20. August 2019 / 09:16 Uhr

"Einer, der zuhört": VfL-Neuzugang Joao Victor feiert starkes Bundesliga-Debüt

"Einer, der zuhört": VfL-Neuzugang Joao Victor feiert starkes Bundesliga-Debüt

Engelbert Hensel und Alexander Flohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joao Victor hat sich überraschend festgespielt in der Startelf des VfL.
Joao Victor hat sich überraschend festgespielt in der Startelf des VfL. © 2019 Bongarts/Getty Images
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Nicht viele hätten Joao Victor vor einigen Monaten in der Startformation des VfL Wolfsburg erwartet. Der Brasilianer schwang sich in Windeseile zum Stammspieler auf, Trainer Oliver Glasner spricht dem Angreifer ein Lob aus.

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Vor zwei Jahren spielte Joao Victor noch in der 2. Liga in Österreich – gegen Teams wie Austria Lustenau oder FC Liefering, damals trug der Brasilianer des VfL Wolfsburg noch das Trikot der Kapfenberger SV, eines Fußball-Klubs aus der Steiermark. „Damals hat er im Schnitt vor 600 Zuschauern gespielt“, beschreibt VfL-Trainer Oliver Glasner. Am Samstag gegen Köln feierte der 25-Jährige sein Bundesliga-Debüt und wusste dabei zu gefallen.

Der neue Flügelspieler war wie Glasner in diesem Sommer vom Linzer ASK nach Wolfsburg gewechselt – und erhielt sowohl im Pokal in Halle als auch jetzt gegen Köln den Vorzug vor Josip Brekalo, dem kroatischen Nationalspieler.

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Koen Casteels (Note: 3): Der Belgier wurde kaum gefordert. In der 24. Minute ließ er sich von Köln-Stürmer Anthony Modeste kurz aus der Ruhe bringen, danach war er aber immer bereit, als es ernst wurde. Zur Galerie
Koen Casteels (Note: 3): Der Belgier wurde kaum gefordert. In der 24. Minute ließ er sich von Köln-Stürmer Anthony Modeste kurz aus der Ruhe bringen, danach war er aber immer bereit, als es ernst wurde. ©
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Victor hat gegenüber Brekalo die Nase vorn

Am Samstag sprach Glasner mit Victor über die Zeit damals in Kapfenberg, als der schnelle Offensivmann noch in kleineren Stadien gespielt hatte, auf einem ganz anderen Niveau. Aber nun hat Victor den Sprung in die Bundesliga geschafft und sich damit einen Traum erfüllt. „Das hier in Deutschland ist alles völlig anders. Doch sobald das Spiel lief, war es auch nur noch Fußball“, so der Neuzugang gegenüber der Kronen-Zeitung.

Victor lief gegen den Geißbock-Klub die meisten Kilometer (11,65) aller Spieler, er kam auf 90 intensive Läufe (so viele wie kein anderer), was in Glasners Umschalt-System ganz wichtig ist, er gewann die meisten VfL-Zweikämpfe (15) und er zog die drittmeisten Sprints (27) an.

"Diese Mentalität will ich bei allen Spielern"

„Er ist ein Spieler, der zuhört und der sich stetig verbessern will“, freut sich der VfL-Trainer. Victor sei ein gutes Beispiel dafür, dass man auch mit Mitte 20 noch lange nicht ausgelernt habe. Der Trainer fügte hinzu: „Diese Mentalität will ich auch bei allen Spielern, die vielleicht denken, sie sind am Zenit ihrer Leistung, herauskitzeln.“ Bislang habe ihn da aber keiner seiner neuen Spieler enttäuscht.

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