20. Februar 2022 / 20:30 Uhr

"Einfach unreif", "in Einzelteile zerfallen": Gladbach wütet nach Desaster bei BVB

"Einfach unreif", "in Einzelteile zerfallen": Gladbach wütet nach Desaster bei BVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Mönchengladbach ging beim Duell mit dem BVB unter.
Borussia Mönchengladbach ging beim Duell mit dem BVB unter. © IMAGO/Jan Huebner/Getty (Montage)
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Für Borussia Mönchengladbach entwickelte sich das Duell mit dem BVB zu einem Debakel. Nach der 0:6-Schlappe gegen den BVB war die Stimmung bei den "Fohlen" entsprechend angespannt. Die Gladbacher Profis sprachen die Fehler im Nachgang deutlich an. Besonders die die Schlussphase stand im Zentrum der Kritik.

0:6 gegen den BVB – Borussia Mönchengladbach kassierte am Sonntag im Borussen-Duell das halbe Dutzend. Besonders in der Schlussphase ließen sich die Schützlinge von Trainer Adi Hütter regelrecht zerlegen. Das desolate Auftreten in den letzten 20 Minuten der Partie, in denen der BVB das Ergebnis von 2:0 auf 6:0 schraubte, sorgte bei den Gladbachern für großen Frust. "Wir müssen die Chancen einfach besser nutzen. Was dann passiert, war einfach unreif", schimpfte Mittelfeldspieler Jonas Hofmann nach dem Debakel bei DAZN. "Das darf so einfach nicht passieren."

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Auch Teamkollege Christoph Kramer prangerte die nachlässige Spielweise der Gladbacher in Richtung Spielende an und machte die vergebene Riesenchance von Hofmann, der an der Querlatte des Dortmunder Tores scheiterte, sowie das 0:3 durch Marius Wolf in der 70. Minute als Knackpunkte aus. "Bei uns springt er (der Ball, Anm. d. Red.) Unterlatte raus, bei denen geht er beim 3:0 Unterlatte rein. Dann hast du das Gefühl, heute ist alles gegen dich." Dennoch dürfe das nachfolgende Debakel "in der Form niemals passieren", so der 31-Jährige. Sein ernüchterndes Fazit: "Wir machen viel zu viele Fehler in allen Bereichen und deswegen stehen wir da, wo wir stehen. Ganz einfach."

Gladbach-Trainer Hütter sauer: "Das geht einfach nicht und das ist nicht ok"

Für die Elf vom Niederrhein und Trainer Adi Hütter wird die Luft nach der vierten Pflichtspielpleite nach dem Jahreswechsel und bei weiter nur vier Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 dünner. Der Coach der Gladbacher zeigte sich entsprechend bedient. Nachdem er seiner Mannschaft über 70 Minuten eine "ordentliche Leistung" attestierte, machte er seinem Ärger Luft. "Wir sind in unsere Einzelteile zerfallen. Das ist was, das mir überhaupt nicht passt", resümierte der Österreicher. "Was wir nach dem 0:3 gemacht haben, das geht einfach nicht und das ist nicht okay."

So oder so müssen die "Fohlen" eine Reaktion zeigen, um nicht vollends im Tabellenkeller zu versinken. "Es ist schwer, heute irgendwas Positives da rauszuziehen. Wir müssen uns ganz schnell frei von diesem Spiel machen. Die nächsten Spiele werden sehr, sehr wichtig gegen direkte Konkurrenten", erklärte Hofmann, wie es nun weitergehen soll. Und diese Konkurrenten sind nicht etwa Europapokal-Anwärter, sondern aktuell vielmehr der VfL Wolfsburg (Platz 12), der VfB Stuttgart (17.) und Hertha BSC (15.).

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