage kein Turnier geben könne. "Die Absage ist eine Katastrophe und trifft unsere Athletinnen ganz, ganz hart", so DEB-Chef Franz Reindl. "Wir und die IIHF prüfen unverzüglich Alternativen für jetzt oder den Sommer."

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"Nicht mehr damit gerechnet"

Das Turnier hätte eigentlich schon im April stattfinden sollen, wurde um einen Monat verschoben. Raschke und die DEB-Auswahl erreichte die Nachricht von der Absage am Mittwoch im Bundesstützpunkt in Füssen, wo sich das Team auf die Abreise am Donnerstag vorbereitet hatte. "Am späten Nachmittag wurde uns gesagt, dass wir schnellstmöglich ins Stadion kommen sollten. Dort haben wir dann die Nachricht bekommen", berichtet Raschke. "Sie kam sehr überraschend, damit hatten wir nicht mehr gerechnet."

Die Möglichkeit habe zwar bestanden, so kurzfristig hätte das Team von Trainerin Franziska Busch aber nicht erwartet, zu Hause bleiben zu müssen. "Es ist extrem enttäuschend. Wir waren voll auf die Abreise eingestellt und froh, dass wir durch die schwierige Vorbereitung so gut durchgekommen sind", so Busch. "Es ist wirklich bitter, dass die WM schon das zweite Mal hintereinander abgesagt wird, wo wir doch so viel dafür in Kauf genommen haben."

Statt nach Kanada ging's nach Hause

Statt nach Kanada ging es für Raschke am Donnerstag zurück in die Heimat. "Ich bin super traurig und enttäuscht", seufzt die 18-Jährige. Für die Verteidigerin waren die vergangenen Tage eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Am Dienstag hatte sie die Zusage bekommen, bei der WM dabei zu sein, "ich habe mich unglaublich doll gefreut", so die Wolfsburgerin. "Die Vorbereitung war echt gut und erfolgreich." Tags darauf dann die Absage des Turniers - "ich muss mir erst mal ein paar Tage Zeit nehmen, um alles sacken zu lassen."

Wie es dann weitergeht, weiß Raschke noch nicht. "Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich hoffe natürlich, dass bald ein Ersatz-Termin gefunden wird." Sollte es dennoch bei der Absage bleiben, "müssen wir das eben akzeptieren. Wir können ja sowieso nichts daran ändern."