03. August 2019 / 13:49 Uhr

"Einer der Leader": Warum Hendrik Weydandt bei Hannover 96 ein Vorbild ist

"Einer der Leader": Warum Hendrik Weydandt bei Hannover 96 ein Vorbild ist

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hadert oft noch zu sehr mit sich selbst: Hendrik Weydandt.
Hadert oft noch zu sehr mit sich selbst: Hendrik Weydandt. © imago images / eu-images
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Mirko Slomka hält große Stücke auf seinen Sturmtank Hendrik Weydandt. Der Trainer von Hannover 96 schätzt vor allem das Kämpferherz des 24-Jährigen, hat aber auch noch einen entscheidenden Kritikpunkt.

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Hendrik Weydandt war schon in seiner ersten Saison ein Vorkämpfer bei Hannover 96. Nicht nur wegen des imposanten Auftretens. Einsatz, Wille, Kampfgeist – alles vorbildlich. „Er ist einer der Leader dieser Mannschaft“, sagt Mirko Slomka. Der Stürmer soll 96 heute (15.30 Uhr) gegen Regensburg zu den ersten Punkten schießen – und kann auch mit Schwächen Vorbild sein.

Zum Start in Stuttgart fehlte 96 die Durchschlagskraft, die Profis ließen ihre Qualitäten nur in den ersten 25 Minuten aufblitzen. Die Ansprüche sind andere. „Es ist wichtig, jetzt einen Dreier einzufahren. Bei allem Respekt vor dem Gegner“, sagt Slomka vorm Heimauftakt.

Die besten Torschützen von Hannover 96 seit 2000 (jeweils für jeweilige Saison).

Saison 2018/19: Hendrik Weydandt - 6 Tore Zur Galerie
Saison 2018/19: Hendrik Weydandt - 6 Tore ©
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Jahn Regensburg als gefährlicher Underdog

Es ist das erste Heimspiel für 96, das erste Pflichtspiel überhaupt gegen Regensburg, da fehlen nur die ersten Punkte. 96 ist als Absteiger Favorit, auch wenn der Jahn zum Auftakt 3:1 gegen Bochum gewann. Unterschätzen wird Slomka die Regensburger schon deshalb nicht. „Der Klub zeigt Willensstärke“, findet der 96-Coach, „sie sind solide in ihrer Arbeit, haben ein klares Konzept.“

Das will Regensburg auch gegen 96 durchziehen, sagt Trainer Mersad Selimbegovic. Der Jahn will auch auswärts in Hannover offensiv Akzente setzen. „Wir ziehen unser Spiel durch”, sagt Selimbegovic, „das haben wir immer so gemacht.” In der vergangenen Saison siegte der Jahn so mit 5:0 beim Hamburger SV. 96 ist also gewarnt.

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"Pflock" Weydandt muss noch "geschliffen werden"

Nach dem müden Auftakt in Stuttgart muss ohnehin einiges anders werden. 96 muss hinten die individuellen Fehler abstellen und braucht vorne deutlich mehr Zielstrebigkeit. Dass sofort alles rund läuft, erwartet Slomka nicht. „Das ist insgesamt ein Reifeprozess, der eine Idee dauern kann“, sagt er. Gegen Regensburg hat 96 sich trotzdem was vorgenommen – mit Weydandt als großem Vorbild.

Der Märchenstürmer soll mit seinem großen Kampfeswillen vorangehen. „Er ist schon ein Pflock, den man vorne einschlagen kann“, sagt Slomka und lobt: „Er ist schnell, sehr agil, extrem kopfballstark – und er ist da in der Box, wenn er gefüttert wird mit Bällen.“ Gleichwohl habe das Sturmjuwel auch „noch Bedarf, geschliffen zu werden“, so Slomka. Beim ersten Ballkontakt etwa, und im Zweikampfverhalten. „Da kann er cleverer sein.“

Hendrik Weydandts Fußballkarriere in Bildern:

Hendrik Weydandt (rechts) begann seine Fußballkarriere beim TSV Groß Munzel. Zur Galerie
Hendrik Weydandt (rechts) begann seine Fußballkarriere beim TSV Groß Munzel. ©

Slomka hat nur einen Kritikpunkt

Auch 96 muss cleverer sein als in Stuttgart. Potenzial war schon zu sehen, aber eben nur kurz. Es fehlte an Kreativität im Zentrum und der nötigen Zugkraft nach ganz vorne.

"Wenn es nicht klappt, ärgert er sich wahnsinnig"

96 geht trotzdem selbstbewusst ins erste Heimspiel der frischen Zweitligasaison. In Sachen Selbstbewusstsein und Ehrgeiz ist Weydandt ja ohnehin ein Vorbild. Einziger Kritikpunkt: „Er muss insgesamt für sich selbst positiv bleiben“, sagt Slomka, „wenn es nicht klappt, ärgert er sich wahnsinnig. Das ist auch gut. Aber es gibt immer eine neue Situation, die nächste Chance, die nächste Gelegenheit.“ Das gilt auch für 96. Nächste Chance: Regensburg.

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